Im Orbit um Despayre, DEM Gefängnisplaneten des Imperiums schwebt das bisher größte imperiale Projekt, der Todesstern. Der Roman beschreibt die letzten Monate seiner Konstruktion, indem er die Geschichte verschiedener am Bau beteiligter Personen genauer beleuchtet: Eine Wache der Sturmtruppen, ein von Despayre entflohener Sträfling, ein Unteroffizier der Artillerie, der den Superlaser bedient, eine Architektin, eine Barkeeperin, die eine Bar an Bord betreibt, den Archivar der Station und auch einige bekannte Gesichter: Daala, Tarkin, Vader und Dr. Divini, der wieder einmal an einem ungemütlichen Ort Dienst schiebt. Dr. Divini ist der sympathische Chirurg, den wir schon aus den MedStar-Romanen kennen. Ohne zuviel zu verraten, kann ich sagen, dass die Geschichte vom Leid der Gefangenen erzählt, von Sabotage-Akten und vom wachsenden Widerwillen einiger Protagonisten. Man erfährt mehr über das Stationsleben und die Umstände der Konstruktion.
Die Handlung startet einige Monate vor Episode IV und endet mit der Zerstörung der Station. Die neuen Handlungsaspekte werden nahtlos in die Handlung des Filmes mit einbezogen, s.d. wir Teile von E IV aus der Perspektive anderer, z.T. neuer Charaktere sehen. Dieses Prinzip kennen wir ja schon von diversen Kurzgeschichten.
Das Buch an sich ist sehr schnörkellos geschrieben und bietet daher eine relativ gute Einstiegshilfe für Leute, die in die englischen Buchreihen einsteigen möchten.
Fazit: Keine Revolution, aber für Fans des EU sehr zu empfehlen, da hier interessante Details gezeigt werden. Außerdem lernen wir hier einige Charaktere kennen, die wir, so glaube ich, im EU noch öfter treffen werden. Gelegentheitsleser werden das Buch dagegen nicht sehr interessant finden.