Darth Vader weiß dass Jax Pavan lebt und hat deshalb die ihm unterstellten Inquisitoren damit beauftragt den flüchtigen Jedi Ritter und ehemaligen "Freund" zu finden, denn der dunkle Lord hat noch eine sehr persönliche Rechnung mit Jax offen. Doch der Jedi weiß sich zu verstecken und so muss Vader seine Strategie ändern, über I-Five will er an ihn kommen. Bei der Suche nach Pavans Droiden stößt der talentierte Inquisitor Probus Tesla jedoch auf eine außergewöhnliche starke Machtquelle, die sich als 15jähriger Junge entpuppt, der Tesla völlig überlegen ist und den Inquisitor fast ins Jenseits befördert.
Durch die Erschütterung der Macht aufmerksam gemacht, gelingt es Jax den jungen Macht-Wunderknaben aufzustöbern ehe es weitere Inquisitoren tun und ihn bei sich aufzunehmen. Kajs Talent ist überragend und als vermeintlich letzter Jedi, sieht sich Jax schon bald verpflichtet, den Jungen im Umgang mit der Macht zu unterweisen und sei es nur, um ihn vor seinen Kräften zu schützen. Jax Whiplash-Zelle könnte derweil eine einmalige Chance vor sich haben, ist doch Tuden Sal, jener Freund seines Vaters Lorn Pavan der I-Fives Gedächtnis gelöscht hat, mit einem Plan an sie herangetreten, den Imperator zu ermorden. Aber nicht jeder ist Jax gegenüber unbedingt loyal und es könnte sich ein Verräter unter ihnen befinden, der nicht nur all ihren Ambitionen, sondern auch ihren Leben ein Ende bereiten könnte...
Patterns of the Force bringt Coruscant Nights zum Abschluss oder gibt das zumindest vor, denn die Reihe, die auf bekannte Charaktere wie Den Dhur (Medstar) in I-5YQ (Darth Maul - Shadowhunter, Medstar) setzt, lässt Michael Reaves "Darth Maul - Shadowhunter" nicht ganz unähnlich, Raum für eine Fortsetzung offen, auch wenn das Ende und der primäre Story-arc aus Shadowhunter und Coruscant Nights abgeschlossen werden. Und das lässt hoffen, denn Coruscant Nights verknüpft humorvolle Charaktere wie man sie sonst nur aus den X-Wing-Romanen kennt mit dem Versuch die Macht einmal aus anderen Blickwinkeln zu betrachten und zugleich einem Dark Times-Plot, der zwischen Episode III und IV angesiedelt eben von einem der letzten Jedi im Untergrund handelt. Vom Pseudo-Privatdetektiv und Ex-Jedi zum Widerstandskämpfer und Fluchthelfer, also einen Rebellen der ersten Stunde, Jax Pavans Entwicklung ist nachvollziehbar, genauso wie sein Handeln.
Den Reiz von Coruscant Nights bringt Patterns of the Force nun auf den Punkt. Mit Kajin Savaros tritt nämlich ein roher ungeschliffener Diamant, ein Wunderkind in Sachen Machtbegabung, auf den Plan und Jax als einziger "tempeltrainierter" Jedi will versuchen ihn im Umgang mit seinem fast grenzenlosen Potential auszubilden. Dabei philosophiert Jax sehr viel über die Unterschiede zwischen der Jedi-Ausbildung die er im Tempel genossen hat und jener seiner Freundin Laranth Tarak, einer Gray Paladin. Zugleich erfährt man auch näheres über die Ausbildung der Inquisitoren, verkörpert durch den ehrgeizigen Probus Tesla, der Vader persönlich Bericht erstatten darf und hofft eines Tages, den Platz seines ehemaligen Meisters in der Inquisitoren-Ausbildung zu übernehmen. Trotz seiner Verbindung zur dunklen Seite ist Tesla Kajin jedoch unterlegen, was vor allem an der Art und Weise von Kajs Machtgebrauch liegen mag. Spektakulär und ungewöhnt für Michael Reaves der Machtfähigkeiten bisher meist weniger nach Magie und gottgleichen Kräften aussehen ließ, doch mit dem Wunderkind Kaj stellt er sogar Darth Vader und Palpatine in den Schatten, deren Sith-Blitze und Telekinese vergleichsweise als Kinderkram bezeichnen ließe.
Abgesehen von diesen Highlights hat der eigentliche Plot vermehrt mit Spannungseinbrüchen zu kämpfen, wo sich so rein gar nichts mehr zu bewegen scheint. Stattdessen nehmen die Dialoge gelegentlich überhand und die übermäßige Interaktion zwischen den Charakteren, welche grundsätzlich nichts schlechtes wäre, verhindert, dass die Geschichte endlich die nötigen Schritte vorwärts unternimmt. So wirken die Handlungswendungen manchmal überstürzt und irgendwie bekommt man das Gefühl, dass die Erzählung "ruckelt".
Fazit:
Nichtsdestotrotz der wahrscheinlich beste Band der Trilogie, der für manchen Glücklichen auch die Rückkehr in späteren Büchern offen lässt.