Kommentar
Vollmundige Titel sind für Krieg-der-Sterne-Merchandise nichts Neues. So klingt auch "Die illustrierte Enzyklopädie" zunächst nach viel Inhalt. Der "Inhalt" jedoch erstreckt sich auf magere 64 Seiten, von denen 5 bereits für Einleitung und Inhaltsübersicht verbraten werden. Der Rest setzt sich aus zwar wunderschönen Aufnahmen der Schauspieler, Kulissen und CGI-Charaktere zusammen, aber bietet an Informationen kaum etwas Neues.
Einige erklärende Texten zum Kostüm eines Charakters lassen mich ahnen, dass es sich nicht nur um einen Bildband handelt. Dass diese Umschreibungen zum Teil völlig überflüssig sind, möchte ich am Artikel zum Obersten Kanzer Palpatine festmachen: Dass sein Kostüm aus einem "Senatorenkragen" und einer "Amtsschärpe" besteht, mag noch recht interessant sein, doch wenn man sein Gesicht mit Strichen versieht und dazu schreibt "Stets makellos frisiertes Haar" oder "Gesichtsausdruck verheißt Stabilität, Sicherheit, Gerechtigkeit und Frieden" frage ich mich ernsthaft, ob James Luceno nicht nur Lückenfüller verfasst.
Das Buch bietet wenig Inhalt. Für Leute, die nur die Filme kennen, mag Einiges zwar durchaus neu und interessant sein (beispielsweise: Woher kommt Anakins Gesichtsnarbe?), aber für wirkliche Fans, die auch das Erweiterte Universum kennen, ist die illustrierte Enzyklopädie nur Geldverschwendung in schöner Verpackung.
Auswirkung auf den Kanon
Keine. Die illustrierte Enzyklopädie enthüllt Altbekanntes, was man bereits durch Comics, Romane oder andere Sachbücher erfahren hat. Höchsten die Anzahl an Patronen an einem Wookiee-Waffengurt ist neu.