Aus der Amazon.de Redaktion
Düstere Zeiten sind für die Republik angebrochen. Die Jedi sind nahezu vernichtet und Kanzler Palpatine hat sich zum Imperator aufgeschwungen. Der Senat hat jede Macht verloren, und eine Armee von Klonkriegern hält die Schreckensherrschaft des Imperators aufrecht. Doch noch immer gibt es einige Außenwelten, die sich dem Griff Palpatines entziehen, und die letzten Überlebenden der Jedis kämpfen verzweifelt darum, doch noch einmal das Schicksal zu wenden.
Anakin Skywalker ist als Darth Vader die rechte Hand des Imperators und soll dafür sorgen, dass der noch verbliebene Widerstand der Republik gebrochen wird. Eines Tages erhält er die Nachricht, dass die beiden Jedimeister Roan Shryne und Bol Chatak und die Padawan Olee Starstone der Vernichtung des Jedi-Ordens entgangen sind und nun versuchen, überall in der Galaxis Kräfte zu mobilisieren, um gegen Palpatine zu kämpfen. Darth Vader nimmt die Verfolgung auf -- er ahnt nicht, dass die Jedi auch seine Zwillingskinder Luke und Leia bei sich haben und nach einem sicheren Versteck für sie suchen.
Wie schon in Labyrinth des Bösen erzählt James Luceno eine packende, actionreiche Geschichte, die sich perfekt in das Star Wars-Universum einpasst. Besonders gelungen ist die Charakterisierung der Figur Anakin Skywalker, der hier als der in sich zerrissene, tragische Held dargestellt wird, der er im abschließenden sechsten Teil des Filmepos ist. Damit schafft der Roman eine gute Grundlage für eventuelle weitere Bände, die zwischen der neuen und der alten Trilogie angesiedelt sind. Dunkler Lord schließt so manche Lücke in der Geschichte Darth Vaders und ist deshalb natürlich für jeden Star Wars-Fan unverzichtbar! -- Steffi Pritzens
Pressestimmen
Kurzbeschreibung
Anakin Skywalker ist tot – diese Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer durch die Galaxis, die unter der Schreckensherrschaft des neuen Imperators Palpatine erbebt. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, denn aus dem edlen Jedi-Ritter ist Darth Vader geworden, der mächtigste Gefolgsmann des neuen Imperators. Der Dunkle Lord hadert mit seinem Schicksal und dem, was er als Verrat seiner früheren Freunde ansieht. Da erhält er die Nachricht, dass versprengte Jedi-Trupps die Vernichtung ihres Ordens überlebt haben – und dass sie Luke und Leia verbergen, seine Zwillingskinder …
Die erfolgreichste Weltraum-Saga aller Zeiten geht weiter!
Der Schlüsselroman über Darth Vader, den tragischen Oberschurken des Star-Wars-Universums.
Klappentext
Cinema
"Jede Menge filmreife Action! Am Ende glühen die Seiten wie die Laserschwerter im Buch."
Bild am Sonntag
Über den Autor
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Die Belagerungen am äußeren Rand
1
Murkhana.
In den letzten Stunden der Klonkriege
Als Roan Shryne die wirbelnden Wolken sah, die die Wetterstationen von Murkhana erzeugt hatten, fühlte er sich an die Meditationssitzungen erinnert, zu denen sein ehemaliger Meister ihn angeleitet hatte. Ganz gleich, wie angestrengt sich Shryne darauf konzentriert hatte, die Macht zu berühren, vor seinem geistigen Auge war kaum mehr als wirbelndes Weiß erschienen. Jahre später, als er sich besser damit ausgekannt hatte, Gedanken verstummen zu lassen und sich ins Licht zu versenken, begannen visuelle Fragmente aus dieser farblosen Leere aufzutauchen - Teile eines Puzzlespiels, die sich nach und nach zusammenfügten und erkennbarer wurden. Allerdings nicht auf bewusste Weise, obwohl sie ihm häufig deutlich machten, dass seine weltlichen Taten in Einklang mit dem Willen der Macht standen.
Häufig, aber nicht immer.
Wenn er von dem Kurs abwich, auf den die Macht ihn gebracht hatte, wurde das vertraute Weiß erneut von gewaltigen Strömungen bewegt, manchmal durchschossen von Rot, als schaute er mit geschlossenen Augen ins grelle Leuchten einer Mittagssonne.
Rot geflecktes Weiß sah er nun auch, als er tiefer in die Atmosphäre von Murkhana eintauchte. Die Geräuschkulisse dazu war widerhallender Donner, das Rauschen des Winds, ein Gewirr gedämpfter Stimmen ...
Er stand nahe an der Schiebetür, die normalerweise das Truppenabteil eines Kanonenboots der Republik verschloss. Nur Augenblicke zuvor waren sie vom vorderen Frachtraum der Gallant aus gestartet, eines Sternzerstörers der Victory-Klasse, der nun von Vulture- und Droiden-Tri-Jägern gehetzt wurde und auf den Befehl wartete, tiefer in Murkhanas künstliche Wolkendecke einzudringen. Neben und hinter Shryne standen Klonsoldaten, Helme fest um die Köpfe geschlossen, Blaster an der Seite, Gürtel mit Munitionsmagazinen behängt, und unterhielten sich auf die Weise, wie es abgebrühte Soldaten häufig vor dem Kampf taten. Sie versuchten, ihre Bedenken mit Witzeleien zu verdrängen, die sich auf ihre Welt bezogen und die Shryne bis auf die Tatsache, dass es sich um recht grimmigen Humor handelte, nicht verstand.
Der Trägheitsausgleich des Kanonenboots gestattete ihnen, ruhig dazustehen; weder der Beschuss vom Boden aus noch die Ausweichmanöver der Piloten vorbei an Raketen und Wolken weiß glühenden Schrapnells brachten das Schiff zum Wackeln. Raketen wurden deshalb eingesetzt, weil die Separatisten nicht nur die Wolken bewirkt, sondern Murkhanas Luft auch mit Anti-Laser-Schwebstoffen durchsetzt hatten.
Beißender Gestank drang in den engen Raum, zusammen mit dem Brüllen der Hecktriebwerke - das an Steuerbord stotterte ein wenig, denn das Kanonenboot war so mitgenommen wie die Soldaten und die Besatzung, die es flog.
Selbst in einer Höhe von nur vierhundert Metern über dem Meeresspiegel blieb die Wolkendecke dicht. Es störte Shryne jedoch nicht, dass er kaum die Hand vor Augen sehen konnte.
Immerhin herrschte immer noch Krieg, und er hatte sich in den letzten drei Jahren daran gewöhnt, dass er nicht sah, wohin er ging.
Nat-Sem, sein ehemaliger Meister, hatte ihm oft gesagt, das Ziel der Meditationsübungen bestehe darin, durch dieses wirbelnde Weiß klar bis zur anderen Seite sehen zu können, und das, was Shryne erblickte, sei nur der trübe Bereich, der ihn von einem vollständigen Kontakt mit der Macht trenne. Shryne müsse lernen, die Wolken zu ignorieren. Wenn ihm das gelänge, wenn er die leuchtende Weite dahinter sehen könne, würde er ein Meister sein.
Shryne, von Natur aus eher pessimistisch, hatte nur gedacht: Nicht in diesem Leben.
Dem Meister gegenüber hatte er das natürlich nicht laut ausgesprochen, aber Nat-Sem hatte ihn so leicht durchschaut, wie er auch durch die Wolken blicken konnte.
Shryne fand, dass die Klonsoldaten einen besseren Blick für den Krieg hatten als er, was nur wenig mit den Bild gebenden Systemen in ihren Helmen, den Filtern, die den scharfen Gestank verringerten, und den Kopfhörern, die die Explosionsgeräusche dämpften, zu tun hatte. Diese Männer waren einfach zum Kriegführen geboren und hielten die Jedi wahrscheinlich für verrückt, wenn sie nur in Tunika und Kapuzengewand in den Kampf zogen, mit einem Lichtschwert als einziger Waffe. Viele von ihnen waren aufmerksam genug, um Vergleiche zwischen der Macht und ihren eigenen weißen Rüstungen zu ziehen, aber nur wenige konnten zwischen »gerüsteten« und »ungerüsteten« Jedi unterscheiden - zwischen jenen, die mit der Macht verbündet, und anderen, die aus welchem Grund auch immer ihrer hilfreichen Umarmung entglitten waren.
Murkhanas schäumende Wolken wurden schließlich doch dünner, bis sie die runzlige Landschaft und das aufgewühlte Meer des Planeten nur noch zart verschleierten. Plötzliches strahlendes Licht ließ Shryne aufblicken. Er nahm an, es handelte sich um ein explodierendes Kanonenboot, aber es hätte auch ein neugeborener Stern sein können, und für einen Augenblick schien die Welt aus dem Gleichgewicht zu geraten. Dann öffnete sich ein klarer Kreis in den Wolken, ein Riss im Schleier, und Shryne sah einen tiefgrünen Wald, so grün, dass er ihn beinahe schmecken konnte. Kämpfer eilten durchs Unterholz, und schlanke Schiffe schwebten durch die Wipfel. In der Mitte von all dem streckte eine einzelne Gestalt die Hand aus und riss einen Vorhang beiseite, der schwarz war wie die Nacht ...
Shryne wusste, dass er die Zeit hinter sich gelassen hatte und sich inmitten einer zeitlich nicht zuzuordnenden Wirklichkeit befand.
Vielleicht war es eine Vision des Kriegsendes - oder des Endes der Zeit selbst.
Wie auch immer, es machte ihm deutlich, dass er sich in der Tat dort befand, wo er sein sollte. Der Krieg mochte ihn gelehrt haben, sich auf Tod und Zerstörung zu konzentrieren, aber er war immer noch mit der Macht verbunden und konnte ihr auf seine eigene eingeschränkte Weise dienen.
Dann ballten sich die Wolken erneut zusammen, als wollten sie ihm wieder nehmen, was enthüllt worden war, und schlossen das Portal, das eine Luftströmung geöffnet hatte. Und Shryne war wieder, wo er angefangen hatte, während Böen supererhitzter Luft an den Ärmeln und der Kapuze seines Gewands zupften.
»Die Koorivar haben mit ihren Wettermaschinen gute Arbeit geleistet«, sagte eine lautsprecherverstärkte Stimme in sein linkes Ohr. »Haben einen bösen Himmel aufgewirbelt. Wir haben auf Paarin Minor die gleiche Taktik angewandt. Haben die Seps in künstliche Wolken gelockt und sie dann weggeblasen.«
Shryne lachte freudlos. »Schön zu sehen, dass Sie auch die kleinen Dinge immer noch zu schätzen wissen, Commander.«
»Was bleibt einem schon übrig, General?«
Shryne konnte die Miene hinter dem getönten T-Visier nicht erkennen, aber er kannte dieses Gesicht ebenso gut wie jeder andere, der im Krieg kämpfte. Der Klonoffizier, der das 32. Luftkampfgeschwader befehligte, hatte sich irgendwann in diesem Krieg den Namen Salvo erworben, der hervorragend zu ihm passte.
Die reibungsverstärkten Sohlen seiner Kampfstiefel machten ihn gerade groß genug, um mit Shryne Schulter an Schulter zu stehen. Wo seine Rüstung nicht verbeult und versengt war, war sie mit rostbraunen Flecken überzogen. An den Hüften trug er Handblaster und - aus einem Grund, der Shryne vollkommen unklar war - eine Version des umhangähnlichen Kampfrocks, der im dritten Kriegsjahr in Mode gekommen war. In die linke Seite seines von Schrapnell verbeulten Helms war das Motto LEBEN, UM ZU DIENEN! eingraviert.
All diese Beulen und Brandstellen zeigten, dass Salvo schon auf vielen Planeten im Kampf gestanden hatte, und er war zwar kein ARC - Advanced Reconnaissance Commando -, hatte aber viele von deren Eigenschaften, und natürlich die seiner Klonvorlage Jango Fett, dessen kopflose Leiche Shryne in einer geonosianischen Arena gesehen hatte, kurz bevor Meister...
Auszug aus Star Wars. Dunkler Lord. Der Aufstieg des Darth Vader. von James Luceno, Regina Winter. Copyright © 2006. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Die Belagerungen am äußeren Rand
1
Murkhana.
In den letzten Stunden der Klonkriege
Als Roan Shryne die wirbelnden Wolken sah, die die Wetterstationen von Murkhana erzeugt hatten, fühlte er sich an die Meditationssitzungen erinnert, zu denen sein ehemaliger Meister ihn angeleitet hatte. Ganz gleich, wie angestrengt sich Shryne darauf konzentriert hatte, die Macht zu berühren, vor seinem geistigen Auge war kaum mehr als wirbelndes Weiß erschienen. Jahre später, als er sich besser damit ausgekannt hatte, Gedanken verstummen zu lassen und sich ins Licht zu versenken, begannen visuelle Fragmente aus dieser farblosen Leere aufzutauchen - Teile eines Puzzlespiels, die sich nach und nach zusammenfügten und erkennbarer wurden. Allerdings nicht auf bewusste Weise, obwohl sie ihm häufig deutlich machten, dass seine weltlichen Taten in Einklang mit dem Willen der Macht standen.
Häufig, aber nicht immer.
Wenn er von dem Kurs abwich, auf den die Macht ihn gebracht hatte, wurde das vertraute Weiß erneut von gewaltigen Strömungen bewegt, manchmal durchschossen von Rot, als schaute er mit geschlossenen Augen ins grelle Leuchten einer Mittagssonne.
Rot geflecktes Weiß sah er nun auch, als er tiefer in die Atmosphäre von Murkhana eintauchte. Die Geräuschkulisse dazu war widerhallender Donner, das Rauschen des Winds, ein Gewirr gedämpfter Stimmen ...
Er stand nahe an der Schiebetür, die normalerweise das Truppenabteil eines Kanonenboots der Republik verschloss. Nur Augenblicke zuvor waren sie vom vorderen Frachtraum der Gallant aus gestartet, eines Sternzerstörers der Victory-Klasse, der nun von Vulture- und Droiden-Tri-Jägern gehetzt wurde und auf den Befehl wartete, tiefer in Murkhanas künstliche Wolkendecke einzudringen. Neben und hinter Shryne standen Klonsoldaten, Helme fest um die Köpfe geschlossen, Blaster an der Seite, Gürtel mit Munitionsmagazinen behängt, und unterhielten sich auf die Weise, wie es abgebrühte Soldaten häufig vor dem Kampf taten. Sie versuchten, ihre Bedenken mit Witzeleien zu verdrängen, die sich auf ihre Welt bezogen und die Shryne bis auf die Tatsache, dass es sich um recht grimmigen Humor handelte, nicht verstand.
Der Trägheitsausgleich des Kanonenboots gestattete ihnen, ruhig dazustehen; weder der Beschuss vom Boden aus noch die Ausweichmanöver der Piloten vorbei an Raketen und Wolken weiß glühenden Schrapnells brachten das Schiff zum Wackeln. Raketen wurden deshalb eingesetzt, weil die Separatisten nicht nur die Wolken bewirkt, sondern Murkhanas Luft auch mit Anti-Laser-Schwebstoffen durchsetzt hatten.
Beißender Gestank drang in den engen Raum, zusammen mit dem Brüllen der Hecktriebwerke - das an Steuerbord stotterte ein wenig, denn das Kanonenboot war so mitgenommen wie die Soldaten und die Besatzung, die es flog.
Selbst in einer Höhe von nur vierhundert Metern über dem Meeresspiegel blieb die Wolkendecke dicht. Es störte Shryne jedoch nicht, dass er kaum die Hand vor Augen sehen konnte.
Immerhin herrschte immer noch Krieg, und er hatte sich in den letzten drei Jahren daran gewöhnt, dass er nicht sah, wohin er ging.
Nat-Sem, sein ehemaliger Meister, hatte ihm oft gesagt, das Ziel der Meditationsübungen bestehe darin, durch dieses wirbelnde Weiß klar bis zur anderen Seite sehen zu können, und das, was Shryne erblickte, sei nur der trübe Bereich, der ihn von einem vollständigen Kontakt mit der Macht trenne. Shryne müsse lernen, die Wolken zu ignorieren. Wenn ihm das gelänge, wenn er die leuchtende Weite dahinter sehen könne, würde er ein Meister sein.
Shryne, von Natur aus eher pessimistisch, hatte nur gedacht: Nicht in diesem Leben.
Dem Meister gegenüber hatte er das natürlich nicht laut ausgesprochen, aber Nat-Sem hatte ihn so leicht durchschaut, wie er auch durch die Wolken blicken konnte.
Shryne fand, dass die Klonsoldaten einen besseren Blick für den Krieg hatten als er, was nur wenig mit den Bild gebenden Systemen in ihren Helmen, den Filtern, die den scharfen Gestank verringerten, und den Kopfhörern, die die Explosionsgeräusche dämpften, zu tun hatte. Diese Männer waren einfach zum Kriegführen geboren und hielten die Jedi wahrscheinlich für verrückt, wenn sie nur in Tunika und Kapuzengewand in den Kampf zogen, mit einem Lichtschwert als einziger Waffe. Viele von ihnen waren aufmerksam genug, um Vergleiche zwischen der Macht und ihren eigenen weißen Rüstungen zu ziehen, aber nur wenige konnten zwischen »gerüsteten« und »ungerüsteten« Jedi unterscheiden - zwischen jenen, die mit der Macht verbündet, und anderen, die aus welchem Grund auch immer ihrer hilfreichen Umarmung entglitten waren.
Murkhanas schäumende Wolken wurden schließlich doch dünner, bis sie die runzlige Landschaft und das aufgewühlte Meer des Planeten nur noch zart verschleierten. Plötzliches strahlendes Licht ließ Shryne aufblicken. Er nahm an, es handelte sich um ein explodierendes Kanonenboot, aber es hätte auch ein neugeborener Stern sein können, und für einen Augenblick schien die Welt aus dem Gleichgewicht zu geraten. Dann öffnete sich ein klarer Kreis in den Wolken, ein Riss im Schleier, und Shryne sah einen tiefgrünen Wald, so grün, dass er ihn beinahe schmecken konnte. Kämpfer eilten durchs Unterholz, und schlanke Schiffe schwebten durch die Wipfel. In der Mitte von all dem streckte eine einzelne Gestalt die Hand aus und riss einen Vorhang beiseite, der schwarz war wie die Nacht ...
Shryne wusste, dass er die Zeit hinter sich gelassen hatte und sich inmitten einer zeitlich nicht zuzuordnenden Wirklichkeit befand.
Vielleicht war es eine Vision des Kriegsendes - oder des Endes der Zeit selbst.
Wie auch immer, es machte ihm deutlich, dass er sich in der Tat dort befand, wo er sein sollte. Der Krieg mochte ihn gelehrt haben, sich auf Tod und Zerstörung zu konzentrieren, aber er war immer noch mit der Macht verbunden und konnte ihr auf seine eigene eingeschränkte Weise dienen.
Dann ballten sich die Wolken erneut zusammen, als wollten sie ihm wieder nehmen, was enthüllt worden war, und schlossen das Portal, das eine Luftströmung geöffnet hatte. Und Shryne war wieder, wo er angefangen hatte, während Böen supererhitzter Luft an den Ärmeln und der Kapuze seines Gewands zupften.
»Die Koorivar haben mit ihren Wettermaschinen gute Arbeit geleistet«, sagte eine lautsprecherverstärkte Stimme in sein linkes Ohr. »Haben einen bösen Himmel aufgewirbelt. Wir haben auf Paarin Minor die gleiche Taktik angewandt. Haben die Seps in künstliche Wolken gelockt und sie dann weggeblasen.«
Shryne lachte freudlos. »Schön zu sehen, dass Sie auch die kleinen Dinge immer noch zu schätzen wissen, Commander.«
»Was bleibt einem schon übrig, General?«
Shryne konnte die Miene hinter dem getönten T-Visier nicht erkennen, aber er kannte dieses Gesicht ebenso gut wie jeder andere, der im Krieg kämpfte. Der Klonoffizier, der das 32. Luftkampfgeschwader befehligte, hatte sich irgendwann in diesem Krieg den Namen Salvo erworben, der hervorragend zu ihm passte.
Die reibungsverstärkten Sohlen seiner Kampfstiefel machten ihn gerade groß genug, um mit Shryne Schulter an Schulter zu stehen. Wo seine Rüstung nicht verbeult und versengt war, war sie mit rostbraunen Flecken überzogen. An den Hüften trug er Handblaster und - aus einem Grund, der Shryne vollkommen unklar war - eine Version des umhangähnlichen Kampfrocks, der im dritten Kriegsjahr in Mode gekommen war. In die linke Seite seines von Schrapnell verbeulten Helms war das Motto LEBEN, UM ZU DIENEN! eingraviert.
All diese Beulen und Brandstellen zeigten, dass Salvo schon auf vielen Planeten im Kampf gestanden hatte, und er war zwar kein ARC - Advanced Reconnaissance Commando -, hatte aber viele von deren Eigenschaften, und natürlich die seiner Klonvorlage Jango Fett, dessen kopflose Leiche Shryne in einer geonosianischen Arena gesehen hatte, kurz bevor Meister Nat-Sem Opfer des feindlichen Beschusses geworden war.
»Die Allianzwaffen sollten uns inzwischen im Visier haben«, sagte Salvo, während das Kanonenboot sich weiter senkte.
Andere Angriffsschiffe brachen ebenfalls durch die Wolkendecke und wurden von Raketenschwärmen empfangen.
Zwei, vier, dann fünf von ihnen wurden direkt getroffen und explodierten; brennende Rumpfteile und verwundete Soldaten fielen in die wogenden roten Wellen der Murkhana-Bucht. Aus dem Bug eines Kanonenboots fiel eine Fluchtkapsel und trug den Piloten und den Kopiloten bis fast zum Wasser, dann wurde sie von einem entschlossenen Hitzesucher getroffen.
In einem dieser mehr als fünfzig Kanonenboote, die sich der Planetenoberfläche näherten, zogen drei weitere Jedi in den Kampf, darunter Meister Saras Loorne. Shryne suchte in der Macht nach ihnen, und schwache Echos bestätigten, dass alle drei noch am Leben waren.
Er hielt sich an einer Sichtluke der Seitentür fest, als die Piloten ihr wenig wendiges Schiff herumrissen und nur knapp zwei Hagelfeuer-Raketen entgingen. Kanoniere in den Geschütztürmen eröffneten das Blasterfeuer, als Geschwader von Mankvim-Abfangjägern gegen die Schiffe der Republik ausschwärmten. Die Anti-Laser-Schwebstoffe zerstreuten die Blasterstrahlen, aber Dutzende von Separatisten-Schiffen wurden Opfer von Raketen, die die Kanonenboote aus ihren Werfern absetzten.
»Das Oberkommando hätte uns erlauben sollen, den Planeten aus dem Orbit zu bombardieren«, erklang Salvos verstärkte Stimme.
»Wir wollen die Stadt einnehmen, Commander, und sie nicht dem Erdboden gleichmachen«, erwiderte Shryne. Man hatte Murkhana Wochen gegeben, um sich zu ergeben, aber nun war das Ultimatum der Republik abgelaufen. »Palpatines Politik, mit der er die Herzen und Köpfe der Bevölkerung separatistischer Planeten gewinnen will, ist militärisch vielleicht umständlicher, politisch jedoch sehr sinnvoll.«
Salvo starrte ihn durch sein Visier an. »Wir interessieren uns nicht für Politik!«
Shryne lachte. »Das taten die Jedi auch nicht.«
»Aber warum kämpft ihr, wenn ihr nicht dafür gezüchtet wurdet?«
»Um dem, was von der Republik übrig ist, zu dienen.« Shrynes kurze grüne Vision des Kriegsendes kehrte einen Moment zurück, und er grinste bedauernd. »Dooku ist tot. Grievous wird gejagt. Ich nehme an, das bedeutet, dass es bald vorüber sein wird.«
»Der Krieg - oder dass wir Schulter an Schulter stehen?«
»Der Krieg, Commander.«
»Und was wird dann aus den Jedi?«
»Wir werden tun, was wir immer getan haben: der Macht folgen.«
»Und die Große Armee?«
Shryne sah ihn an. »Hilft uns, den Frieden zu sichern.«
Murkhana City war jetzt deutlich zu erkennen. Die Stadt zog sich einen steilen Hügel hinauf, der hinter einer langen halbmondförmigen Küstenlinie aufragte. Das Schimmern überlappender Partikelschilde wirkte wegen der dichten grauen Wolkendecke matter als sonst. Shryne konnte einen kurzen Blick auf den Argente-Turm werfen, bevor das Kanonenboot bis dicht über die Kämme der schäumenden Wellen herabsank und dann den Kurs in Richtung auf die hoch aufragende Skyline änderte, wobei es sich durch eine Art Slalom den Gefechtsköpfen aus den Geschützstellungen am Strand zu entziehen versuchte.
Murkhana befand sich in der gleichen Klasse wie Mygeeto, Muunilinst und Neimoidia, war also kein von den Separatisten eroberter Planet, sondern ein Gründungsplanet, in diesem Fall Wohnort des ehemaligen Senators und Mitglieds des Separatistenrats Passel Argente und der Hauptsitz der Firmenallianz. Murkhanas Geschäftemacher und Firmenanwälte, umgeben von Armeen von Haushaltsdroiden und privaten Sicherheitstrupps, hatten hier eine hedonistische Domäne aus hoch aufragenden Bürogebäuden, luxuriösen Wohnkomplexen, exklusiven Med-Zentren und protzigen Einkaufsboulevards, Casinos und Nachtklubs geschaffen. Nur die teuersten Speeder flogen durch diese vertikale Stadtlandschaft sich anmutig in die Höhe schraubender Gebäude, die aussahen, als wären sie nicht gebaut worden, sondern eher wie Korallen aus dem Meer gewachsen.
In Murkhana befand sich auch die beste Kommunikationseinrichtung in diesem Teil des Äußeren Rands, und von hier kamen die meisten Produkte separatistischer Propaganda, die auf den Welten der Republik und der Konföderation verbreitet wurden.
Vier zehn Kilometer lange Brücken, arrangiert wie die Speichen eines Rads, verbanden die Stadt mit einer riesigen Landeplattform, die sich vor der Küste befand. Sie war sechseckig und stand auf dicken, im Meeresboden verankerten Säulen. Diese Plattform galt es für die Republik zu sichern, bevor der eigentliche Angriff beginnen konnte. Und damit das möglich war, musste die Große Armee mit den Verteidigungsschirmen fertig werden, also möglichst einen der Generatoren zerstören, die sie mit Energie versorgten. Da jedoch beinahe alle Landeplattformen auf Dächern und Repulsorlifts durch Schilde gesichert wurden, war Murkhanas bogenförmiger schwarzer Sandstrand der einzige Ort, an dem die Kanonenboote ihre Ladung an Klonsoldaten und Jedi absetzen konnten.
Shryne betrachtete gerade die Landeplattform, als er spürte, dass sich jemand zwischen ihn und Commander Salvo drängte, offenbar in dem Bedürfnis, einen besseren Blick durch die offene Luke werfen zu können. Noch bevor er die dichten, langen schwarzen Locken sah, wusste er, dass es sich um Olee Starstone handelte. Er legte die linke Hand fest auf ihren Kopf und schob sie zurück nach hinten.
»Wenn du dich unbedingt zum Ziel machen willst, Padawan, solltest du zumindest warten, bis wir am Strand sind.«
Die zierliche, blauäugige junge Frau warf einen Blick über die Schulter zu der hoch gewachsenen Jedi, die hinter ihr stand. »Seht Ihr, Meisterin? Er macht sich doch Gedanken meinetwegen.«
»Trotz aller Beweise des Gegenteils«, sagte die Jedi.
»Ich meinte auch nur, dass der Sand es mir leichter machen würde, sie zu begraben«, erklärte Shryne.
Starstone verzog missbilligend das Gesicht, verschränkte die Arme vor der Brust und wandte sich von beiden Jedi ab.
Bol Chatak warf Shryne einen milde tadelnden Blick zu. Die Kapuze ihres schwarzen Gewands verbarg ihre rudimentären Hörner. Sie war eine iridonianische Zabrak und ausgesprochen tolerant, und daher hatte sie Shryne nie offen wegen seiner Reizbarkeit getadelt oder sich in den Austausch von Boshaftigkeiten zwischen ihm und ihrer Padawan-Schülerin eingemischt, die sich Chatak erst vor einer Standardwoche im Murkhana-System angeschlossen hatte, als sie zusammen mit Meister Loorne und zwei Jedi-Rittern dort eingetroffen war. Die Belagerungen im Äußeren Rand hatten so viele Jedi von Coruscant abgezogen, dass der Tempel so gut wie verlassen war.
Bis vor kurzem hatte Shryne ebenfalls noch einen Padawan-Schüler gehabt ...
Als Freundlichkeit gegenüber den Jedi kündigte der Pilot des Kanonenboots an, dass sie sich dem Sprungpunkt näherten.
»Waffen prüfen!«, befahl Salvo seinen Leuten. »Gas und Energie!«
Als sich das Truppenabteil mit den Geräuschen der Waffenaktivierung füllte, legte Chatak die Hand auf Starstones bebende Schultern.
»Nutze dein Unbehagen, damit es deine Sinne schärft, Padawan.«
»Ja, Meisterin.«
»Die Macht wird mit dir sein.«
»Wir sterben alle«, rief Salvo seinen Leuten zu. »Nehmt euch vor, der Letzte zu sein, der stirbt!«
Luken öffneten sich in der Decke, und mehr als ein Dutzend Polyplast-Kabel fielen in Reichweite der Soldaten herunter.
»Also los!«, sagte Salvo. »Wir haben auch noch genug für euch drei, General«, fügte er hinzu, während behandschuhte Hände die Taue packten.
Da er sah, dass der Sprung kaum zehn Meter tief sein würde, schüttelte Shryne den Kopf. »Nein danke, Salvo. Wir sehen uns drunten.«
Unerwartet gewann das Kanonenboot wieder an Höhe, als es sich dem Ufer näherte, dann verlor es kurz vor dem Strand an Tempo. Die Repulsoren zündeten, und das Schiff blieb in der Luft stehen. Sofort marschierten hunderte von Separatistendroiden auf den Strand hinaus und schossen gleichzeitig ihre Blaster ab.
Das Interkom krächzte, und der Pilot sagte: »Droidenknacker abgesetzt!«
Die Rakete explodierte fünf Meter über dem Boden und warf alle Droiden in einem Umkreis von fünfzig Metern um. Ähnliche Explosionen nicht weit entfernt machten deutlich, dass auch ein Dutzend anderer Kanonenboote in der Nähe war.
»Wo waren diese Waffen vor drei Jahren?«, fragte einer der Männer Salvo.
»Das nennt man Fortschritt«, antwortete der Commander. »Ganz plötzlich gewinnen wir den Krieg innerhalb einer Woche.«
Das Kanonenboot schwebte tiefer, und Shryne sprang ab. Er benutzte die Macht, um seinen Fall zu leiten und zu bremsen, und landete geduckt auf dem festen Sand, ebenso wie Chatak und Starstone nach ihm, wenn auch etwas weniger geschickt.
Salvo und die Klonsoldaten folgten, eine Hand an den Tauen, und schossen gleichzeitig. Als der letzte Mann am Boden war, hob das Kanonenboot die Nase und begann sich vom Ufer zu entfernen. Am ganzen Strand spielten sich ähnliche Szenen ab. Mehrere Kanonenboote konnten jedoch dem Artilleriefeuer nicht entgehen und stürzten brennend ab, bevor sie beidrehen konnten.
Andere wurden abgeschossen, noch bevor sie ihre Mannschaft abgeladen hatten.
Geschosse und Blasterblitze fegten an den Köpfen der Jedi und der Soldaten vorbei, als sie vorwärts eilten und sich hinter einen Wall duckten, der eine Straße zwischen dem Strand und den beinahe senkrechten Klippen dahinter befestigte. Salvos Kommunikationsspezialist bat um Unterstützung aus der Luft gegen die Geschützbatterien, die für das schlimmste Feuer verantwortlich waren.
Durch eine Öffnung im Schutzwall kamen die vier Mitglieder eines Sondereinsatzteams, die einen Gefangenen mit sich führten. Anders als Salvos Leute trugen diese Kommandosoldaten die grauen Rüstungen der Katarn-Klasse und schwerere Waffen. Ihre Schutzpanzer waren gegen magnetische Impulse verstärkt, was ihnen gestattete, sich auch durch Verteidigungsschilde zu bewegen.
Ihr Gefangener trug ein langes Gewand und einen mit Quasten besetzten Kopfputz, aber er verfügte nicht über die bleiche Haut, die waagerechten Gesichtszeichen und die Hörner der Koorivar. Passel Argentes Volk war ebenso wenig eine Kämpferspezies wie ihre Mitseparatisten, die Neimoidianer, hatte aber nichts dagegen, die besten Söldner anzuheuern, die für Credits zu haben waren.
Der große, kräftige Anführer des Kommandotrupps ging sofort auf Salvo zu.
»Ion-Team, Commander, von der Sechsundzwanzigsten aus Boz Pity.« Er drehte den Kopf leicht in Shrynes Richtung und nickte mit dem behelmten Kopf.
»Willkommen auf Murkhana, General Shryne.«
Shryne zog die dunklen Brauen hoch. »Die Stimme kommt mir bekannt vor ...«, begann er.
»Das Gesicht noch bekannter«, beendete der Mann den Satz.
Dieser Scherz war beinahe drei Jahre alt, aber unter den Klonsoldaten oder zwischen ihnen und den Jedi immer noch im Umlauf.
»Climber«, nannte der Soldat seinen Namen. »Wir haben zusammen auf Deko Neimoidia gekämpft.«
Shryne schlug dem Mann auf die Schulter. »Schön, Sie wiederzusehen, Climber - sogar hier.«
»Ich sagte es ja bereits«, wandte sich Chatak an Starstone. »Meister Shryne hat überall Freunde.«
»Vielleicht kennen Sie ihn nicht so gut wie ich, Meisterin«, murrte Starstone.
Climber hob den behelmten Kopf zum grauen Himmel. »Ein guter Tag zum Kämpfen, General.«
»Ich verlasse mich auf Ihr Wort«, sagte Shryne.
»Erstatten Sie Bericht, Truppführer«, unterbrach Salvo sie.
Climber drehte sich wieder zu dem Commander um. »Die Koorivar evakuieren die Stadt, aber sie lassen sich Zeit. Sie verlassen sich viel zu sehr auf diese Energieschilde.« Er winkte den Gefangenen herbei und drehte ihn grob um, damit Salvo ihn ansehen konnte. »Darf ich Ihnen Idis vorstellen - unter der Koorivar-Kleidung ist er ein Mensch. Ein ehrenwertes Mitglied der Vibromesser-Brigade.«
»Eine Söldnerbande«, erklärte Bol Chatak Starstone.
»Wir haben ihn, nun, sagen wir mal, mit heruntergelassenen Hosen erwischt«, fuhr Climber fort, »und ihn überredet, uns zu erzählen, was er über die Verteidigungsanlagen an der Küste weiß. Er war so freundlich, uns zu sagen, wo sich der Schildgenerator für die Landeplattform befindet.« Der Kommandosoldat wies auf ein hohes, spitz zulaufendes Gebäude weiter unten am Strand. »Gleich nördlich der ersten Brücke, nahe dem Jachthafen. Der Generator ist zwei Ebenen unter der Erde untergebracht. Wir müssen vielleicht das gesamte Gebäude zerstören, um ihn betriebsunfähig zu machen.«
Salvo winkte seinem Kom-Experten. »Gib der Gallant die Koordinaten zum Beschuss durch ...«
»Wartet«, warf Shryne schnell ein. »Das Gebäude zu beschießen, würde die Brücken gefährden. Und die brauchen wir intakt, wenn wir Fahrzeuge in die Stadt bringen wollen.«
Salvo dachte kurz darüber nach. »Also ein chirurgischer Angriff.«
Wieder schüttelte Shryne den Kopf. »Es gibt noch einen Grund, vorsichtig zu sein. Dieses Gebäude ist ein Krankenhaus, oder jedenfalls war es noch eins, als ich Murkhana das letzte Mal besuchte.«
Salvo sah Climber fragend an.
»Der General hat Recht, Commander. Es ist immer noch ein Med-Zentrum.«
Salvo starrte nun Shryne an. »Ein feindliches Med-Zentrum, General.«
Shryne kniff die Lippen zusammen und nickte. »Selbst in diesem Stadium des Krieges werden Patienten noch als Nichtkombattanten betrachtet. Denken Sie daran, was ich über die Strategie des Kanzlers, die Herzen der Bevölkerung zu gewinnen, gesagt habe, Commander.« Er wandte sich an den Söldner. »Ist der Schildgenerator vom Erdgeschoss aus zu erreichen?«
»Das hängt davon ab, wie gut Ihr seid.«
Shryne warf Climber einen Blick zu.
»Kein Problem«, sagte der Kommandosoldat.
Salvo gab ein angewidertes Geräusch von sich. »Ihr verlasst Euch auf das Wort eines Söldners?«
Climber drückte den Lauf seines DC-17-Gewehrs gegen den Rücken des Söldners. »Idis steht jetzt auf unserer Seite, nicht wahr?«
Der Söldner nickte nachdrücklich. »Und das ganz umsonst.«
Shryne wandte sich an Climber. »Hat Ihr Team genügend Thermalsprengsätze dabei?«
»Ja, Sir.«
Salvo mochte die Idee immer noch nicht. »Ich empfehle mit allem Nachdruck, die Operation der Gallant zu überlassen.«
Shryne sah ihn an. »Was ist los, Commander, bringen wir nicht genügend Separatisten um?«
»Genügend schon, General. Nur nicht schnell genug.«
»Die Gallant befindet sich fünfzig Kilometer entfernt«, warf Chatak in versöhnlichem Ton ein. »Wir haben Zeit, uns das Gebäude anzusehen.«