Amazon.de
Episode III ist der düsterste Star Wars-Film bislang. Kein Wunder, zeigt das Sternenepos doch, wie Anakin Skywalker seinen Weg zur dunklen Seite der Macht vollendet und zum gefürchteten Schreckenslord Darth Vader wird. Dabei geht er im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen, was auch seine Frau Padmé schmerzhaft zu spüren bekommt.

Die Jedi müssen erkennen, dass sie getäuscht worden sind und sehen ihrer drohenden Vernichtung entgegen. Natürlich geizt das Weltraumspektakel auch nicht mit sensationellen Effekten: Eine gigantische Raumschlacht erwartet die Zuschauer gleich zu Beginn des Films und auch der Kampf der Wookies, die - rekrutiert aus australischen Basketballspielern - ihren Heimatplaneten Kashyyyk verteidigen, ist atemberaubend. Dramatischer Höhepunkt des Films ist ohne Zweifel das Lichtschwertduell zwischen Anakin und Obi-Wan, das die beiden bis in die dunkelsten Abgründe der Hölle führt.
Star Wars-Schöpfer George Lucas schwelgt in düsteren Farben und verleiht der Tragik des Geschehens in brutaler Offenheit Ausdruck. Das hat dem Film, der nicht zu Unrecht Die Die Rache der Sith verheißt, auch die FSK-Freigabe ab 12 Jahren eingebracht. Erwarten Sie kein Happy-End, keine Rettung in letzter Sekunde. Eine neue Hoffnung gibt es erst in Episode IV. -- Birgit Schwenger
Star Wars DVDs im Überblick:
![]() Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung | ![]() Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger | ![]() Star Wars - Clone Wars, Vol. 1 | ![]() Star Wars - Ewoks | ![]() Star Wars Trilogie |
Movieman.de
Ab der zweiten Hälfte dann, wenn aus Annakin Darth Vader wird, wird es außerordentlich spannend und Lucas konzentriert sich mit ungestümer Geschwindigkeit auf das Erreichen des bekannten und doch unbekannten Endes. Wenn dann Lord Vader in seinem Anzug steckt und ihm die Maske aufgesetzt wird, setzt eine endlos scheinende Pause ein, in der man unbewusst auch den Atem anhält. Und dann... dieses dämonische, unheilvolle und berühmte Atmen... die Transformation von Annakin zu Darth Vader, vom Guten zum Bösen, ist abgeschlossen.
Abschliessend bin ich der Meinung, dass die dritte Episode alle Fragen beantwortet, die man sich die letzten 28 Jahren Star Wars gestellt hat. Der Film ist rund, er ist schlüssig, aber in einigen Dingen zu verspielt, will zu sehr Allen gefallen. Die Tierflut ist zwar weitgehend eingedämmt und die CGIs sind auch wieder etwas besser gelungen (für diesen Anspruch), aber für den düstersten Teil der Saga, darf es auch ruhig flächendeckend bedrohlich sein. Auf jeden Fall ein sehr wertvoller Film, der für die SFX-Episode 1 und 2 entschädigen wird. Denn hier erzählt die Geschichte den Film und nicht Industrial Light and Magic. Fazit: Der beste aller 6 Teile, die Saga ist vollendet.
Moviemans Kommentar zur DVD: Sensationelles Bild und Ton mit geringem Tiefgangmanko und excellenten Extrapaket.
Bild: Das digitale Mastering entstammt einer digitalen Vorlage und bringt damit beste Voraussetzungen für einen optimalen Transfer mit. Diese Annahme wird auch würdig bestätigt durch ein bis in feinste Details (z.B. der Raumhafen bei 00.22.50) scharfes Bild, das selbst weit entfernte Details, wie Personen am Fenster im Hintergrund noch klar erkennbar abbildet. Gelegentlich, vor allem in farbintensiven Momenten, bei dem Kampf in der Nähe der Lava, weichen Gesichtskonturen schon etwas auf und die Haare verklumpen schon zu einer eineitlichen Masse. Insgesamt überhaupt kein Problem und nur leises Gemecker, wie ich halt so bin. Der Weltraum ist schon in der berühmten Einleitungssequenz so tief schwarz, wie die Nächte Kanadas und zeigt weit entfernte kleine Sterne, so dass man an Realaufnahmen denken würde, die aber so durch atmosphärische Störungen gar nicht filmbar wären. Grieseln oder Artefakte sind der Disc nur meßtechnisch nachzuweisen und auf der 5-Meter-Redaktionsleinwand ein wenig erkennbar, aber als harmlos einzustufen. Hier wurde das THX-Siegel zu Recht vergeben.
Sound: Über 2 Stunden hinweg martern die 8 Lautsprecher das Trommelfell mit einer Kaskade von Atmoeffekten im Raumschiffinnern, bis hin zu krachenden Einschlägen von Granaten. Die Detailvielfalt ist wirklich außerordentlich und die Erwartungshaltung an ein solches Spektakel wird erfüllt. Leider geht Lucas in diesem Teil dazu über, in besonders actionlastigen Szenen, die Musik lauter zu drehen und die Effekte in den Hintergrund treten zu lassen. Keine Panik! Es gibt jede Menge Effekte, aber der wirklich markerschütternde Bumms aus der Episode 1 (z.B. das Vorbeifliegen der Raumschiffe) bleibt hier deutlich gezähmt. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass die Fans das mögen. Schließlich investieren nicht wenige eben wegen solcher Filme in ausgefeilte Elektronik, um den maximalen Punch zu spüren. Hat John Williams George Lucas zur dunklen Seite der Akustik gezogen? Nun denn, es gibt eine Fülle Effekte, vor allem wenn die Laserschwerter gezückt wurden, aber dies ermüdet aufgrund seiner Häufigkeit ein wenig. Die englische EX-Tonspur klingt glaichauf mit der deutschen Tonspur und nutzt in einem guten Dutzend Szenen auch den EX-Kanal mit ein wenig Schwerterzischen. Thats it. Reicht ja auch.
Extras: Der Audiokommentar der Creme der Produktion ist außerordentlich attraktiv geraten und gottlob untertitelbar. Ansonsten wäre die Flut von Informationen für einen deutschen Durchschnitts-Zuschauer nicht zu bewältigen. Der Hammer ist allerdings die Doku "In einer Minute". Hier wird eine einzige Minute (in Wirklichkeit sind es 52 Sekunden), aus dem Kampf auf der von Lava umfluteten Brücke von A-Z aufbereitet. 78 Minuten lang werden wahrlich einzigartige Einblicke in die Welt einer Megaproduktion gewährt. 1 Minute, an der 910 Menschen Monate lang gearbeitet haben. Das sollte Schule machen, nein es ist bereits Schule. Wirklich sensationell. Die 15 Minuten "Der Auserwählte" befassen sich mit 30 Jahren Darth Vader und sind ein gelungenes Feature für die große dunkle Fangemeinde des schwarzen Lords. Die 6 Bonusszenen gibt es wahlweise mit einer Einleitung von George Lucas und dauern zusammen knapp 10 Minuten. Etwas konfus ist allerdings das Kapitelmenü, aus dem man schon mal nur mit viel Mühe wieder in das Hauptmenü gelangt. Auch fehlt den Kapiteln jeglicher Text. Auch beginnt der THX-Optimizer immer noch entgegen jeder bekannten Praxis mit der Kontrasteinstellung vor der Helligkeitseinstellung. Auch in den fernen USA sollte klar sein, das es nur umgekehrt wirklich gute Ergebnisse geben kann. --movieman.de
VideoMarkt
Video.de
Blickpunkt: Film
Nach den Kinderjahren von 'Episode I' und dem Romantikkitsch von 'Episode II' bietet das Finale Grande wenig Angriffsflächen für die Fangemeinde. Lucas, der die Anakin-Amidala-Lovestory nie wirklich in den Griff bekam, zieht sich hier auffallend daraus zurück. Wenige Szenen thematisieren die Schwangerschaft und Anakins Angst, seine Frau zu verlieren - das Hauptmotiv für seine Annäherung an die dunkle Seite, die ihm verspricht, den Tod zu überwinden. Auch wenn Amidala im letzten Akt wieder in die Handlung eingreift, bleibt diese Beziehung skizzenhaft, wird überlagert von der Vater-Sohn-Dynamik zwischen dem Jedi und Kanzler Palpatine, der das Isolationsgefühl des Waisen benutzt, um ihn auf seine Seite zu ziehen. Wundern über die Attraktion der Schattenfraktion, die auch in der Faszination der Vader-Figur zum Ausdruck kommt, muss sich keiner. Sind die Jedi heroische, aber distanzierte Geschöpfe, die ihre Gefühle kontrollieren und damit nicht zulassen, leben die Sith mit ihren Emotionen, sind damit trotz ihrer Ziele und Taten menschlicher als die entrückten Nobelkrieger. Lucas ist fasziniert von diesem Aspekt, zeigt die Zerrissenheit Anakins und die Kluft zwischen rational und emotional.
Wie schon in den ersten Prequels wird eine starke neue Figur als Repräsentant des Bösen eingeführt. General Grievous, eine komplette CGI-Kreation, verbindet als Cyborg Organisches und Mechanisches und hat als Anführer der Droiden-Armee Palpatine entführt. Das resultiert zu Beginn des Films in der einzigen, aber eindrucksvollen Raumschlacht und schließlich in der Tötung Count Dookus durch den jungen Skywalker. Ein Mosaikstein im Masterplan des Kanzlers, der in seinem Schützling das Misstrauen gegen die Jedi sät, die vermeintlich Senat und Republik kontrollieren wollen. Als Anakin trotz seiner Leistungen nicht zum Master ernannt wird, geht die Saat auf. Das Drehbuch trennt Meister und Schüler, lässt Obi-Wan Grievous verfolgen, damit das Gift Palpatines bei Anakin wirken kann. Mit der Enttarnung des Kanzlers als Sith Lord und dem Duell mit Jedi-Master Windu, der im Kampf eherne Ordens-Regeln bricht, vollzieht sich die Wende, bricht Anakins Weltbild zusammen. Vom väterlichen Mentor, der alle Jedi töten will, als Darth Vader getauft, wird dieser zur Vernichtungsmaschine, die sogar Kinder tötet. Parallelen zum Dritten Reich, die bereits in der ersten Trilogie deutlich wurden, sind offensichtlich - auch in der Architektur. Auf einem Vulkanplaneten kommt es schließlich zur finalen, in ihren Effekten nicht immer überzeugenden Abrechnung zwischen Obi-Wan und seinem Schüler, vollzieht sich der letzte Schritt der Verwandlung Vaders.
Sein erstes Schnaufen ist eine opernhafte Verbeugung vor den Erwartungen der Fans, denen sich der ganze Film verpflichtet hat. Viele traumhafte Panoramen gibt es zu bestaunen, wie auch zahlreiche rasante Laserduelle und Verfolgungsjagden. In den Actionszenen dominiert das Element Mensch, dominiert der Zweikampf, der so viele Gliedmaßen und Opfer kostet wie kein Teil der 'Star Wars'-Reihe zuvor. Wie gewohnt werden viele unterschiedliche Planeten in den Plot integriert, darunter auch der Heimatplanet der Wookies, die allerdings nur ein kurzes Gastspiel geben. Auch wenn Hayden Christensen das emotionale Spektrum seiner Figur nicht ausspielen kann, wird die Tragödie Vaders, die in verblendeter Wahrnehmung und kompletter Verstümmelung gipfelt, deutlich. Darauf kam es Lucas an, der keinen Grund hat, sich mit Yodas 'Versagt ich habe' zu solidarisieren. Alles fügt sich, alles endet, und trotz kleiner Defizite ist es eine Leistung des Films, dass man diesen Abschied wirklich bedauert. kob.




