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Star Wars: Erben des Imperiums
 
 
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Star Wars: Erben des Imperiums [Taschenbuch]

Timothy Zahn , Thomas Ziegler
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (51 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Fünf Jahre nach der Rückkehr der Jedi-Ritter: Die Rebellenallianz hat den zweiten Todesstern zerstört; Darth Vader und der Imperator sind tot, aber das Imperium ist nicht besiegt. Der neue Oberkommandierende der Flotte, Großadmiral Thrwan, rüstet zum entscheidenden Schlag gegen die Rebellen. Und als alles mehr und mehr darauf hindeutet, dass sich ein Verräter in den eigenen Reihen befindet, müssen Luke Skywalker, Leia und Han Solo ihrem wirklichen Gegner ins Auge sehen - der dunklen Seite der Macht, die lebendiger ist als je zuvor.

Über den Autor

Timothy Zahn wurde 1951 in Chicago geboren, lebt in Oregon und ist heute einer der beliebtesten Science-Fiction-Autoren der USA. Sein bekanntestes Werk ist die Thrawn-Trilogie, die mehrere Jahre nach dem Ende von "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" spielt und die Geschichte des Star-Wars-Universums in eine neue Zeit vorantreibt ("Expanded Universe"). Diesen Büchern folgte eine Reihe weiterer Star-Wars-Romane. Für seine Novelle Cascade Point wurde Zahn mit dem renommierten "Hugo Award" ausgezeichnet.

Auszug aus Star Wars, Erben des Imperiums von Timothy Zahn, Thomas Ziegler. Copyright © 2005. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Captain Pellaeon?" rief eine Stimme vom backbord gelegenen Mannschaftsstand herunter und übertönte das Summen der Hintergrundgespräche. "Eine Meldung von den Patrouillenbooten: Die Scoutschiffe haben soeben den Hyperraum verlassen."

Pellaeon beugte sich über die Schulter des Mannes am Kontrollmonitor der Schimäre und ignorierte den Ruf. "Überprüfen Sie diesen Reflex", befahl er und tippte mit dem Lichtstift gegen das Diagramm auf dem Bildschirm.

Der Techniker warf ihm einen fragenden Blick zu. "Sir...?" "Ich habe es gehört", sagte Pellaeon. "Sie haben Ihren Befehl, Lieutenant."

"Ja, Sir", sagte der Mann gehorsam und machte sich an die Überprüfung des Reflexes.

"Captain Pellaeon?" meldete sich die Stimme wieder, näher diesmal. Pellaeon hielt die Augen auf den Kontrollmonitor gerichtet und wartete, bis er näherkommende Schritte hörte. Dann, mit der ganzen majestätischen Würde, die sich ein Mann in fünfzig Jahren Dienst bei der imperialen Flotte aneignete, richtete er sich auf und drehte sich um.

Die energischen Schritte des jungen diensthabenden Offiziers verlangsamten sich, kamen zu einem abrupten Halt. "Uh, Sir..." Er blickte in Pellaeons Augen, und seine Stimme versagte.

Pellaeon ließ die Stille im Raum hängen, wartete eine Handvoll Herzschläge, lange genug, daß die Umstehenden es bemerkten. "Wir befinden uns hier nicht auf dem Viehmarkt von Shaum Hii,

Lieutenant Tschel", sagte er schließlich mit ruhiger, aber eiskalter Stimme. "Das ist die Brücke eines imperialen Sternzerstörers. Routinemäßige Meldungen werden hier nicht - ich wiederhole nicht- einfach in die ungefähre Richtung des Adressaten gebrüllt. Ist das klar?"

Tschel schluckte. "Jawohl, Sir."

Pellaeon fixierte ihn noch einige Sekunden mit starrem Blick und neigte dann den Kopf zu einem angedeuteten Nicken. "Gut. Berichten Sie."

"Jawohl, Sir." Tschel schluckte erneut. "Wir haben soeben eine Nachricht von den Patrouillenbooten erhalten, Sir; die Scouts sind von ihrem Aufklärungsflug ins Obroa-skai-System zurückgekehrt."

"Sehr gut." Pellaeon nickte. "Hat es Schwierigkeiten gegeben?"

"So gut wie keine - die Eingeborenen haben es ihnen offenbar übelgenommen, daß sie ihre Zentralbibliothek angezapft haben. Der Geschwadercommander sagte, sie wären eine Weile verfolgt worden, aber die Verfolger hätten ihre Spur bald verloren."

"Hoffentlich", meinte Pellaeon grimmig. Obroa-skai hatte für die Grenzregionen eine wichtige strategische Bedeutung, und nach den vorliegenden Geheiminformationen versuchte die Neue Republik mit aller Macht, sie auf ihre Seite zu ziehen. Wenn sich zum Zeitpunkt des Angriffs bewaffnete Rebellenschiffe im System aufgehalten hatten...

Nun, er würde es noch früh genug erfahren. "Sorgen Sie dafür, daß sich der Geschwadercommander auf der Brücke zum Rapport meldet, sobald die Schiffe an Bord sind", befahl er Tschel. "Und geben Sie für die Patrouillenboote Alarmstufe Gelb. Sie können gehen."

"Jawohl, Sir." Der Lieutenant vollführte eine militärisch-zackige Drehung und kehrte an die Kommunikationskonsole zurück.

Der junge Lieutenant... was, wie Pellaeon mit einem Anflug von alter Bitterkeit dachte, das eigentliche Problem war. In den alten Tagen - als sich das Imperium auf der Höhe seiner Macht befunden hatte - wäre ein so junger Mann wie Tschel niemals als Brückenoffizier auf einem Schiff wie der Schimäre eingesetzt worden. Heute aber...

Er sah auf den ebenso jungen Mann am Kontrollmonitor hinunter. Heute aber gab es an Bord der Schimäre nur junge Männer und Frauen.

Langsam ließ Pellaeon seine Blicke über die Brücke wandern und spürte, wie der alte Zorn und der alte Haß in ihm aufbrandeten. Er wußte, daß viele Commander der Flotte in dem ersten Todesstern nur einen dreisten Versuch des Imperators gesehen hatten, die militärische Macht des Imperiums völlig unter seine Kontrolle zu bringen, wie er es zuvor schon mit der politischen Macht des Imperiums getan hatte. Die Tatsache, daß er die nachgewiesene Verwundbarkeit der Kampfstation ignoriert und einen zweiten Todesstern erbaut hatte, mußte diesen Verdacht nur verstärken. In den höheren Rängen der Flotte gab es nur wenige, die seinen Tod ehrlich bedauert hätten - hätte er nicht den Supersternzerstörer Exekutor mit in den Untergang gerissen.

Selbst jetzt, fünf Jahre danach, zuckte Pellaeon bei der Erinnerung unwillkürlich zusammen: die Exekutor, wie sie steuerlos mit dem unfertigen Todesstern kollidierte und dann in der gewaltigen Explosion der Kampfstation verschwand. Der Verlust des Schiffes war schon schlimm genug gewesen; aber die Tatsache, daß es sich dabei um die Exekutor gehandelt hatte, machte alles noch viel schlimmer. Der Supersternzerstörer war Darth Vaders Schiff gewesen, und trotz der legendären - und oftmals mörderischen - Launenhaftigkeit des Dunklen Lords war der Dienst auf seinem Schiff identisch mit der Aussicht auf rasche Beförderung gewesen.

Was bedeutete, daß mit der Exekutor auch viele der besten jungen Offiziere und Mannschaftsdienstgrade gestorben waren. (...)

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