Mit Troy Dennings Dunkles Nest-Trilogie soll ein Übergang von Erbe der Jedi-Ritter Wächter der Macht geschaffen werden. Der Krieg mit den Yuuzhan Vong ist nun also vorbei und es herrscht wieder Frieden in der Galaxis, da ein neuer Jedi-Orden mit einem frischgebackenen Jedi-Rat die Bürger der galaktischen Allianz beschützt, doch auch der Wiederaufbau Coruscants und zahlreicher anderer Planeten kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es innerhalb der GA noch immer Spannungen gibt. Nicht zuletzt ist auch der Jedi-Rat geteilter Meinung über seine Aufgaben und Pflichten gegenüber der galaktischen Allianz.
Über 30 Jahre nach dem Tod von Imperator Palpatine und 5 Jahre nach dem Ende der Invasion durch die Yuuzhan Vong befindet sich die weit weit entfernte Galaxis erneut in Gefahr. Als die Überlebenden der folgenschweren Myrkr-Mission plötzlich in den unbekannten Regionen verschwinden und sich dort in einen Grenzkonflikt mit den Chiss einmischen, macht sich Luke Skywalker zusammen mit Jedi-Meisterin Saba Sebatyne, seiner Frau Mara Jade und Sohn Ben auf den Weg, um das Schlimmste zu verhindern.
Angekommen in den unbekannten Regionen stellt sich heraus, dass eine schnell expandierende Insektenkolonie sich an der Grenze zum Raum der Chiss ausgebreitet hat. Die Besonderheit dieser Kolonie ist es, dass sie auch andere Lebewesen in ihr kollektives Bewusstsein einbindet (diese werden zu so genannten Joinern). Wie sich herausstellt stehen außer Jacen Solo sämtliche Jedi-Ritter nun unter Kontrolle des Willens der Kolonie, welcher vom einst für vermisst gehaltenen Jedi-Schüler Raynar Thul ausgeht. Raynar, der ja in der Schlacht um Myrkr von den dunklen Jedi Lomi Plo und Welk entführt wurde, hat den Absturz ihres Raumschiffs schwer verletzt überlebt und wurde über die Jahre zu einem Teil der Kolonie. Nun hat er seine alten Freunde zu sich gerufen, um sie im Namen der Kolonie um Hilfe zu bitten. Doch auch wenn es Raynar nicht wahr haben will, so haben auch Lomi und Welk den Absturz überlebt, so dass ein dunkles Nest entstehen konnte, welches versucht die Kolonie in einen Krieg gegen die Chiss zu drängen. Zusammen versuchen die Skywalkers und Solos einen Krieg unter Beteiligung von Jedi zu verhindern, während das dunkle Nest beginnt ihre Friedensbemühungen zu sabotieren...
Genau betrachtet ist die Dunkles Nest-Trilogie nicht mehr als ein einfacher Lückenfüller zwischen den beiden großen Buch-Reihen Erbe der Jedi-Ritter und dem kommenden 9teiligen Zyklus Wächter der Macht. Und wie das mit solchen Lückenfüllern halt oft ist, glänzen sie nicht gerade durch faszinierende Story und großartige Geschehnisse. Ähnliches trifft sogar auf Die Königsdrohne zu, dass nach Erbe der Jedi-Ritter trotz aller Kritik Interesse für Wächter der Macht wecken soll, dabei werden zwar einige storywichtige "Geheimnisse" enthüllt, doch beeinflusst es die folgenden Ereignisse nur passiv. Man hätte sich Dunkles Nest ja auch sparen können und selbst wenn man diese Trilogie nicht liest, versäumt man in Wächter der Macht nichts.
Selbst in Sachen Spannung ist das ganze problematisch und erinnert an die zahlreichen Trilogien der 90er-Jahre, die auch nicht immer das Gelbe vom Ei waren. Schlussendlich hätte man die Trilogie auch auf einen etwas überlangen Band kürzen können, ein Vorgehen dass dem Fan einige Euros, Zeit und Nerven sparen würde, außerdem könnte die gestrafftere Story vielleicht wirklich begeistern, aber der Trend geht halt zu mehr Bänden und weniger Handlung.
Einige Ereignisse, so zum Beispiel Jacen Solos erweiteretes Verständnis der Macht und die Einstellung des Jedi-Ordens zur galaktischen Allianz und ein schicksalshaftes Ereignis aus dem zweiten Band Die verborgene Königin dürften zweifellos als Vorschau auf Wächter der Macht gedacht sein. Also ist die Zeit die man mit Dunkles Nest verbringt nicht ganz verloren, da man ohnehin auf Wächter der Macht noch etwas warten muss.
Fazit:
Der Beginn einer eigentlich gar nicht so schlechten Geschichte, hätte man sie auf ein einziges Buch gekürzt und nicht auf eine überlange Trilogie gestreckt.