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3.0 von 5 Sternen
Sieht so das Schicksal der Jedi-Ritter aus?, 11. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Star Wars: Fate of the Jedi: Outcast (Gebundene Ausgabe)
Einen bezeichnenden Titel hat man für die Nachfolgereihe von Legacy of the Force gefunden. Nach Darth Caedus Gastspiel steht nämlich das Schicksal der Jedi auf dem Spiel und an Luke Skywalker statuieren die neuen Mächtigen der Galaxis ein Exempel, der Großmeister des Ordens wird gewissermaßen als mitschuldig für Jacen Solos Taten angeklagt und ins Exil verbannt. Leser von James Lucenos Millenium Falcon wissen das natürlich bereits. Zwei Jahre seit dem Sturz Jacen Solos ist wieder ein fragiler Frieden in die Galaxis eingekehrt und die neue Staatschefin der Galaktischen Allianz Admiral Natasi Daala hat zumindest das Imperium unter Jag Fel und die Konföderation wieder an den Verhandlungstisch bringen können, um eine mögliche Wiederherstellung der Galaktischen Allianz, wie sie vor dem Krieg existierte, ins Auge zu fassen. Doch zugleich schlägt Daala eine harte Linie gegen den Jedi-Orden ein und lässt Anklage gegen Luke Sykwalker erheben. Nur durch einen Deal gelingt es Luke schlimmeres zu vermeiden und doch bedeutet das für ihn 10 Jahre Exil. Dabei würde ihn der Jedi-Orden gerade jetzt brauchen, sind doch 2 Jedi-Ritter einer mysteriösen Geisteskrankheit zum Opfer gefallen und stellen sich gegen alles und jeden. Da ihr seltsamer Geisteszustand und die medizinischen Befunde jedoch an eine Macht-Technik Jacens erinnern, könnte Luke dies ideal mit der einzigen Möglichkeit verknüpfen eine Begnadigung zu erlangen. Kann er nämlich einem von Daala eingesetzten Tribunal beweisen, wie Jacen zu seinen Taten verleitet werden konnte, darf er das Exil verlassen. So beginnen er und Ben die Reise Jacens nach Ende des Yuuzhan Vong-Krieges zu verfolgen. Zugleich reisen Han, Leia und Allana nach Kessel, wo Lando Calrissian um ihre Hilfe gebeten hat... Schon vor Ende von Legacy of the Force war klar, dass es zu einer Fortsetzung kommen würde und wieder sind es 9 Bücher, von denen das erste erneut Aaron Allston anvertraut wurde. Und auch inhaltlich ist Fate of the Jedi 1 vorangegangen Werken sehr ähnlich, nur dass die Konstellation eine neue ist. Diesmal tobt kein Krieg in der Galaxis, weshalb Raumschlachten und militärische Manöver, wie sie Aaron Allstons Stärke sind, weitgehend fehlen. Doch wie schon in The New Jedi Order stehen die Jedi in Miskredit und auch wenn sie sich durch den Anwalt Nawara Ven gegen Daalas Bestrebungen sie unter Kontrolle zu bringen teilweise wehren können, kämpfen sie doch auf verlorenen Posten. Die neue Staatschefin schickt Luke ins Exil, der damit hoffte andere Jedi vor einer Anklage zu schützen, etwa Kyp Durron, dessen Auslieferung die Moffs des Imperial Remnant zumindest formal bereits verlangt hätten. Die goldenen Zeiten für Lukes Jedi-Orden sind vorbei, seit Jacen Solo die Ära Cal Omas gewaltsam beendet hat. Der Jedi-Rat der einst sogar Anteil an der Regierung hatte ist eine ohnehin zweifelhafte Institution, hat Luke doch mit der Schaffung des Amtes eines Großmeisters alle Macht in die Hände eben dieses Einzelnen gelegt und muss nun selbst das Feld räumen. Immer noch spürt man das Vermächtnis der Legacy-Bücher, die Galaxis ist chaotisch, ein rauer und feindlicher Ort, der von oft eigennützigen politischen Funktionären beherrscht wird. So ist Fate of the Jedi gewissermaßen die Fortsetzung jenes episch breiten Dramas, das in der NJO-Ära ihren Anfang nahm und mit dem Beginn von Legacy seine wahren Tiefen erkennen ließ. Überlang, immer in Serien gegliedert und somit kostspielig ist sie, diese Geschichte, von Aufstieg und Fall des neuen Jedi-Ordens und der Republik, die sich nun nur noch Allianz nennt. Die Erfahrung aus LotF lässt wenig Hoffnung für FotJ, wenn man seitens der Projektleitung nicht darauf geachtet hat, dass sich die Autoren besser koordinieren und nicht mehr jeder für sich eine oft nur noch in Rahmenbedingungen aneinander angepasste Story mit einem Set eigener Helden erzählt. Zumindest in einer Hinsicht ist diese Hoffnung berechtigt, man will erklären wie Jacen zu Darth Caedus werden konnte, was LotF nur unzureichend zustandebrachte und der Kardinalfehler der gesamten Reihe war. Bedauerlich wenn man dazu noch mal 9 Bücher nachlegt, die einzig von Lukes Odyssee zu erzählen scheinen, um eben dieses Mysterium zu lüften. Dabei spielt man wieder stark auf der politischen Klaviatur und spricht sehr Legacy-like davon, dass Daala und die Militärs die Macht der Jedi beschneiden wollen, was die Furcht vor einer neuen Jedi-Verfolgung im Raum stehen lässt. Dabei wäre Outcast an sich ein eher mittelmäßiger Band, der nur etwas holprig daherkommt und an Allstons schlechtere Bücher erinnert. Was irgendwie fehlt ist der Stil den er im bedauerlicherweise fast genialen Betrayal verwirklichen konnte. So gut Betrayal aus meiner Sicht war, so schlecht war die nachfolgende Reihe, vielleicht ist das nun anders oder Fate ist zumindest in den folgenden 8 Bänden mittelmäßig und nicht von so massiv schwankender Qualität wie Legacy. Die Story von Outcast ist durchaus spannend, wenngleich nicht überragend fesselnd, wohl auch weil es zu keinen wirklichen Enthüllungen kommt. Das Werk baut auf, führt die wichtigsten Handlungsfäden ein und man ist gespannt was da noch kommen wird. Fazit: Kein überragender Beginn für die Fortsetzung von Legacy of the Force. Luke Skywalker im Exil, wo er Jacens Reisen nachverfolgt und etwas sucht, dass ihm eine Begnadigung verschaffen könnte, während junge Jedi-Ritter einer seltsamen Geisteskrankheit erliegen, die sie zur Gefahr für die Allgemeinheit werden lassen und Staatschefin Daala in ihrem harten Kurs gegenüber den Jedi bestätigen.
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3.0 von 5 Sternen
Die Ruhe vor dem Sturm?, 14. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Star Wars: Fate of the Jedi: Outcast (Gebundene Ausgabe)
Outcast ist der erste Band der neuen Star Wars: Fate of the Jedi Serie, Nachfolger der New Jedi Order und chronologisch zwei Jahre nach Legacy of the Force angesiedelt. Wo die NJO jedoch mit einem Paukenschlag begann und auch Legacy nicht lange brauchte, um einen in seinen Bann zu ziehen, lässt es Outcast eher ruhig angehen. Zur Story: Da man in der Galactic Alliance so klug war, Natasi Daala - ehemalige Geliebte Tarkins, der gern mal einen Planeten mit Unschuldigen in die Luft sprengen ließ, wenn er nicht mit Daala beschäftigt war - zum neuen Chief of State zu machen, und diese schon immer einen Hass auf die Jedi hatte (siehe Jedi Academy Trilogie), dauert es natürlich nicht lange, bis sie auf die Idee kommt, Luke Skywalker wegen seiner angeblichen Verbrechen verhaften zu lassen. Zu diesen Verbrechen gehört es zum Beispiel, dass seine Jedi nicht lange genug am Tatort bleiben, wenn sie mal wieder jemandem zu Hilfe gekommen sind, was den Behörden ihre Arbeit erschwert. Außerdem schiebt man Luke noch Jacens Schreckensherrschaft in die Schuhe (obwohl Jacen nach wie vor an der Macht wäre, wenn sich Luke und die Jedi nicht gegen ihn gestellt hätten). Von derartig lückenloser Logik überzeugt, lässt sich Luke ins Exil schicken, um für seine Verbrechen zu büßen. Der Jedi-Orden muss nun 10 Jahre lang sehen, wie er ohne ihn auskommt, was problematisch werden könnte, da jedem Jedi bereits wenige Tage nach Lukes Aufbruch ein Aufpasser zur Seite gestellt wird, von dem sie auf Schritt und Tritt begleitet werden sollen. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich das alles nicht sonderlich überzeugt hat. Die Regulierungs- und Kontrollwut unserer Zeit scheint nun auch Einzug ins SW-Universum zu halten - das Resultat ist desillusionierend. Die Jedi müssen ihre Schlachten diesmal in einem Gerichtssaal schlagen und machen dabei keine gute Figur. Hilflos stehen sie denen gegenüber, die gerade das politische Ruder in Händen halten und damit - wie so oft - nach Lust und Laune den Kurs (und die Gesetze) ändern. Es ist nicht einmal unrealistisch. Würde es auf unserer Erde eine Gruppe von Menschen mit Kräften wie denen der Jedi geben, wäre der Ruf nach mehr Kontrolle wohl noch die harmloseste Reaktion. Wir sind in diesem Buch aber nun mal nicht auf der Erde, sondern im SW-Universum; dort sollte die Geschichte eine andere sein. Star Wars hat als Weltraummärchen begonnen, und in einem solchen interessiert sich weder der Held noch der Leser sonderlich für die kleinkarierte Einhaltung fiktiver Paragraphen. Der Rest des Buches ist im Übrigen wenig spektakulär. Han und Leia helfen Lando dabei, Kessel vor dem Untergang zu retten. Ich hoffe, dass dies in den nächsten Bänden noch eine Rolle spielen wird; ansonsten wüsste ich nicht so recht, was das Ganze sollte. Dann ist da auch noch Luke, der zusammen mit Ben den Weg Jacens zurückverfolgen will, um herauszufinden, warum dieser der dunklen Seite der Macht verfallen ist. Ihr erster Stopp führt die beiden zu den Baran Do, einer Gruppe von Macht-Sensitiven, bei denen Jacen eine Zeit lang studiert hat. Hier gibt es natürlich ein kleines Problem zu lösen, und nachdem das erledigt ist, ist das Buch nach gerade einmal 302 Seiten bereits vorbei, ohne dass man erfahren hätte, worum es in Fate of the Jedi eigentlich gehen soll. Insgesamt ein etwas enttäuschender Auftakt dieser neuen Serie. Gerade von Aaron Allston, der eigentlich zu meinen Favoriten unter den SW-Autoren gehört, hätte ich mehr erwartet. Es bleibt zu hoffen, dass der zweite Band, der ebenfalls zuerst als Hardcover erscheint, besser wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Zwischen Gestern und Morgen, 13. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Star Wars: Fate of the Jedi: Outcast (Gebundene Ausgabe)
Der erste Band der neuen Fate of the Jedi Serie macht nicht nur äußerlich einen gewissen 'retro' Eindruck. Das schlichte Cover ohne den CGI Look der Legacy of the Force Serie erinnert doch stark an die alten Filme und klassische Filmposter. Und auch inhaltlich erinnert Outcast stark an klassische Expanded Universe Romane mit dem Fokus auf den bekannten Filmhelden. Vom Aufbau her ist der Roman dreigeteilt. Der erste Handlungsstrang verfolgt die Queste von Luke und Ben Skywalker auf den Spuren von Jacen Solos fünfjähriger Wanderung. Der zweite Handlungsstrang führt einmal mehr Han und Leia mit Lando Calrissian zusammen. Die Handlung scheint zunächst privater Natur und losgelöst vom restlichen Plot zu sein, aber man kann darüber spekulieren, ob der weitere Verlauf der Serie noch eine Verknüpfung herstellt oder ob dieser Teil wirklich nur an langjährige Fans und Leser gerichtet war, haben hier doch einige prominente und beliebte Nebencharaktere einen Gastauftritt und ist der Plot von zahlreichen Anspielungen gespickt, die den aufmerksamen Leser früherer Romane freuen werden. Der dritte Handlungsstrang bleibt bei Jaina Solo auf Coruscant und beschäftigt sich mit den aktuellen Problemen des Jedi Ordens. Auch der neue Anführer des Imperial Remnants, er selber spricht natürlich vom Galactic Empire, ist mit von der Partie, während Zekk auffällig fehlt. Allerdings soll er ja einen eigenen Post-LotF Roman gewidmet bekommen. Naturgemäß spielen in diesem Handlungsstrang auch die Horns eine nicht unwichtige Rolle. Handwerklich ist Allston wie immer perfekt. Auch sein berühmter Humor, der vor allem in seinen Dialogen zum Vorschein tritt, kommt nicht zu kurz. Kleinigkeiten bleiben etwas im Dunkeln, zum Beispiel könnte die Figur der Tahiri Veila näher beleuchtet werden. Dort bleibt einiges im Dunkeln des zweijährigen Zeitsprungs zwischen Invincible und Outcast. Auffällig ist die Konzentration des Plots auf individuelle Handlungen, die völlig auf größere Weltraumszenen, geschweige denn Schlachten verzichtet. Das mag Anhänger der NJO und LotF Reihen zunächst verschrecken, knüpft aber an klassische Romane des EUs an. Wie eingangs beschrieben erinnert Outcast an Romane aus der Zeit vor den Erben der Jediritter. Trotzdem ist der Roman alles andere als rückwärts gewand. Am politischen Horizont zeichnen sich dunkle Wolken ab und die politischen Angriffe auf den Jedi Orden spitzen sich zu. Wer die Legacy Comicreihe oder zumindestens die darin entworfene Zukunftsvision des Star Wars Universums verfolgt hat, wird in Outcast erste Ansätze erahnen, die diese Entwicklung vorantreiben werden. Ganz sicher wird die FotJ Reihe noch sehr spannend werden. Outcast hat sich grundsätzlich solide vier Sternen verdient. Für die momentane Rückbesinnung auf alte Tugenden und stärkere Fokussierung auf die Charaktere und individuelle Handlungsmotivationen würde ich einen halben Punkt drauflegen, wenn es diese Bewertung gäbe, so bleibt es bei sehr guten vier Sternen. Ich bin mir dabei aber auch der subjektiven Entscheidung bewusst und Fans, die mehr Anhänger der LotF und NJO Serien sind und die darin liegenden Veränderungen an Erzählweise und Handlungen begrüßt haben, würden vermutlich meinen halben Bonuspunkt abziehen und die Bewertung eher auf drei Sterne abrunden.
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