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3.0 von 5 Sternen
Der Weg der dunklen Seite, 2. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Star Wars: Darth Bane: Path of Destruction: A Novel of the Old Republic (Gebundene Ausgabe)
Mit Darth Bane - Path of Destruction wird nun eine Periode des erweiterten Star-Wars-Universums beleuchtet, welche kurz vor den Ereignissen des Comicsonderbands Jedi vs. Sith angesiedelt ist. Das Buch, wie es schon der Titel verkündet, handelt vom Aufstieg Darth Banes zum Begründer des neuen Sith-Ordens und der Regel der Zwei (ein Meister der die Macht verkörpert und ein Schüler der nach ihr verlangt).
Inhalt:
Etwa 1000 Jahre vor der Zerstörung des ersten Todessterns, befindet sich die Republik in einem verlustreichen Krieg mit einem wiedergeborenen Sith-Orden. Die Bruderschaft der Finsternis unter ihrem Anführer Lord Kaan wagt es nicht sich in internen Streitigkeiten und Rivalitäten seitens der Sith-Lords aufzureiben, denn nur eine geeinte Armee der Sith kann die Jedi ein für allemal besiegen. Auf Korriban errichtet die Bruderschaft schließlich eine neue Sith-Akademie, welche die zukünftigen Sith-Lords hervorbringen soll. Kurz bevor der Krieg die Bruderschaft der Finsternis und die Armee des Lichts der Jedi auf Ruusan zu einer finalen Konfrontation zwingt, schließt sich ein junger Mann namens Dessel den Sith an. Dessel, ein ehemaliger Bergbauarbeiter, hat ein hartes Leben hinter sich und verweigert der Republik jegliche Anerkennung. Als gewöhnlicher Soldat verschafft er den Sith einige Siege, bis er einen direkten Befehl verweigert. Anstatt ihn zu bestrafen bringt ihn Lord Kopecz stattdessen zur Akademie auf Korriban, denn Dessel scheint ein viel versprechender Machtbenutzer zu sein. Um seine Vergangenheit in einem symbolischen Akt abzuschließen, nimmt Dessel den Namen Bane (auf deutsch Fluch) an.
Während die Armee des Lichts unter dem Jedi-Meister Lord Hoth Ruusan von den Sith zurückerobert, wächst Bane zu einem der besten Anwärter heran. Nach einer vernichtenden Niederlage gegen seinen Rivalen Sirak, geht Bane eine Allianz mit der gefallenen Jedi Githany ein. Als ihm die Meister der Akademie jegliche Ausbildung verweigern, beginnt Bane ihm geheimen die Wege der dunklen Seite und vor allem das Wissen der alten Sith-Lords zu studieren. In einem dritten und letzten Duell gelingt es ihm schließlich sich gegen Sirak durchzusetzen. Daraufhin verlässt er die Akademie um sein Studium der Vergangenheit des Ordens fortzusetzen, doch der Rest der Bruderschaft macht sich auf ,den Jedi in einer letzten Schlacht um Ruusan eine vernichtende Niederlage zuzufügen. Doch Darth Bane hat seine eigenen Pläne für den Ausgang der Schlacht um Ruusan...
Zum Buch:
Dem weniger bekannten Autor Drew Karpyshyn ist es zu verdanken, dass Darth Bane auch mit deutlichen Bezügen zur Knights of the Old Republic-Reihe aufwartet, immerhin war Karpyshyn auch maßgeblich an der Kreation der Hintergrundgeschichte zu den Rollenspielen beteiligt. So reiht er den verheißungsvollen Darth Revan ein, in die Riege der großen Sith-Lords (Naga Sadow, Freedon Nadd, Exar Kun) und lässt ihn in einem Holocron selbst zu Wort kommen. Mit Revan als Beispiel für den wahren Weg der dunklen Seite (Zerstörung als notwendiges Mittel zur Neuordnung) verrät er jedoch nicht zu viel über eine womögliche Fortsetzung der erfolgreichen Knights of the Old Republic-Reihe.
Im letzten und dritten Kapitel des Buchs wird schließlich der Comic Jedi vs. Sith umgesetzt, wobei die erste Schülerin des Sith-Ordens, Darth Rain alias Zannah, erst in den letzten Absätzen ihren Auftritt feiern darf. Leider bleiben aufgrund der Kürze des Buchs viele Charaktere einfach auf der Strecke, so verfügt außer Darth Bane kein Charakter wirklich über einen Hintergrund. Dieses Fehlen von Hintergrundinformationen lässt wichtige Charaktere wie Lord Hoth oder Lord Kaan einfach nur ziemlich plump aussehen und gibt keinerlei Hinweise auf ihre Beweggründe, weshalb vor allem in der Schlacht um Ruusan viele scheinbar irrationale Entscheidungen getroffen werden. Auch bleibt unklar, warum diverse Jedi-Meister ebenfalls den Titel Lord führen und sich derart bedenkenlos in einen Kampf stürzen, ob der Jedi-Rat da nichts mehr mitzureden hatte? Trotz dem Versuch den Weg der dunklen Seite anschaulich darzustellen, fehlt dem Buch so etwas wie der Zugang zur hellen Seite (im Gegensatz zu zahllosen Generationen der Jedi die mit der dunklen Seite ringen muss sich Bane nie mit der hellen Seite auseinandersetzen), weshalb der Eindruck schlussendlich ziemlich einseitig bleibt. Selbst Banes Wandel vom hart arbeitenden Bergarbeiter zum Begründer eines neuen Sith-Ordens bleibt relativ unvollständig, wenn auch er in der letzten Szene seine Schülerin annimmt.
Fazit:
Eine großartige Geschichte, aber leider mit mangelnder Tiefe umgesetzt.
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4.0 von 5 Sternen
Das geht aber besser!, 11. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Star Wars: Darth Bane: Path of Destruction: A Novel of the Old Republic (Gebundene Ausgabe)
Vorab: Es gibt Meilensteine im EU wie die Han-Solo-Trilogie oder die Zahn-Trilogie. "Path of destruction" gehört leider nicht dazu. Die Story spielt etwa 1000 Jahre b.b.Y. und erzählt die Geschichte eines hünenhaften jungen Mannes, der in den Cortosis-Minen schuftet. Dort lernt er das Überleben, und durch die Mißhandlungen seines Vaters erlernt er, Schmerzen und Demütigung zu ertragen. Seine Machtsensitivität hilft ihm dabei, seinen tristen und gefährlichen Alltag zu überleben. Eines Tages tötet er in Notwehr einen republikanischen Soldaten und muß fliehen, wobei der einzige Ausweg im Eintritt in die Sith-Armee besteht. Dort fällt seine bsondere Begabung im Dienst auf, wodurch er nach Korriban an die Akademie für die hoffnungsvollsten Talente der Sith gerät. Seine menschlichen Züge, sein Mitleid, sein Sinn für Kameradschaft werden dort für immer ausgelöscht. Als er auf ein Holocron von Darth Revan stößt und dessen Lehren begreift, reift in ihm der Entschluß zur "Umstrukturierung" der Sith heran...
Das Buch ist einfach geschrieben und zu lesen, schnörkellos aber unterhaltsam. Bane wirkt zu Beginn sympathisch und dient als Identifikationsfigur, später wird er eine Art Antiheld, dem man manchmal angewidert zusieht. Der Roman gibt gute Einblicke in die Lehre der Sith, so wie sie Lord Kaan und Lord Revan verstehen und zeigt die Notwendigkeit der Zweier-Regel auf. Zwei Drittel der Geschichte zeigen Banes Entwicklung, erst am Ende geht es zur Sache. Wer das große Massaker erwartet, wird enttäuscht. Schauplätze: Korrriban, Apatros, Ruusan, the unknown world. Fazit: Nett, aber keine Revolution, für EU-Leser Pflicht. Achtung: Es ist hilfreich, Kotor I gespielt zu haben, aber keine Voraussetzung.
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