Im ersten der Band der Callista-Trilogie stößt der frischgebackene Jedi-Meister Luke Skywalker auf ein sehr düsteres Vermächtnis das bis in die ersten Tage des Imperiums und die große Jedi-Verfolgung zurückreicht.
Als ein offensichtlich geistig verwirrter Angreifer auf Ithor in eine Versammlung platzt an der auch die Staatschefin der Neuen Republik Leia Organa-Solo teilnimmt erkennt Han Solo in ihm einen alten Freund aus Schmugglertagen. Erst mit Hilfe Luke Skywalkers, seiner Studentin Cray Mingla und deren Freund, dem ehemaligen Jedi-Studenten Nichos Marr gelingt es etwas aus dem irrsinnigen Gebrabbel des Schmugglers zu verstehen. Auf dem Planeten Belsavis sollen sich ein Jedi-Meister und machtsensitive Kinder versteckt haben als die große Jedi-Verfolgung begann. Zusammen mit ihrem Mann und Chewbacca bricht Leia dorthin auf, um womöglich Überlebende zu retten.
Luke hingegen ermittelt zunächst auf Ithor weiter. An dieser Stelle sollte man erwähnen dass Nichos Marr im Grunde genommen nur noch ein Droide ist, in dem der Geist des Jedi-Schülers Nichos Marr gefangen ist, da sein echter Körper von einer unheilbaren Krankheit betroffen war. Seine Geliebte, die ebenfalls machtsensitive Wissenschaftlerin Cray versuchte ihn durch diesen Transfer zu retten, doch Nichos ist unglücklich, zumal er auch seine Machtfähigkeiten verloren hat. Bei einer gemeinsamen Meditation entdeckt Luke schließlich mysteriöserweise Koordinaten in Nichos Geist. Um herauszufinden was sich hinter dieser Eingebung verbirgt brechen die 3 auf und werden sogleich schwer getroffen, weshalb sie auf einen abgelegenen Planeten notlanden müssen. Als sie auf einen ehemaligen Sturmtruppler treffen, der vor über 30 Jahren zu einer geheimen Mission aufbrechen sollte, jedoch nie von seinem Schiff abgeholt wurde, findet ein neuerlicher Angriff auf die Jedi statt. Ein Landeschiff samt Droiden überwältigt sie und als Luke wieder erwacht befindet er sich an Bord eines als Asteroiden getarnten und vollautomatischen Kreuzers auf dem die nun eingesammelten einer Gehirnwäsche unterzogen werden. Verwundet und in eine unkontrollierbare Situation geraten versucht Luke herauszufinden was überhaupt los ist...
Gleich einmal vorweg Barbara Hamblys "Children of the Jedi" ist kein Buch das man als Star Wars Fan gelesen haben muss. Es ist zwar vielleicht für manchen interessant zu erfahren wie Luke an seine damalige neue Freundin Callista geraten ist, aber die grundlegende Handlung des Buches wird einzig und allein im 12. Band von The New Jedi Order einmal kurz aufgegriffen. Außerdem ist das Buch stilistisch eindeutig nicht mit dem klassischen Star Wars zu vergleichen, da es einen völlig anderen Weg einschlägt. Für manchen mag dieses Konzept eines Star Wars ohne große Raumschlachten, Lichtschwertkämpfe und Verfolgungsjagden ja auch durchaus lesenswert sein, aber selbst dann bietet "Children of the Jedi" keine Garantie für Unterhaltung, denn die Story ist nicht nur ziemlich verworren und scheint manchmal festzuhängen, sondern ist zusätzlich noch extrem langatmig weil überlang.
Um es etwas anschaulicher darzustellen, die meiste Zeit über ist Luke trotz seiner ausgeprägten vollkommen bewegungs- und handlungsunfähig, seine beiden Schützlinge sind ebenfalls zu kaum konstruktiven Ideen fähig und der Rest der Schiffsbesatzung des vollautomatisierten Kreuzers sind Gamorreaner (Schweine) und die vermummten Tusken-Räuber, die sich aufgrund seltsamer Stammeskonflikte andauernd an die Gurgel gehen und aufgrund der Gehirnwäsche für menschliche Sturmtruppen halten. Auch auf Belsavis gibt es wenig Handlung und Spannung, da die Geschichte zeitweise regelrecht im Leerlauf hängen geblieben ist.
Fazit:
Verworrene Handlung, keine Action und trotzdem beinahe 500 Seiten - ein grauenerregendes Beispiel dafür was passieren kann wenn man Quantität der Qualität vorzieht.