Als "Star Wars: Empire At War" Anfang 2006 erschien konnte es zahlreichen Vorschusslorbeeren zwar gerecht werden, aber ein Großteil der Fans war, auf Grund einer fehlenden Story die über das Bekannte hinaus ging oder gar einige neue Details des Konfliktes zwischen den Rebellen und dem Imperium enthüllt, durchaus etwas enttäuscht vom Endresultat.
Das Ende 2006 erschienene AddOn "Forces of Corruption" schloß diese Lücke auf beeindruckende Art und Weise. Nicht die "üblichen Verdächtigen" avancierten zu den Helden des "Star Wars"-Universums, sondern endlich kann man auch eine quasi "neutrale" Partei spielen und vollkommen eigennützig mit den beiden anderen Kriegsparteien auf die eine oder andere Art verfahren. In diesem gerät Tyber Zann, seines Zeichens Kopf des gleichnamigen "Zann"-Konsortiums, an ein mysteriöses Artefakt der Sith und versucht gleichzeitig eine neue Geheimwaffe des Imperiums aufzuspüren, um daraus Tribut schlagen zu können.
Spieltechnisch bietet das AddOn überraschend viele Neuerungen: Ob die obligatorischen neuen Raum- und Bodeneinheiten für die beiden "alten" Fraktionen (B-Wings, TIE-Advanced-Fighter...), eine neue Fraktion und einige neue Spielmöglichkeiten (Stichwort: "Korruption verbreiten") - man wird definitiv viel Neues zu entdecken haben.
Technisch bleibt aber alles natürlich bei der mittlerweile etwas angestaubten Optik, die besonders im Bodenkampf etwas sehr altbacken wirkt. Allerdings wird dies vom großen Plus aufgewogen, dass das AddOn das Gesamtspiel auch für diejenigen spielenswerter macht, die vom Hauptprogramm, auf Grund der ansteigenden Monotonie der Kämpfe, irgendwann recht schnell genug hatten. "Forces of Corruption" schafft hier aber genau das, was ein gutes AddOn können muss: Es macht das Gesamtpaket sehr viel spielenswerter. Und für einen glatten Zehner ist es zudem ein Angebot, dass man nur sehr schwer ablehnen kann.