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Star Wars, Jedi-Padawan, Bd.6, Der ungewisse Weg
 
 
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Star Wars, Jedi-Padawan, Bd.6, Der ungewisse Weg [Taschenbuch]

Jude Watson , Dominik Kuhn , Judy Bundell
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Es war einmal vor langer Zeit, in einer weit, weit entfernten Galaxis...
In den Jahren vor Star Wars - Episode I zweifelt der dreizehnjährige Obi-Wan Kenobi an seiner Bestimmung zum Jedi.
Obi-Wan ist kein Jedi mehr. Er hat beschlossen, die Revolution auf dem Planeten Melida/Daan zu unterstützen. Sein Meister Qui-Gon Jinn kehrt allein nach Coruscant zurück, wo mysteriöse Vorgänge im Jedi-Tempel für Unsicherheit sorgen.
Obi-Wan fühlt sich seinen Freunden verbunden - den Anführern der Revolution. Gemeinsam sind sie mächtig, vielleicht zu mächtig. Doch aus Freunden werden Feinde und Obi-Wans Weg scheint immer ungewisser. Qui-Gon steht ihm nicht mehr zur Seite - Obi-Wan ist auf sich allein gestellt.

Über den Autor

Jude Watson heißt eigentlich Judy Bundell und ist eine preisgekrönte Autorin für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Berühmt wurde sie unter ihrem Pseudonym für ihre Star-Wars-Romane. Sie lebt mit ihrem Mann in Katonah, USA, in der Nähe von New York.Dominik Kuhn ist Regisseur, Autor, Übersetzer und Kreativstratege.

Auszug aus Star Wars, Jedi-Padawan, Bd.6, Der ungewisse Weg von Jude Watson. Copyright © 2000. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Obi-Wan ging zwischen den Reihen der Gräber in einem Tunnel unter der Stadt Zehava umher. Oben auf den Straßen tobten die Kämpfe. Das Geräusch der Explosionen war gedämpft. Doch jedes Mal, wenn Obi-Wan den dumpfen Donner eines Protonen-Torpedos hörte, zuckte er unweigerlich zusammen. Er konnte sich nur zu gut vorstellen, welchen Schaden der Sprengkörper angerichtet hatte. Die Angreifer hatten Raumjäger und die Bodentruppen der Jungen wurden bombardiert. Um ihn herum tauchten die Umrisse weiterer Gräber aus der Finsternis auf. Die Jungen hatten ihr Hauptquartier in den Tunneln unter der Stadt eingerichtet. Sie hatten das Gewölbe eines alten Mausoleums als Hauptquartier gewählt. "Obi-Wan, setz dich hin", sagte seine Freundin Cerasi. "Du machst mich ganz schwindlig." In kritischen Situationen blieb Cerasi immer ruhig. Nield, ein großer, schlanker Junge mit dunklen Augen, hingegen war besorgter. Obi-Wan bemerkte die Anspannung auf ihren Gesichtern. Er konnte sich nicht daran er- innern, wann einer von ihnen das letzte Mal geschlafen hatte. Sie hatten zwei Wochen lang auf den Straßen gekämpft. Jetzt warteten sie auf Nachrichten, auf die sie so lange hingearbeitet hatten. Die drei hatten Die Jungen im Kampf für den Frieden auf dem Planeten Melida/Daan angeführt. Doch bis jetzt war ihr Krieg gegen die Älteren nur eine weitere Auseinandersetzung in der blutigen Geschichte von Melida/ Daan. Der Planet war seit Jahrhunderten von einem Konflikt erschüttert, in dem die beiden Gruppen Melida und Daan um die Herrschaft stritten. Die Jungen hatten schließlich Frieden gefordert. Die Älteren hatten sich geweigert - und so kämpften jetzt die Kinder von Melida/ Daan um die Rettung ihres Planeten. Obi-Wan hatte noch nie zuvor stärker an eine Sache geglaubt. Er hatte seine Jedi-Ausbildung dafür aufgegeben. Nachdem er zunächst darum gekämpft hatte, Padawan des großen Jedi-Meisters Qui-Gon Jinn zu werden, hatte er seinen Lehrer verlassen, um auf einem fremden Planeten für den Frieden zu kämpfen. Manchmal schien es ihm unvorstellbar, dass er diese Entscheidung getroffen hatte. Doch jedes Mal, wenn er seine Freunde ansah, wurde ihm klar, weshalb er es getan hatte. Er hatte sich noch nie jemandem so nahe gefühlt wie Nield und Cerasi. Cerasis kristallgrüne Augen leuchteten in ihrem schmutzigen, verschwitzten Gesicht. Sie deutete mit der Hand auf einen Platz auf dem Grab, auf dem sie mit Nield saß. "Ich bin sicher, dass es nicht lange dauert, bis Mawat den Tunnel zum Raumhafen frei gekämpft hat", versicherte sie Obi-Wan. "Es muss ihm gelingen", sagte Obi-Wan besorgt, als er sich zwischen die beiden setzte. "Wir müssen zuschlagen, wenn die Raumjäger betankt werden. Das ist unsere einzige Hoffnung." Obi-Wan hatte bemerkt, dass die Raumjäger immer in einer Welle angriffen. Die meisten der hoch entwickelten Waffensysteme mussten ständig neu ausgerüstet und gewartet werden. Die Völker kämpften schon so lange, dass die Ausrüstung völlig abgenutzt war. Die veralterten Raumjäger mussten immer wieder aufgetankt und überprüft werden. Aber der Fehler der Älteren war, dass sie immer die gesamte Flotte gleichzeitig betankten. Und das bedeutete, dass sie angreifbar waren. Obi-Wans Plan war, den Raumhafen beim Auftanken mit einer kleinen Gruppe einzunehmen. Während ein Mitglied der Gruppe die Antriebskonverter der Raumjäger außer Betrieb setzte, sollten andere Wache halten. Wenn es zu einem Kampf kommen würde, mussten die Sicherheitskräfte unbedingt abgelenkt werden. Der Plan war risikoreich. Wenn sie jedoch Erfolg haben würden, wäre ihnen der Sieg sicher. In der Zwischenzeit hatte die mittlere Generation den Jungen ihre Unterstützung zugesagt. Sie würden eine Allianz mit den Jungen bilden, aber nur wenn der Sieg in Sicht war. Wenn Die Jungen die Unterstützung der wenigen bekämen, die von der mittleren Generation übrig geblieben waren, wären die Älteren in der Unterzahl. Mawat, der Anführer der Scavenger-Jungen, erweiterte gerade einen engen Seitentunnel, der in den Kraftwerksschacht des Raumhafens führte. Von dort konnten sie durch ein Gitter im Boden in den Raumhafen gelangen. "Wir brauchen nur exaktes Timing und Glück", sagte Cerasi. Obi-Wan lächelte. "Wir doch nicht. Wir brauchen kein Glück." "Jeder braucht Glück", stieß Nield hervor. Sie sahen einander an. Sie hielten ihre Hände dicht aneinander, gerade so dicht, dass sie sich nicht berührten. Diese Geste war ein Ritual, das sie während der vielen Kämpfe der letzten Wochen entwickelt hatten. Plötzlich stürmte ein kleines, dünnes Mädchen in das Gewölbe. "Mawat meint, wir sind so weit." "Danke, Roenni", sagte Obi-Wan und sprang auf. "Bist du bereit?" Sie nickte und hielt einen Fusionsschneider hoch. "Ich bin bereit." Ihm war nicht wohl dabei, Roenni einzubeziehen. Sie war jünger und hatte auch noch an keinem der Kämpfe teilgenommen, aber ihr Vater war einer der Mechaniker für die Raumjäger gewesen. Sie war zwischen allen nur erdenklichen Transportmaschinen groß geworden. Sie wusste, wie man einen Fusionsschneider benutzte und einen Antriebskonverter außer Betrieb setzte. Obi-Wan baute darauf, dass sie klein und beweglich war. Klein genug, um durch die untere Frachtluke in den Raumjäger einzusteigen und mit etwas Glück würde ihr das gelingen, ohne gesehen zu werden.
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