Ein weiteres Jahrzehnt nach dem zweiten Band: Die Jedi halten die Sith für
ausgelöscht, was Darth Bane gerade recht kommt - als reicher Händler hat er
sich auf dem abgelegenen Planeten Ciutric niedergleassen und wartet auf den
ausstehenden Verrat seiner Schülerin, ihn als Lord der Sith zu stürzen -
doch dieser bleibt vorläufig aus. Außerdem sieht er sich mit dem Problem
konfrontiert, daß sein Körper erste Verfallserscheiungen zeigt. Aus einem
alten Sithmanuskript erährt er, daß einst Darth Andeddu dieses Problem gelöst
haben muß, und er macht sich nach Prakith im Tiefkern auf, Andeddus Holocron
zu suchen. Damit seine Schülerin davon nichts mitbekommt, schickt er sie
nach Doan, wo die Ermordung eines Jedi eine Staatskrise auszulösen droht.
Prinzessin Serra, in Wahrheit die machtsensitive Tochter des von Bane
ermorderten Heilers Caleb, schmiedet inzwischen Pläne, den Mörder ihres
Vaters gefangen zu nehmen und sich an ihm zu rächen. Ihr zur Seite steht die
treue Lucia sowie eine Itchtoki, eine machtnutzende Attentäterin sowie 20
Elitesoldaten. Unter großen Verlusten gelingt es ihr, den von seiner Mission
zurückkehrenden Darth Bane auf Ciutric zu überraschen und gefangen zu nehmen.
Sie sperrt ihn in den stillgelegten Kerkern unterhalb des Palastes von Doan
ein und quält ihn mit verschiedenen Giften. Doch Lucia erkennt ihn als den
charsimatischen Führer Des aus den Zwielichtkriegen wieder, und ihr
Loyalität ist plötzlich geteilt.
Zannah spürt, daß mit ihrer Mission etwas nicht mit rechten Dingen zugeht,
doch sie kommt nicht dahinter, was er plant. Dafür arbeitet sie an ihren
eigene Plänen weiter, einen Schüler zu finden - das einzige, was sie bislang
von der Konfrontation mit ihrem Meister abgehalten hat. Als sie auf den
dunklen Jedi Set Harth stößt - er hatte sich von den Jedi abgewandet, um seine
Fähigkeiten zu seiner persönlichen Bereicherung zu nutzen - glaubt sie sich
am Ziel ihrer Suche. Als sie bei ihrer Rückkehr aber das verwüstete Haus
vorfindet, wird ihr klar, daß sie ihn erst befreien und dann töten muß.
So kommt es, daß kurze Zeit später mit Bane, Zannah, Serra, Lucia, der
Attentäterin und Set Harth sechs Parteien einen Kampf jeder gegen jeden
entfachen und sich einen vorgezogenen Showdown im Kerkerlabyrinth von Doan
liefern. Dabei wechseln die Allianzen ständig, wobei letztenendes doch jeder
nur seinen persönlichen Interessen nachgeht. Serra löst die Sprengung des
Kerkerkomplexes auf, wodurch die Kämpfe abgebrochen werden müssen und, soviel
sei verraten, fünf der sechs Widersacher entkommen. Auf Ambria, dem Planten von
Serras Vater Caleb, kreuzen sich ihre Weg wieder, wo sich die Weichen für
neue Bündnisse stellen.
Dem Autor ist ein sehr spannendes Werk gelungen - es lebt von den sechs gut
dargestellten Charakteren - alle Machtnutzer, alle mehr oder wenig böse
oder zumindest auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Hinzu kommt eine spannende
Geschichte mit vielen überraschenden Wendungen. Obgleich andere Rezensenten
vom Abschluß einer Trilogie sprechen, kommt es mir so vor, als seien einige
Möglichkeiten für Fortsetzungen geschaffen worde - man darf gespannt sein.
Einen Wermutstropfen hat das Buch übrigens: Zumindest der deutsche Lektor
scheint nicht auf der Höhe gewesen zu sein, da es einige zum Teil peinliche