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Star Wars, Jedi-Padawan, Bd.7, Der bedrohte Tempel
 
 
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Star Wars, Jedi-Padawan, Bd.7, Der bedrohte Tempel [Taschenbuch]

Jude Watson , Judy Bundell
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis ...
Der Jedi-Tempel auf Coruscant wird erschüttert. Jemand hat versucht, Yoda zu töten. Wer knüpft die Fäden in diesem heimtückischen Spiel? Jeder ist verdächtig - denn die Bedrohung kommt von innen.
Der 13jährige Jedi-Schüler Obi-Wan Kenobi und sein Meister Qui-Gon Jinn müssen die Verschwörung aufdecken. Oder aber mit ansehen, wie der Tempel zerstört wird ...

Über den Autor

Jude Watson heißt eigentlich Judy Bundell und ist eine preisgekrönte Autorin für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Berühmt wurde sie unter ihrem Pseudonym für ihre Star-Wars-Romane. Sie lebt mit ihrem Mann in Katonah, USA, in der Nähe von New York.

Auszug aus Star Wars, Jedi-Padawan, Bd.7, Der bedrohte Tempel von Jude Watson. Copyright © 2000. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Obi-Wan Kenobi spürte die Veränderung im Tempel, noch bevor er ihn betreten hatte. Der Tempel war normalerweise ein Ort der Meditation und der Unterweisung; die Stille, die so besänftigend wirkte, wurde oft von leisem Lachen hinter einer geschlossenen Tür unterbrochen, von den aufgeregten Stimmen kleiner Kinder oder dem gedämpften Geräusch plätschernder Brunnen. Doch jetzt, so dachte Obi-Wan, ist die friedliche Stimmung verschwunden. Die Stille war eigenartig. Diese Stille ging nicht von Menschen aus, die mit ihrem Tagwerk beschäftigt waren. Es war die angespannte Stille eines Ortes, der belagert wurde. Obi-Wan stand mit seinem ehemaligen Meister Qui- Gon Jinn vor der geschlossenen Tür des Ratssaals der Jedi. Man würde sie jeden Augenblick hineinrufen. Man hatte sie aus dem schrecklichsten aller nur erdenklichen Gründe zum Tempel zurückgerufen - es war ein Anschlag auf das Leben von Jedi-Meister Yoda verübt worden. Obi-Wan warf Qui-Gon einen Blick zu. Einem Unbeteiligten hätte Qui-Gon den Eindruck vermittelt, als wäre er ruhig wie immer. Doch Obi-Wan wusste es besser. Er spürte die starke Anspannung, die hinter dem Anschein der Gelassenheit verborgen war. Im Tempel war die höchste Sicherheitsstufe ausgerufen worden. Wie immer war er für Fremde nicht zugänglich. Doch jetzt waren sogar Jedi-Ritter dazu angehalten, bis auf weiteres fernzubleiben. Jede Ankunft und jede Abreise wurde überwacht und es war niemandem gestattet, den Tempel zu verlassen - nur die allerdringendsten Missionen waren davon ausgenommen. Obwohl die meisten Qui-Gon vom Sehen her kannten, mussten er und Obi-Wan sich einem Retina-Scan unterziehen, bevor sie den Tempel von der Ebene des Raumhafens her betreten durften. Qui-Gon hatte eine ganze Weile mit dem Finger auf den Griff seines Lichtschwerts getrommelt und dann damit aufgehört. Sein Gesichtsausdruck entspannte sich und Obi-Wan wusste, dass Qui-Gon nach der Macht griff, um seine innere Ruhe wiederzufinden. Obi-Wan versuchte derweil, seine eigene Aufregung zu bekämpfen. In ihm brannten Fragen und Vermutungen, er wagte es jedoch nicht, das Schweigen zu brechen. Die Beziehung zwischen ihm und seinem ehemaligen Jedi-Meister war abgekühlt, nachdem Obi-Wan beschlossen hatte, nicht mehr länger Qui-Gons Pada- wan zu sein. Er hatte seine Jedi-Ausbildung abgebrochen, um den jungen Leuten auf Melida/Daan zu helfen, Frieden auf ihren Planeten zu bringen. Obi-Wan war jetzt klar, was für einen Fehler er gemacht hatte. Er war durch und durch ein Jedi. Alles, was er wollte, war wieder in den Orden der Jedi aufgenommen und wieder Qui-Gons Padawan zu werden. Qui-Gon hatte Obi-Wan gesagt, dass er ihm seinen Entschluss, die Jedi zu verlassen, vergeben hatte. Doch warum herrschte dann diese bedrückende Stille zwischen ihnen, wenn Qui-Gon ihm wirklich vergeben hatte? Qui-Gon war verschlossen, doch Obi-Wan erkannte die Wärme und den Respekt, den er oft in den Augen seines ehemaligen Meisters gesehen hatte - und den manchmal aufblitzenden Humor. Obi-Wan wusste, dass sein Schicksal auf dem Spiel stand, wenn er in den Ratssaal gerufen wurde. Sein Herz schlug höher bei dem Gedanken, dass der Rat vielleicht schon beschlossen hatte, ihn wieder aufzunehmen. Er hatte Yoda bereits mitgeteilt, dass er seinen Entschluss zutiefst bereute. Er hoffte, dass Yoda für ihn gesprochen hatte. Obi-Wan presste eine Hand gegen seine Stirn. Vor lauter Aufregung begann er zu schwitzen. Oder war es im Tempel wärmer als sonst? Er wollte gerade Qui-Gon fragen, als sich die Tür zum Ratssaal mit einem Zischen öffnete. Obi-Wan ging hinter Qui-Gon in den Saal. Graues Licht durchflutete den Saal von den großen Fenstern, die den Blick über die weißen Türme und Giebel von Coruscant frei gaben. Die Wolken dort draußen sahen wie metallene Tücher aus. Immer wieder blitzte etwas auf, wenn ein Sonnenstrahl durch die Wolkendecke auf die Flügel eines Raumjägers fiel. Obi-Wan war noch nicht oft im Ratssaal gewesen. Doch jedes Mal hatte ihn die starke Präsenz der Macht beeindruckt. Die Luft schien bei so vielen in einem Raum versammelten Jedi-Meistern förmlich von der Macht geladen zu sein. Seine Augen suchten sofort nach Yoda. Er war erleichtert, den Jedi-Meister äußerlich ruhig und gesund auf seinem üblichen Platz sitzen zu sehen. Yoda schaute ihn kurz an und richtete seinen Blick dann auf Qui-Gon. Obi-Wan spürte einen Anflug von Sorge. Er hätte sich gewünscht, dass Yodas Blick etwas ermutigender gewesen wäre. Qui-Gon stellte sich in die Mitte der Runde. Obi-Wan folgte ihm. Einer der Ratsältesten, Mace Windu, verschwendete keine Zeit mit einführenden Worten. "Vielen Dank für euer Kommen", sagte er in seiner respektvollen Art. Er zog besorgt die Augenbrauen zusammen. "Um ehrlich zu sein, dieses Ereignis hat uns tief getroffen. Meister Yoda war wie gewöhnlich vor dem Morgengrauen aufgestanden, um zu meditieren. Er ging zum Saal der Tau- send Quellen, wiederum wie sonst auch. Bevor er eine der Brücken erreichte, spürte er eine Welle der dunklen Seite der Macht. Er zögerte und horchte aufmerksam auf die Macht. Einen Herzschlag später explodierte ein Sprengsatz, der unter der Brücke angebracht war. Sinn und Zweck war, Yoda umzubringen. Glücklicherweise ist er nicht so leicht zu täuschen." Mace Windu hielt inne. Ein Schauer schien alle im Ratsaal zu durchfahren. So viele profitierten von Yodas Weisheit.
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