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Star Wars: Das Erbe der Jedi-Ritter 6: Planet der Verlorenen: BD 6
 
 
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Star Wars: Das Erbe der Jedi-Ritter 6: Planet der Verlorenen: BD 6 [Taschenbuch]

Kathy Tyers , Regina Winter
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Star Wars ist kein Film - es ist Kult, Religion und Abenteuerspielplatz zugleich - es ist eine eigene Kultur." (Cinema )

Kurzbeschreibung

Die Bewohner des Planeten Druro gewähren den Flüchtlingen Schutz vor der Alienstreitmacht der Yuuzhan Vong. Als zwischen den Druros und den Neuankömmlingen heftige Streitigkeiten aufflammen, bemühen sich Han Solo und sein Sohn Jacen um die Bewahrung des inneren Friedens. Doch sie alle ahnen noch nicht, dass die Yuuzhan Vong den Planeten zu ihrem nächsten Angriffsziel erkoren haben ...


Klappentext

"Star Wars ist kein Film - es ist Kult, Religion und Abenteuerspielplatz zugleich - es ist eine eigene Kultur."
Cinema

Über den Autor

Kathy Tyers hat bereits einige Star-Wars-Erzählungen geschrieben und Teile ihres Science-Fiction-Zyklus „Firebird“ veröffentlicht. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Long Beach, Montana.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Sie tauchten vollkommen überraschend von außerhalb der Gala­xis auf: ein Kriegervolk, das sich Yuuzhan Vong nannte, bewaff­net mit Täuschungen, Verrat und einer bizarren organischen Tech­nologie, die es mit der der Neuen Republik und ihrer Verbünde­ten durchaus aufnehmen konnte - und manchmal mehr als das. Selbst die Jedi unter der Führung von Luke Skywalker fanden sich plötzlich in die Defensive gedrängt, und ihre wichtigste Waffe, die Macht, konnten sie nur bedingt einsetzen, denn aus irgendeinem unerklärlichen Grund waren die Yuuzhan Vong weder in der Macht wahrnehmbar noch durch sie zu beeinflussen.
Der erste Schlag traf die Neue Republik völlig überraschend, während sie gerade dabei war, eine Rebellion niederzuschlagen, die von Nom Anor, einem Agenten der Yuuzhan Vong, und seinen Leuten ausgelöst worden war. Während die Kräfte der Neuen Re­publik sich darauf konzentrierten, begann die Invasionsflotte der Außergalaktischen mit ihrem ersten Angriff, der gleich mehrere Planeten zerstörte und zahllose Wesen tötete - darunter auch den Wookiee Chewbacca, Han Solos treuen Freund und Partner.
Bei einem mutigen Versuch, Kontakt zum Feind herzustellen und Frieden zu schließen, wurde Senator Elegos A'Kla von dem Yuuzhan-Vong-Kommandanten Shedao Shai ermordet, der die Leiche Elegos' gutem Freund, dem Jedi Corran Horn, vor die Füße warf. Horn forderte Shai daraufhin zu einem Duell heraus - dem Sieger winkte als Preis der Planet Ithor. Horn besiegte Shai, aber die Yuuzhan Vong zerstörten Ithor trotzdem.
Die Regierung der Neuen Republik verlor bei jedem Rückschlag ein wenig mehr an Stabilität. Bald schon begannen auch die Jedi unter der Belastung zu leiden. Eine Gruppe von Abtrünnigen un­ter Führung von Kyp Durron, die Luke vorwarf, zu vorsichtig zu sein, sprach sich dafür aus, alle verfügbaren Mittel einzusetzen, um die Yuuzhan Vong zu besiegen - bis hin zu ungezügelter Ag­gression, was nach Lukes Ansicht der Dunklen Seite Tür und Tor öffnen würde. Der philosophische Disput trieb sogar einen Keil zwischen die Solobrüder Jacen und Anakin, während ihre Schwester Jaina sich stattdessen auf ihre neue Rolle als Pilotin beim Renegatengeschwader konzentrierte.
Zerfressen von Selbstvorwürfen, weil es ihm nicht gelungen war, Chewbacca zu retten, wandte sich Han Solo von seiner Fami­lie ab, suchte mit Taten zu büßen - und konnte tatsächlich einen intriganten Versuch der Yuuzhan Vong verhindern, die Jedi zu eli­minieren. Zudem kehrte er mit etwas zurück, was alle für das Ge­gengift gegen die schreckliche Krankheit hielten, die Mara Jade Skywalker befallen hatte. Aber nicht einmal dieser Sieg konnte ihm über den Tod seines besten Freundes hinweghelfen - oder seine Ehe mit Leia kitten.
Auch Leia war von Schuldgefühlen überwältigt. Weil sie eine Vision der Zukunft ignoriert hatte, glaubte sie, auch für die Ver­nichtung der Hapanischen Flotte bei Fondor verantwortlich zu sein. Eine offene Schlacht um die Werften war durch unkontrol­lierbare Zerstörungskraft beendet worden, die von der Center­point Station ausgegangen war - einer Waffe, die Leias jüngerer Sohn Anakin wieder betriebsbereit gemacht hatte.
Während die Yuuzhan Vong nun ihre Schlinge enger ziehen und in Richtung Coruscant vordringen, müssen Luke und Mara, Han, Leia und ihre Kinder ebenso wie die Neue Republik selbst das Gleichgewicht finden, das sie verloren haben - bevor es nichts mehr zu verlieren gibt.


Prolog

Lieutenant Jaina Solo kippte ihren X-Flügler auf die Backbord-Stabilisatoren und beschleunigte. Ein samenkapselförmiger Ko­rallenskipper der Yuuzhan Vong jagte hinter einem ihrer Kamera­den her. Als der Skipper nun beidrehte, bildete sich dicht hinter seinem Schwanz ein winziges Schwarzes Loch und verschlang je­des bisschen Energie, das Jaina hineinpumpte.
Sie passte die Geschwindigkeit ihres Jägers der des Skippers an und folgte ihm. Seit Colonel Gavin Darklighter sie gebeten hatte, dem Renegatengeschwader beizutreten, hatte sie schon Dutzende von Kämpfen mitgemacht. Sie war immer noch ungeheuer stolz, zu diesem Geschwader zu gehören, aber die erste Begeisterung war vorüber. Zu viele mitternächtliche Kämpfe. Zu viel Tod, zu wenig Schlaf.
Aber ich bin beim Renegatengeschwader, stellte sie in Gedan­ken fest und beschleunigte ihren X-Flügler, und das nicht wegen meiner Eltern und auch nicht, weil in meiner Familie die Macht stark ist.
Sondern wegen ihrer Fähigkeiten als Pilotin. Außerdem sollte dem Renegatengeschwader immer mindestens ein Jedi-Ritter an­gehören.
Der Skipper, den sie jagte, raste auf das bothanische Sturmboot Champion zu. Die Champ sollte einem weiteren Flüchtlingskon­voi Deckung geben. Kalabras industrialisierter Mond Hosk wa­ckelte bereits in der Umlaufbahn, und die Situation war der von Sernpidal vor beinahe zehn Monaten erschreckend ähnlich. Hier würde es jedoch noch größere Verluste geben - für die Kalabraner. Für Jaina wie für ihren Vater war Sernpidal allerdings eine Tragö­die gewesen, die wohl kaum ihresgleichen finden würde.
Korallenskipper abzuschießen - das würde Chewbacca nicht zurückbringen, aber es half, um Jainas bittere Erinnerungen zu dämpfen. Sie behielt den Finger am Abzug und überzog den Skip mit scharlachroten Lasersplittern. Niedrigenergetischer Dauerbe­schuss ermüdete die Energie saugenden Dovin Basale der Skipper und lenkte sie ab. Wie der Colonel es einmal ausgedrückt hatte: »Erst kitzelt ihr ihnen das Zahnfleisch, dann rammt ihr ihnen die Faust in die Kehle.«
Jainas Sensor zeigte, dass das Schwarze Loch ein wenig zurück­gewichen war, dass es sich nun ein wenig näher an dem feindli­chen Schiff befand, das es projizierte. Auf ihrem Hauptschirm konnte sie ein Klauenschiff sehen, das sich von hinten näherte. »Gebe Ihnen Deckung, Rogue Elf.«
Jetzt! Jaina packte die Hauptfeuersteuerung fester und nahm den Skip mit allen vier Lasern durchgehend unter Beschuss. Die winzige projizierte Schwerkraftquelle des Skippers krümmte die Strahlen, aber Jaina hatte bewusst zu hoch geschossen, um das von vornherein auszugleichen. Der Dovin Basal lenkte zwei ih­rer Schüsse ins Leere, aber die beiden anderen schlugen genau dort ein, wo sie sie haben wollte, und überzogen das mit Kristal­len getäfelte Cockpit des Yuuzhan-Vong-Jägers mit flammendem Licht.
Wir verfügen über die richtige Taktik, um sie in einem Kampf zu schlagen. Aber die Kräfte sind nicht gleichmäßig verteilt. Sie brin­gen immer mehr von uns um und lassen einfach nicht nach! Ihre Schiffe können sich sogar selbst heilen! Die Yuuzhan Vong hatten ganze Planeten zu Brutstätten für Korallenskipper umgebaut und bei Fondor eine der wichtigsten militärischen Werften der Neuen Republik zerstört. Die verbliebenen großen Werften - Kuat, Mon Calamari, Bilbringi - waren in höchstem Maße bedroht, und gro­ße Teile der Flotte der Neuen Republik waren ausgeschickt wor­den, um sie zu verteidigen.
Kristallsplitter und heißer Kies schossen aus dem Korallenskip­per und trieben ihn in einer trägen Spirale aus der Feuerzone. Der Yuuzhan-Vong-Pilot versuchte nicht, sein Schiff zu verlassen. Sie starben immer mit ihren Schiffen - offensichtlich, weil sie es so
wollten.
»Hab ihn erwischt, Zehn«, rief Jaina.
»Danke, Sticks.«
»Kein Problem.« Jaina zog nach Steuerbord und entdeckte, dass sich dort eine Katastrophe zusammenbraute. »Renegatengeschwa­der, mehr Korallenskipper aus 349-18. Sie haben es auf die An­triebsgondeln der Champ abgesehen.«
»Verstanden.« In der Stimme von Major Alinn Varth, Komman­dant von Jainas Kette, lag eine gewisse Schärfe. »Zeit für ein biss­chen Korallenstaub. Elf, Zwölf, zu mir.«
Jaina ließ ihr Kom zweimal klicken, um den Befehl zu bestäti­gen, dann beschleunigte sie. Sie legte ihren X-Flügler auf den Rü­cken und folgte Rogue Neun am Bauch der Champion entlang, so nahe und dicht, dass sie beinahe die Antennen und Bolzen zäh­len konnte.
Kommandant der Champion...

Auszug aus Star Wars, Planet der Verlorenen von Kathy Tyers, Regina Winter. Copyright © 2003. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Sie tauchten vollkommen überraschend von außerhalb der Gala­xis auf: ein Kriegervolk, das sich Yuuzhan Vong nannte, bewaff­net mit Täuschungen, Verrat und einer bizarren organischen Tech­nologie, die es mit der der Neuen Republik und ihrer Verbünde­ten durchaus aufnehmen konnte - und manchmal mehr als das. Selbst die Jedi unter der Führung von Luke Skywalker fanden sich plötzlich in die Defensive gedrängt, und ihre wichtigste Waffe, die Macht, konnten sie nur bedingt einsetzen, denn aus irgendeinem unerklärlichen Grund waren die Yuuzhan Vong weder in der Macht wahrnehmbar noch durch sie zu beeinflussen.
Der erste Schlag traf die Neue Republik völlig überraschend, während sie gerade dabei war, eine Rebellion niederzuschlagen, die von Nom Anor, einem Agenten der Yuuzhan Vong, und seinen Leuten ausgelöst worden war. Während die Kräfte der Neuen Re­publik sich darauf konzentrierten, begann die Invasionsflotte der Außergalaktischen mit ihrem ersten Angriff, der gleich mehrere Planeten zerstörte und zahllose Wesen tötete - darunter auch den Wookiee Chewbacca, Han Solos treuen Freund und Partner.
Bei einem mutigen Versuch, Kontakt zum Feind herzustellen und Frieden zu schließen, wurde Senator Elegos A'Kla von dem Yuuzhan-Vong-Kommandanten Shedao Shai ermordet, der die Leiche Elegos' gutem Freund, dem Jedi Corran Horn, vor die Füße warf. Horn forderte Shai daraufhin zu einem Duell heraus - dem Sieger winkte als Preis der Planet Ithor. Horn besiegte Shai, aber die Yuuzhan Vong zerstörten Ithor trotzdem.
Die Regierung der Neuen Republik verlor bei jedem Rückschlag ein wenig mehr an Stabilität. Bald schon begannen auch die Jedi unter der Belastung zu leiden. Eine Gruppe von Abtrünnigen un­ter Führung von Kyp Durron, die Luke vorwarf, zu vorsichtig zu sein, sprach sich dafür aus, alle verfügbaren Mittel einzusetzen, um die Yuuzhan Vong zu besiegen - bis hin zu ungezügelter Ag­gression, was nach Lukes Ansicht der Dunklen Seite Tür und Tor öffnen würde. Der philosophische Disput trieb sogar einen Keil zwischen die Solobrüder Jacen und Anakin, während ihre Schwester Jaina sich stattdessen auf ihre neue Rolle als Pilotin beim Renegatengeschwader konzentrierte.
Zerfressen von Selbstvorwürfen, weil es ihm nicht gelungen war, Chewbacca zu retten, wandte sich Han Solo von seiner Fami­lie ab, suchte mit Taten zu büßen - und konnte tatsächlich einen intriganten Versuch der Yuuzhan Vong verhindern, die Jedi zu eli­minieren. Zudem kehrte er mit etwas zurück, was alle für das Ge­gengift gegen die schreckliche Krankheit hielten, die Mara Jade Skywalker befallen hatte. Aber nicht einmal dieser Sieg konnte ihm über den Tod seines besten Freundes hinweghelfen - oder seine Ehe mit Leia kitten.
Auch Leia war von Schuldgefühlen überwältigt. Weil sie eine Vision der Zukunft ignoriert hatte, glaubte sie, auch für die Ver­nichtung der Hapanischen Flotte bei Fondor verantwortlich zu sein. Eine offene Schlacht um die Werften war durch unkontrol­lierbare Zerstörungskraft beendet worden, die von der Center­point Station ausgegangen war - einer Waffe, die Leias jüngerer Sohn Anakin wieder betriebsbereit gemacht hatte.
Während die Yuuzhan Vong nun ihre Schlinge enger ziehen und in Richtung Coruscant vordringen, müssen Luke und Mara, Han, Leia und ihre Kinder ebenso wie die Neue Republik selbst das Gleichgewicht finden, das sie verloren haben - bevor es nichts mehr zu verlieren gibt.

Prolog

Lieutenant Jaina Solo kippte ihren X-Flügler auf die Backbord-Stabilisatoren und beschleunigte. Ein samenkapselförmiger Ko­rallenskipper der Yuuzhan Vong jagte hinter einem ihrer Kamera­den her. Als der Skipper nun beidrehte, bildete sich dicht hinter seinem Schwanz ein winziges Schwarzes Loch und verschlang je­des bisschen Energie, das Jaina hineinpumpte.
Sie passte die Geschwindigkeit ihres Jägers der des Skippers an und folgte ihm. Seit Colonel Gavin Darklighter sie gebeten hatte, dem Renegatengeschwader beizutreten, hatte sie schon Dutzende von Kämpfen mitgemacht. Sie war immer noch ungeheuer stolz, zu diesem Geschwader zu gehören, aber die erste Begeisterung war vorüber. Zu viele mitternächtliche Kämpfe. Zu viel Tod, zu wenig Schlaf.
Aber ich bin beim Renegatengeschwader, stellte sie in Gedan­ken fest und beschleunigte ihren X-Flügler, und das nicht wegen meiner Eltern und auch nicht, weil in meiner Familie die Macht stark ist.
Sondern wegen ihrer Fähigkeiten als Pilotin. Außerdem sollte dem Renegatengeschwader immer mindestens ein Jedi-Ritter an­gehören.
Der Skipper, den sie jagte, raste auf das bothanische Sturmboot Champion zu. Die Champ sollte einem weiteren Flüchtlingskon­voi Deckung geben. Kalabras industrialisierter Mond Hosk wa­ckelte bereits in der Umlaufbahn, und die Situation war der von Sernpidal vor beinahe zehn Monaten erschreckend ähnlich. Hier würde es jedoch noch größere Verluste geben - für die Kalabraner. Für Jaina wie für ihren Vater war Sernpidal allerdings eine Tragö­die gewesen, die wohl kaum ihresgleichen finden würde.
Korallenskipper abzuschießen - das würde Chewbacca nicht zurückbringen, aber es half, um Jainas bittere Erinnerungen zu dämpfen. Sie behielt den Finger am Abzug und überzog den Skip mit scharlachroten Lasersplittern. Niedrigenergetischer Dauerbe­schuss ermüdete die Energie saugenden Dovin Basale der Skipper und lenkte sie ab. Wie der Colonel es einmal ausgedrückt hatte: »Erst kitzelt ihr ihnen das Zahnfleisch, dann rammt ihr ihnen die Faust in die Kehle.«
Jainas Sensor zeigte, dass das Schwarze Loch ein wenig zurück­gewichen war, dass es sich nun ein wenig näher an dem feindli­chen Schiff befand, das es projizierte. Auf ihrem Hauptschirm konnte sie ein Klauenschiff sehen, das sich von hinten näherte. »Gebe Ihnen Deckung, Rogue Elf.«
Jetzt! Jaina packte die Hauptfeuersteuerung fester und nahm den Skip mit allen vier Lasern durchgehend unter Beschuss. Die winzige projizierte Schwerkraftquelle des Skippers krümmte die Strahlen, aber Jaina hatte bewusst zu hoch geschossen, um das von vornherein auszugleichen. Der Dovin Basal lenkte zwei ih­rer Schüsse ins Leere, aber die beiden anderen schlugen genau dort ein, wo sie sie haben wollte, und überzogen das mit Kristal­len getäfelte Cockpit des Yuuzhan-Vong-Jägers mit flammendem Licht.
Wir verfügen über die richtige Taktik, um sie in einem Kampf zu schlagen. Aber die Kräfte sind nicht gleichmäßig verteilt. Sie brin­gen immer mehr von uns um und lassen einfach nicht nach! Ihre Schiffe können sich sogar selbst heilen! Die Yuuzhan Vong hatten ganze Planeten zu Brutstätten für Korallenskipper umgebaut und bei Fondor eine der wichtigsten militärischen Werften der Neuen Republik zerstört. Die verbliebenen großen Werften - Kuat, Mon Calamari, Bilbringi - waren in höchstem Maße bedroht, und gro­ße Teile der Flotte der Neuen Republik waren ausgeschickt wor­den, um sie zu verteidigen.
Kristallsplitter und heißer Kies schossen aus dem Korallenskip­per und trieben ihn in einer trägen Spirale aus der Feuerzone. Der Yuuzhan-Vong-Pilot versuchte nicht, sein Schiff zu verlassen. Sie starben immer mit ihren Schiffen - offensichtlich, weil sie es so
wollten.
»Hab ihn erwischt, Zehn«, rief Jaina.
»Danke, Sticks.«
»Kein Problem.« Jaina zog nach Steuerbord und entdeckte, dass sich dort eine Katastrophe zusammenbraute. »Renegatengeschwa­der, mehr Korallenskipper aus 349-18. Sie haben es auf die An­triebsgondeln der Champ abgesehen.«
»Verstanden.« In der Stimme von Major Alinn Varth, Komman­dant von Jainas Kette, lag eine gewisse Schärfe. »Zeit für ein biss­chen Korallenstaub. Elf, Zwölf, zu mir.«
Jaina ließ ihr Kom zweimal klicken, um den Befehl zu bestäti­gen, dann beschleunigte sie. Sie legte ihren X-Flügler auf den Rü­cken und folgte Rogue Neun am Bauch der Champion entlang, so nahe und dicht, dass sie beinahe die Antennen und Bolzen zäh­len konnte.
Kommandant der Champion war Admiral Glie'oleg Kru, ein Twi'lek. Seit Fondor hatte Jaina beinahe bei jeder neuen Mission von einem neu beförderten Captain oder Admiral gehört. Drei weitere Planeten waren vor kurzem vernichtet worden - Gyndine, Bimmiel und Tynna. Hier in Kalabra versuchten die Yuuzhan Vong offenbar, die wichtige Hyperraumroute nach Corellia zu un­terbrechen. Druckenwell und Rodia befanden sich seit kurzem ebenfalls im Alarmzustand.
Ein weiterer Konvoi mit Schiffen aus Kalabra, darunter Dutzen­de, die von Hosk geflohen waren, war gerade gesprungen. Trotz al­ler Anstrengungen, den riesigen Dovin Basal zu finden, den die Yuuzhan Vong offenbar auf Kalabra stationiert hatten, verlor Hosk bei jeder Umkreisung mehr an Höhe. Seine Hyrotii-Zebra-Jäger waren längst zerstört, alle zehn Turbolaser unbrauchbar. Feindli­che Schiffe, die sich auf Jainas Schirm wie vielbeinige Geschöpfe abzeichneten, folgten dem metallumhüllten Mond und verschlan­gen die Shuttles, die hinter den Hauptkonvoi zurückgefallen wa­ren. Die Gruppe von Türmen am Pol von Hosk war bereits dreißig Grad aus der normalen Position gekippt. Bald schon würde auch Kalabra eine tote Welt und selbst für die Yuuzhan Vong nicht mehr zu gebrauchen sein.
Jaina umrundete die Jäger-Dockstationen an der Champion und geriet sofort in einen wilden Kampf. Drei Korallenskipper stürz­ten sich auf sie und feuerten grelle Plasmablitze ab. Jainas Puls schlug hektisch, als sie ihren X-Flügler ohne viel nachzudenken hin und her riss, um ihnen auszuweichen. Den rechten Mittelfin­ger behielt sie dabei fest auf dem sekundären Auslöser.
»Sparky«, rief sie ihrem Astromech-Droiden zu, »ich brauche hundert Prozent Schildkraft auf dreizehn Meter.«
Zahlen und Buchstaben blitzten auf dem oberen Display, als die R5-Einheit, die sie seit ihrem Eintritt ins Renegatengeschwader begleitete, gerade noch rechtzeitig gehorchte. Statik knisterte in ihrem Kopfhörer. Ein Dovin Basal griff nach ihren Schilden.
Ein weiteres Schiff näherte sich von unten. Jaina tippte das Hö­henruder leicht an, schob den Steuerknüppel nach vorn und jagte dem Feind entgegen, während die Sterne sich um sie drehten. Nur noch ein kleines bisschen näher, Vong. Nur ein kleines bisschen.
Das Torpedovisier wurde rot, das Ziel war erfasst. Sofort ließ Jaina einen Protonentorpedo los. Während das Geschoss wie eine blaue Flamme auf den feindlichen Jäger zuraste, hielt die junge Frau ihren Kurs und schoss mehr scharlachrote Splitter ab, um den Dovin Basal abzulenken.
»Elf«, rief eine Stimme in ihr Ohr. »Nach Steuerbord, schnell!«
Huttschleim! Jaina beschleunigte und wich aus, was sie fest in ihren Sitz presste. Der X-Flügler schauderte. »Ich bin getroffen«, rief sie. Der Adrenalinstoß bewirkte, dass sie die Steuerung fester umklammerte. Sie warf einen Blick auf den Hauptschirm. »Aber ich habe immer noch Schilde.« Mit leichten Berührungen von Ru­der und Steuerknüppel zog sie den X-Flügler herum. »Und bin manövrierfähig.«
Aber jetzt war sie wütend. Die Champion und ihre Verteidiger waren von Korallenskippern umschwärmt, die auf Jainas oberem Schirm rot angezeigt wurden. Dieser Skipper dort, der erst jetzt zur Champion zurückkehrte, musste derjenige sein, der ihrem Jäger gerade ein paar Brandspuren an den Stabilisatoren verpasst hatte.
Sie rammte den Antriebshebel nach vorn.
Nun sah sie das große feindliche Schiff hinter der Champion. Es war etwas kleiner als ein Sternzerstörer und erinnerte Jaina an ein seltsames Meeresgeschöpf. Der dickste Arm zeigte nach vorn und enthielt wahrscheinlich die Brücke. Zwei dünne Arme wiesen nach den Seiten, zwei nach unten. Aus den unteren Armen ergoss sich bereits Plasma auf die Champion.
Zwei Ketten von E-Flüglern der Neuen Republik sausten auf den Neuankömmling zu. Jaina blieb direkt hinter dem Skipper, der sie angegriffen hatte, und drückte den Stotterabzug.
»Renegatengeschwader.« Der Ruf des Colonel überraschte sie. »Die Vong haben gerade die Schilde der Champ aufgesaugt. Ver­schwindet von hier!«
Was hatten sie getan - ein weiteres großes Schiff eingesetzt, das sich außerhalb von Jainas Blickfeld befand? Sie riss den Knüppel herum und beschleunigte.
Sie kam gerade an der Backbordgondel der Champion vorbei, als Licht aus dem Schiff brach. Langsam und mit einer unheimli­chen, tödlichen Schönheit riss an der glänzenden Seite der Champ eine Naht auf.
»Sticks«, schrie ihr eine Stimme ins Ohr. »Elf, weg von hier!«
»Volle Kraft, Sparky!«, rief Jaina. »Schnell …«
Die Explosion schleuderte sie gegen das Steuerpult. Die Ruder­pedale schienen sich durch ihre Beine drücken zu wollen. Die Sei­ten ihres Cockpits wurden eingebeult, dann waren sie verschwun­den. Eine Sirene kreischte im gleichen Rhythmus wie eine Com­puterstimme in ihren Ohren.
»Aussteigen, aussteigen!«
Verzweifelt keuchend zog sie sich tief in die Macht zurück. Bei­nahe …
Weiß glühender Schmerz spülte ihr Bewusstsein weg.

1

Jacen Solo stand zusammen mit seinem Vater vor der Flüchtlings­hütte aus Schlammziegeln, die sie auf Duro teilten. Jacens brauner Overall war mit einer Schicht aus grobkörnigem Staub überzogen, und sein welliges braunes Haar fiel ihm bis über die Ohren; es war noch nicht lang genug, dass er es hätte zurückbinden können. Un­ter der durchscheinenden grauen Synthplas-Kuppel war die allge­meine Anspannung intensiv zu spüren; sie wickelte sich um ihn wie eine tharanische Glasschlange - unsichtbar, aber in der Macht so deutlich wahrzunehmen, dass Jacen beinahe sehen konnte, wie sich die Windungen zusammenzogen.
Etwas würde geschehen. Er konnte es spüren, wenn er mithilfe der Macht lauschte. Etwas sehr Wichtiges, aber …
Was?
Eine Ryn mit samtigem Fell und stacheliger Mähne, die Borsten an Schwanz und Unterarmen grau vor Alter, redete gerade mit Ja­cens Vater, Han Solo.
»Das da sind unsere Karawanenschiffe«, bellte sie und fuchtel­te mit den Händen. »Unsere.« Sie schnaubte, und der Atem drang mit einem hupenden Geräusch durch die vier Löcher in ihrem Chitinschnabel.
Han drehte sich um und hätte dabei Jacen beinahe mit dem lin­ken Arm angerempelt. »Im Augenblick können wir es uns nicht leisten, sie in eine Umlaufbahn zu bringen, um die Systeme zu überprüfen. Deine Leute befanden sich in einem gesperrten Be­reich, Mezza.«
Mezzas weiches taupefarbenes Fell hatte orangerote Flecke. Ihre bläuliche Schwanzspitze zitterte, eine Geste, die Jacen inzwi­schen als Zeichen von Ungeduld zu deuten gelernt hatte.
»Gesperrter Bereich!«, fauchte sie. »Die Absperrung, durch die Ryn nicht kommen würden, ist noch nicht erfunden worden, und das da sind unsere Karawanenschiffe. Unsere.« Sie tippte auf die fadenscheinige Weste, die ihre breite Brust bedeckte. »Und sag mir jetzt bloß nicht, ich sollte dir vertrauen, Captain. Das tun wir. Aber SELCORE vertrauen wir nicht. SELCORE und diesen Leuten da oben.« Sie zeigte zum Himmel.
Hans Mundwinkel zuckten, und der siebzehnjährige Jacen spürte beinahe, wie angestrengt sein Vater sich das Lachen ver­kneifen musste. Han Solo konnte es verstehen, wenn die Flücht­linge sich auf inoffizielle Erkundungsflüge begaben, besonders mit ihren eigenen Schiffen. Aber Han trug die Verantwortung für diese Siedlung. Also durfte er sich nicht anmerken lassen, wie sehr ihn das alles erheiterte, denn man erwartete von ihm, dass er die Anordnungen von SELCORE durchsetzte und diesen jugend­lichen Kriminellen zumindest öffentlich die Leviten las. Er und Mezza würden das eigentliche Problem zweifellos später unter vier Augen besprechen.
Und jetzt stürzte sich Han erst einmal in die Auseinanderset­zung.
Jacen beobachtete das Schauspiel und versuchte, ein weiteres Teil des Puzzles zu finden, das er in jeder einzelnen Zelle seines Wesens wahrnahm. Er war als Jedi ausgebildet und ungewöhn­lich wahrnehmungsfähig, und er wusste genau, dass die Macht kurz davor stand, sich zu verschieben.
Diesmal wagte er nicht, die Anzeichen zu ignorieren.
In seinem rechten Wangenknochen kribbelte es. Er berührte ver­legen seine Wange, dann strich er sich abermals das Haar aus dem Gesicht. Er brauchte dringend einen Haarschnitt, aber hier interes­sierte sich niemand dafür, wie er aussah. Seine Beine wuchsen immer noch, und seine Schultern wurden breiter. Er fühlte sich wie ein ungelenker Hybride aus ausgebildetem Jedi und kaum er­wachsenem Jungen.
Er lehnte sich gegen die Außenwand der Hütte und starrte auf sein neues Zuhause hinaus. Die Kuppel war von SELCORE, der Flüchtlingsorganisation der Neuen Republik, errichtet worden und sollte tausend Siedlern Platz bieten. Selbstverständlich hatte man zwölfhundert hineingezwängt. Außer den ausgestoßenen Ryn gab es mehrere hundert verzweifelte Menschen, zerbrechli­che Vors, Vuvrianer mit ihren riesigen runden Köpfen - und einen jungen Hutt.

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