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Star Wars, Jedi-Padawan, Bd.5, Die Rächer der Toten
 
 
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Star Wars, Jedi-Padawan, Bd.5, Die Rächer der Toten [Taschenbuch]

Jude Watson , Judy Bundell
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 157 Seiten
  • Verlag: Dino Verlag GmbH; Auflage: 1 (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3897482053
  • ISBN-13: 978-3897482050
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 12,1 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 129.436 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Es war einmal vor langer Zeit, in einer weit, weit entfernten Galaxis...
Der junge Obi-Wan kenobi verstößst gegen eine grundsätzliche Regel der Jedi. Es kommt zum Konflikt mit seinem Meister Qui-Gon Jinn.
Die Rächer der Toten leben in der Vergangenheit und zerstören dabei die Zukunft. Doch eine Gruppe von Jugendlichen, angeführt von den beiden Teenagern Cerasi und Nield, begehren dagegen auf.
Der dreizehnjährige Obi-Wan Kenobi und sein Jedi-Meister Qui-Gon Jinn sind gehalten, in Kriegen nicht Partei zu ergreifen. Doch als Obi-Wan Cerasi und Nield trifft, spürt er, dass er an ihrer Seite kämpfen muss. Der Aufstand gerät zu einer persönlichen Auseinandersetzung. Obi-Wan und Qui-Gon stehen auf unterschiedlichen Seiten...

Auszug aus Star Wars, Jedi-Padawan, Bd.5, Die Rächer der Toten von Jude Watson. Copyright © 2000. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Der Raumjäger schoss dicht über der Oberfläche von Melida/Daan dahin. Auf dem rauen Gelände dort unten standen gewaltige Gebäude aus dunklem Stein, in riesigen, perfekten Quadraten angeordnet. Fenster oder Türen waren keine zu sehen. Obi-Wan Kenobi betrachtete sie durch die Sichtscheibe, während er den Jäger steuerte. "Was könnte das Eurer Meinung nach sein?", fragte er Qui-Gon Jinn. "Ich habe so etwas noch nie gesehen." "Ich weiß es nicht", antwortete der Jedi-Ritter. Er beobachtete die Landschaft mit seinen stechend blauen Augen. "Vielleicht Lagerhäuser. Oder militärische Anlagen." "Dort könnten Ortungseinrichtungen versteckt sein", gab Obi-Wan zu bedenken. "Ich habe nichts auf dem Scanner. Aber lass uns sicherheitshalber tiefer fliegen." Ohne langsamer zu werden lenkte Obi-Wan den Jäger dichter an die Planetenoberfläche heran. Eine Landschaft voller Steine glitt am Sichtfenster vorüber. Obi-Wan hielt die Hände bei aufgedrehtem Triebwerk fest an den Kon- trollen. Die kleinste falsche Bewegung könnte zum Absturz führen. "Wenn wir noch etwas tiefer gehen, kann ich eine Molekularanalyse der obersten Bodenschicht vornehmen", bemerkte Qui-Gon vom Kopilotensitz aus. "Du fliegst zu tief für diese Geschwindigkeit, Padawan. Wenn uns ein Felsblock in die Quere kommt, gibt es eine außerplanmäßige Bruchlandung." Sein Tonfall war milde, doch Obi-Wan wusste, dass Qui-Gon keine Widerrede akzeptieren würde. Obi-Wan war Qui-Gons Schüler und eine der Jedi-Regeln war, dass die Anweisung eines Meisters nicht in Frage gestellt wurde. Widerwillig zog Obi-Wan die Kontrollen leicht zurück. Der Raumjäger stieg ein paar Meter höher. Qui-Gon sah ständig nach vorn, noch immer nach einem Landeplatz suchend. Sie erreichten die Außenbezirke von Zehava, der Hauptstadt des Planeten Melida/Daan. Es war äußerst wichtig, dass ihre Ankunft unbemerkt blieb. Der blutige Bürgerkrieg auf Melida/Daan tobte schon seit dreißig Jahren. Er war die Fortsetzung eines Konflikts, der Jahrhunderte alt war. Die zwei sich bekriegenden Völker, die Melida und die Daan, konnten sich nicht einmal über den Namen ihres Planeten einigen. Die Melida nannten ihn Melida und die Daan nannten ihn Daan. Als Kompromiss benutzte der Galaktische Senat beide Namen mit einem Schrägstrich. Jedes Dorf und jede Stadt auf dem Planeten war heiß umkämpft, in dauernden Kämpfen wurden Territorien gewonnen und wieder verloren. Die Hauptstadt Zehava war fast immer belagert, da sich die Grenzen zwischen Melida und Daan ständig veränderten. Obi-Wan wusste, dass sich der Jedi-Meister Yoda auf ihren Erfolg in dieser Mission verließ. Er hatte sie unter den vielen Jedi mit Bedacht ausgewählt. Diese Mission war ihm wichtig. Wochen zuvor war eine der besten Schülerinnen, die Jedi-Ritterin Tahl, als Friedenswächter nach Melida/Daan gekommen. Tahl war unter den Jedi-Rittern für ihre diplomatischen Fähigkeiten bekannt. Die beiden verfeindeten Seiten hatten kurz vor einer Einigung gestanden, als der Krieg wieder ausgebrochen war. Tahl war schwer verwundet und von den Melida gefangen genommen worden. Nur Tage zuvor war es Yoda gelungen, eine Nachricht zu seinem ursprünglichen Mittelsmann zu schicken, einem Melida namens Wehutti. Wehutti hatte zugestimmt, Obi-Wan und Qui-Gon in die Stadt zu schleusen und ihnen bei Tahls Freilassung zu helfen. Obi-Wan wusste, dass die vor ihnen liegende Mission schwieriger und gefährlicher als üblich war. Dieses Mal waren die Jedi nicht eingeladen worden, um einen Streit beizulegen. Sie waren nicht willkommen. Der letzte Jedi- Gesandte war gefangen genommen, vielleicht sogar getötet worden. Er schaute zu seinem Meister hinüber. Qui-Gons ruhiger, stetiger Blick schweifte über die Landschaft vor ih- nen. Obi-Wan konnte nicht erkennen, ob er angespannt oder besorgt war. Zu den vielen Dingen, die Obi-Wan an seinem Meister bewunderte, zählte seine Ausgeglichenheit. Er hatte Qui- Gons Padawan werden wollen, weil der Jedi wegen seines Mutes, seiner Fähigkeiten und seiner Beherrschung der Macht bewundert wurde. Auch wenn sie manchmal Meinungsverschiedenheiten hatten, empfand Obi-Wan tiefen Respekt für den Jedi-Meister. "Siehst du diese Schlucht?", fragte Qui-Gon, der sich nach vorn lehnte und darauf deutete. "Wenn du zwischen den Wänden landen kannst, können wir den Raumjäger dort verstecken. Es wird allerdings eng." "Kein Problem", meinte Obi-Wan. Er behielt die Geschwindigkeit bei und startete den Senkflug. "Langsamer", warnte Qui-Gon. "Ich schaffe es", versprach Obi-Wan und biss die Zähne zusammen. Er war einer der besten Piloten im Jedi-Tempel gewesen. Warum musste ihn Qui-Gon immer wieder zurechtweisen? Er zischte durch die schmale Öffnung, nur einen Zentimeter Platz auf jeder Seite. Doch im letzten Augenblick - zu spät - sah er, dass eine der Klippen einen schmalen Vorsprung hatte. Ein ächzendes Geräusch erfüllte das Cockpit, als eine Seite des Jägers daran entlang kratzte. Obi-Wan setzte den Jäger auf und fuhr die Maschinen herunter. Qui-Gon wollte er lieber nicht ansehen. Doch er wusste, was es bedeutete, ein Jedi zu sein: Die Verantwortung für jeden Fehler zu übernehmen. Sein Blick wanderte beschämt zu Qui-Gon. Er war erleichtert, als er sah, dass Qui-Gon eher belustigt schien. "Ich bin froh, dass wir nicht versprochen haben, den Raumjäger ohne Kratzer zurückzubringen", sagte er. Obi-Wan grinste. Sie hatten den Transporter von Königin Veda auf dem Planeten Gala ausgeliehen, wo sie ihre letzte Mission erfolgreich abgeschlossen hatten. Als sie aus dem Raumjäger in das steinige Gelände von Melida/Daan hinunterkletterten, hielt Qui-Gon inne. "Es gibt eine große Erschütterung in der Macht auf dieser Welt", stellte er fest. "Dieser Ort wird von Hass beherrscht." "Ja, ich fühle es", sagte Obi-Wan. "Wir müssen hier sehr vorsichtig sein, Padawan. "Wenn ein Ort von so viel unkontrollierten Gefühlen erfüllt ist, ist es schwer, neutral zu bleiben. Erinnere dich immer daran, dass du ein Jedi bist. Du bist hier, um zu beobachten und zu helfen, wo du kannst. Unsere Mission ist es, Tahl zum Tempel zurückzubringen." "Ja, Meister." Das Unterholz war dicht und voller Blätter. Sie konnten einfach große Äste abreißen und den Raumjäger damit abdecken. So war er aus der Luft nicht mehr sichtbar. Mit geschulterten Survival-Packs gingen die beiden Jedi zum Stadtrand von Zehava. Man hatte sie instruiert, sich von Westen zu nähern, wo sie Wehutti an einem von den Melida kontrollierten Tor treffen würden.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Jude Watson hat mit diesem Buch ein heikles Thema angeschnitten. Doch auch solche Episoden gehören in das Verhältnis zwischen Meister und Padawan. Zu Anfang dachte ich, dass diese Reihe wieder nur eine heile Welt widerspiegln würde, was sehr unrealistisch gewesen wäre, doch ich lag falsch. Denn diese Beziehung macht wirklich alle Höhen und Tiefen einer Beziehung mit. Der Autorin ein grooßes Lob. Machen sie weiter so!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Jedi am Scheideweg 16. Oktober 2008
Seit Jahrzehnten herrscht auf Melida/Daan ein grausamer Bürgerkrieg zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen des Planeten. Ganze Generationen sind dem gewaltsamen Konflikt schon zum Opfer gefallen und selbst eine Intervention durch die Jedi hat das Blutvergießen bisher nicht stoppen können.

Bei dem jüngsten Versuch des Ordens zwischen den Parteien zu vermitteln, wurde die Jedi-Ritterin Tahl ausgeschickt, welche nun als vermisst gilt. Qui-Gon Jinn und sein Padawan Obi-Wan Kenobi werden ausgesandt, um sie zu finden und sicher zurück in die Obhut des Tempels zu bringen. Doch schon wenige Stunden nach ihrer Landung auf Melida/Daan wird ihnen klar, dass es selbst einem Jedi schwer fällt in diesem Krieg neutral zu bleiben.

Mit "Die Rächer der Toten", dem ersten Band des Melida/Daan-Zweiteilers, führt Jude Watson ihre "Jedi-Padawan"-Reihe fort und schlägt dabei einen, im Vergleich zu den Vorgängern, eher düsteren Ton an. Obi-Wan, der in der Widerstandsgruppe der "Jungen" neue Freunde findet, sieht sich plötzlich zu einer Entscheidung gezwungen. Entweder kämpft er auf Seiten der "Jungen" für die vermeintlich gerechte Sache oder er folgt dem Pfad des Jedi und kehrt damit dem Planeten den Rücken.

Wie sich der junge Jedi entscheidet soll hier nicht verraten werden. Fakt ist jedoch: Durch eben diesen Gewissenskonflikt wirkt "Die Rächer der Toten" wesentlich reifer und glaubwürdiger als die bisherigen Vorgänger. Zudem kann sowohl der junge als auch der ältere Leser schneller einen Bezug zu der Handlung herstellen, ist doch ein ewig andauernder Krieg zwischen zwei Volksgruppen etwas, das man auch in der Realität leider immer wieder finden wird. Die Tragik ist auch hier, dass beide Parteien den Grund für ihr kriegerisches Handeln gegeneinander schon längst vergessen haben und man nur noch des Kämpfens willen seine jeweiligen Truppen vorantreibt. Eigentlich völlig kriegsmüde, sehnt man sich nach einem Ende eines Konflikts, in dem keiner willens ist, ihn friedlich zu beenden.

Insgesamt ist "Der Rächer der Toten" der bisher beste, weil spannendste und reifste Band der Reihe, wenngleich auch er wieder viel zu kurz ausfällt. Nicht nur die Thematik des sinnlosen Krieges überzeugt, auch der Schluss lässt diesmal gleich eine Vielzahl von Fragen offen (wie entwickelt sich das Meister-Schüler-Verhältnis von Qui-Gon Jinn und Obi-Wan Kenobi weiter?) und motiviert zur Lektüre des Nachfolgers.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mario Pf. HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
"Rächer der Toten" ist der erste Band des Melida/Dann-Zweiteilers, in dessen Verlauf Obi-Wan die schwere Entscheidung treffen muss, ob der Weg der Jedi überhaupt der richtige für ihn ist. Wendet er sich von den Jedi ab, kann er seinen neuen Freunden auf Melida/Daan helfen, folgt er seinem Meister aber weiter, nimmt er den Tod seiner Freunde und noch mehr unschuldige Opfer im Bürgerkrieg der Melida und Daan in Kauf.

Als die Jedi-Ritterin Tahl im Verlauf einer Vermittlungsmission auf dem in einem Bürgerkrieg versunkenen Planeten Melida/Daan von einheimischen Kriegern gefangen genommen wurde, sendet der Jedi-Rat Meister Qui-Gon Jinn und seinen Padawan Obi-Wan Kenobi aus, um die Jedi-Ritterin zu befreien. Auf dieser Welt, in der ganze Generationen durch sinnlose Kriege ausgelöscht wurden, findet Obi-Wan in der Widerstandsgruppe, der "Jungen" neue Freunde. Schon bald sieht er sich jedoch gezwungen zwischen der gerechten Sache der Jungen und dem Weg der Jedi zu entscheiden...

Wie in manch anderen (anspruchsvolleren) Werken der Science-Fiction spiegelt sich auch in "Rächer der Toten" ein gewisser Realitätsbezug wieder. Zwei Volksgruppen die sich seit Ewigkeiten gegenseitig abschlachten und gar nicht mehr wissen wie ihr Krieg begann, sondern in einer endlosen Spirale aus Racheakten leben stehen im Zentrum der Handlung, ebenso wie der junge Obi-Wan Kenobi, der sich zwischen Jedi und den Jungen entscheiden muss. Die Jungen sind kriegsmüde und haben bereits erlebt wie ihre Eltern, Großeltern und auch Geschwister im Krieg sterben mussten, nur um die Toten zu rächen. Sie wollen den Krieg beenden und ein gemeinsames Leben zwischen Melida und Daan ermöglichen. Die Jedi wollen sich in diesen Konflikt jedoch nicht mehr einmischen und Melida/Daan nach Tahls Rettung sich selbst überlassen - verständlich wie schwer Obi-Wan seine Entscheidung fällt, denn lange Jahre hat er sich nichts mehr gewünscht als ein Jedi-Ritter zu werden und doch kann er es mit seinen Idealen nicht vereinen, sich von seinen Freunden und dem Kampf für den Frieden abzuwenden. Meister und Schüler sind sich über ihr weiteres Vorgehen längst nicht mehr einig und ihre Beziehung wird auf eine schwere Prüfung gestellt.

Fazit:
Ein überraschend tiefsinniger Meister-Schüler-Konflikt, der trotzdem nicht allzu kompliziert geraten ist.
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