Ich kann mich "darthloki" einem der ersten Rezensenten dieses Buches nur anschließen.
Auch ich habe so ziemlich alle bisherigen Bücher aus der Star Wars Saga gelesen (momentan sind es mit den englischen 114, die Kinderserien ausgenommen) und ich muss leider auch sagen, dass dieses Buch sehr sehr schwächelt.
Besonders misslungen ist die Darstellung des Nejaa Halcyon, der ja immerhin der Großvater von Corran Horn und damit ein alter Bekannter aus der classic Serie darstellt. Die Beschreibungen sind stellenweise dermaßen flach, dass man sich fragt welcher Nichtwissende denn das Buch geschrieben hat.
Überhaupt, die ganze Geschichte ist so simpel und einfallslos, das einem das Star Wars Herz bricht, wenn man andere gute SW Bücher gelesen hat.
Und anders wie „bnd-gm" der das Buch und die Militärschlachten scheinbar sogar gut bis realistisch ansieht, sehe ich dies anders.
Er scheint entweder sehr jung zu sein, oder durch eine rosarote Brille zu gucken, sonst müsste es eigentlich jedem auffallen wie hohl und unprofessionell die Charaktere handeln.
Schmerzlich ist, dass David Sherman eine Militärausbildung hat und es eigentlich besser wissen müsste.
Also hier einige Beispiele:
Die Autoren versuche das ganze Buch über den Kampf um den Planeten krampfhaft am Boden zu halten um so eine Geschichte über die Infanterie zu erzählen. Mit pfadenscheinigen Argumenten versuchen sie dabei die Kampfflotten im Weltraum herauszuhalten, was jedoch immer nur auf das wenig überzeugende Argument herausläuft man könne nicht aus dem Weltraum aus angreifen, weil beide Truppen zu nah beieinanderstehen würden, die Aufklärungstruppen jedoch ordentlich was zu tun haben wenn sie auch nur an die Grenze der feindlichen Truppen herankommen wollen. Aber ok, das kann man noch akzeptieren.
Die feindlichen Truppen sind Droiden der Separatisten, und es wird in großen Tönen beschrieben wie viele es den seien etc pp. Das dann natürlich die Verfolgungskräfte auf den Speeder Bikes Lebewesen sind (und noch dazu Gammoreaner !!! (auf Speederbikes)) sind, ist da natürlich absolut logisch. Aber ok, man ist ja Fan und steckt einiges weg.
So nachdem man also mit diesen Widrigkeiten fertig geworden ist, geht es gleich weiter. Es werden Verstärkungskräfte entsendet unter der Führung von Halcyon und Anakin um den Helfer der Republik „Slayke" im Kampf gegen die Separatisten zu unterstützen.
Und da hätte ich das Buch das erste mal beinahe nicht weitergelesen. Auch wenn manche kernige machomäßige Sprüche wie „Es war eine Ehre mit ihnen zu kämpfen, heizen wir denen bis zu unserem Ende ein.." lieben mögen, wirkt das für den nicht ganz rosarot denkenden Fan nur peinlich.
Wenn wenigstens noch ein wenig mehr auf die Beschaffenheit des Kriegschauplatzes eingegangen wäre, hätte man vielleicht noch was aus der Geschichte machen können, aber das unterbleibt genauso, wie eine detaillierte Beschreibung der meisten Charaktere.
Schnell wird beraten wie man den am besten angreifen könne, schickt dazu wieder einmal Aufklärungstrupps aus, die sich mit Seilen zusammenbinden um in der Dunkelheit die anderen nicht zu verlieren, und einen im Infrarotbereich leuchtenden Punkt auf dem Rückenpanzertragen, damit man sich gegenseitig erkennt. Aaaah ja sehr realistisch !!! da war ich schon mordsmäßig beeindruckt, so ein Schwachsinn muss man ich erst mal ausdenken.
So, der besagte Aufklärungstrupp zieht sich zurück, dummerweise befreien sich grade zwei verschüttete Verbündete aus ihrem steinernen Gefängnis, hören die Truppe und haben nicht besseres zu tun als sofort das Feuer zu eröffnen, egal ob Freund oder Feind.
Ok, friendly fire, es soll etwas Realismus eingebracht werden, schön, aber dann nicht bitte so stümperhaft wie in dieser Szene. Man muss sie eigentlich selbst gelesen haben, man kann sie gar nicht so einfach zusammenfassen.
Zusammenfassend gesagt:
Story: mittelmäßig/ 08/15
Charaktere: sehr dürftig beschrieben
Spannung: Leidet sehr unter den teilweise sehr dürftigen Taktiken, die die Streitkräfte an den Tag legen.
GUT: Die Bemühung auch mal andere Aspekte wie Logistik und Nachschub in die Handlung einzubringen, dies misslingt jedoch entweder aufgrund der langweiligen Erzählweise, oder an dem schwachsinnigen Geschwafel des Quartiermeisters.
Schlecht: zu viele Stellen an denen sich die scheinbar überlegten Handlungen der Charaktere aufreiben und man sich zwangsläufig die Frage stellt:" Hey, Moment da stimmt doch was nicht"
Fazit: sehr enttäuschender Star Wars Roman, der zu den schwächsten überhaupt zählt. Nur für Fans geeignet die mit „hinterfragen der Story" nicht viel am Hut haben.
Wenn ein nicht Star Wars Kenner das Buch in die Hände bekommt, wird er vermutlich schreiend davonlaufen.
Also nur kaufen, wenn es euch darauf ankommt alle Bücher mal gelesen zu haben, ansonsten verschwendet keinen Gedanken daran und kauft euch andere Star Wars Bücher, dann hat man sein Geld in etwas Sinnvolleres investiert.
Und für die Leute, die denken ich würde ja alles schlecht reden, denen kann ich nur sagen, dass ich diese Worte nur als Warnung gegeben habe, wenn das Buch besser wäre, Hätte ich es auch gesagt, aber es ist wirklich nicht besser, auch wenn ich es mir selbst gewünscht habe.