Seit dem Tod des Imperators sind nur wenige Monate vergangen und doch hat die Neue Republik bereits begonnen, dass zerfallende Imperium von frisch gebackenen Kriegsherren zurückzuerobern. Der große Sieg lässt jedoch auch manche auf ihren Lebensweg zurückblicken, wie Luke Skywalker, der sich an Bord von Mon Mothmas Flaggschiff New Hope nun seiner Kindheit und Jugend erinnert. Beginnend mit einem 4jährigen Luke der sich zeitweise beobachtet und doch beschützt fühlt, jedoch noch nicht ahnen kann, dass sein stiller Beschützer Obi-Wan Kenobi ist. Und es folgen lange Erinnerungssequenzen an Lukes Kindheits- und Jugendabenteuer als verwegener Neffe eines Feuchtfarmers, der Fragen nach seinen Eltern stellt, die ihm nicht beantwortet werden, das Grab seiner Großmutter möglichst umgeht, zufällig und ahnungslos über den Schauplatz von Anakin Skywalkers Tusken-Massaker stolpert und sogar einmal Obi-Wan Kenobi begegnet. Ja später sucht Luke sogar einmal ehemalige Rennfahrerkollegen seines Vaters auf, um sich ein Bild von diesem zu machen.
Soweit reicht das neue Material, welches Ryder Windhams Luke Skywalker-Biografie zu bieten hat. Was dann noch folgt sind etwa geschnittene Szenen aus Episode IV wie Biggs Abschied von Luke oder auch einige Text-Adaptionen von Archie Goodwins Classic Star Wars-Comics. Nichts bedeutendes also, da kann man für seine 8,95 Euro durchaus bessere Star Wars Romane ergattern und von einem Jugendbuch unterscheidet sich Windhams mittlerweile dritte Biografie nur durch den Euro den es mehr kostet und einer höheren Seitenzahl, die sich dank der jugendbuchtypischen großen Schrift nicht wirklich rechnet. Wie schon Windhams Bücher zu Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker ein Büchlein das man wirklich nicht gelesen haben braucht und sich nur für die Sammler unter den Fans eignet.
Denn dank des eng gesetzten Rahmens sind es zunächst einmal Lukes Jugenderinnerungen die einem ins Auge stechen und selbst für Jugendbuch-Verhältnisse sind diese ziemlich platt und farblos geraten. Spannend wird es erst mit Lukes Aufbruch von Tatooine und danach findet man sich regelmäßig in Abenteuern der alten Marvel Comics wieder, die zu Recht heute primär Kuriositätenwert genießen. Deren Trash-Faktor kombiniert mit den Abenteuern eines Farmerjungen ergeben einen besonders bizarren Mix, der sich im Übrigen durch Belanglosigkeit auszeichnet. Lukes Persönlichkeit wird weder neu beleuchtet, noch wird wirklich grundlegend Neues über ihn preisgegeben. Lukes Biografie bleibt nachwievor unvollständig und außer minimalistischen Inhaltsangaben der Filme weiß auch Ryder Windham wenig zu den Wendepunkten in Lukes Leben zu sagen.
Fazit:
Eine Anschaffung die sich höchstens lohnen würde um das Buch schön bei den anderen im Regal stehen zu haben.