Der zweite und abschließende Boba Fett Sammelband bringt zum Abschluss der Reihe einen dreifachen Höhepunkt mit ein, denn nach langem Hin und Her gelingt es Boba in "Gejagt" sich bis nach Tatooine durchzuschlagen. Dort angekommen gerät der angehende Kopfgeldjäger jedoch prompt in das Visier von Jabba the Hutts Top-Kopfgeldjäger Durge, der es auf Mandalorianer abgesehen hat. Schon bald bietet sich für Durge jedoch die Chance Boba auszustechen und dem jungen Mandalorianer eine Lektion zu erteilen, als Jabba sie beide auf die gleiche Zielperson ansetzt...
Geraume Zeit später findet sich Boba in "Eine neue Bedrohung" zwischen den Fronten der Klonkriege wieder und steht schon bald seinem bisher gefährlichsten Feind gegenüber. Alles nur weil er versucht das lukrative auf Separatistenführer Wat Tambor ausgesetzte Kopfgeld einzutreiben und so ganz nebenbei dessen monströse Festung auf Xagobah zu stürmen...
Knapp mit dem Leben davongekommen wird Boba infolge der Schlacht um Xagobah Zeuge eines Raumjägerduells zwischen Anakin Skywalker und Asajj Ventress. Während Ventress entkommt muss Boba notlanden und sich Skywalker ergeben. Doch indem er in Aussicht stellt für den weiteren Kriegsverlauf kritische Informationen zu besitzen, kann er sich Anakins Vertrauen erwerben. Wenig später gelangt er unter dem Schutz der Jedi nach Coruscant. Doch anstatt zu kooperieren und die Doppelidentität Count Dookus als Tyranus zu enthüllen, flieht er die Unterstadt und kontaktiert einen ehemaligen Geschäftspartner Jangos, denn er hat ein lohnenswertes neues Ziel ausgemacht - den Mörder seines Vaters, Mace Windu...
In den letzten 3 Kapiteln der Boba Fett-Reihe fährt Elizabeth Hand noch einmal alles auf, was die Klonkriege so an interessanten Schurken zu bieten haben. So bietet dieser Sammelband die einzige Gelegenheit Durge einmal außerhalb von Clone Wars-Serie und Comics zu erleben, während General Grievous und seine Magna Wächter ihren ersten Romanauftritt feiern dürfen (da "Eine neue Bedrohung" noch vor "Labyrinth des Bösen" geschrieben wurde). Auch Asajj Ventress ist mit von der Partie, wenn auch nur kurz. Die großen Duelle wie zwischen Durge und Boba oder auch Boba und Mace Windu sind es jedoch, was den Abschluss der Reihe ihren Reiz verleihen. Die Action ist also gegeben.
Getrübt wird dieses Bild jedoch von den überdeutlichen Versuchen das Jugendbuch herauszukehren, wenn ein noch nicht einmal 13jähriger Boba Fett den Halbstarken markiert und allein weil er einen mandalorianischen Helm trägt, damit als Erwachsener durchkommt. Die entsprechenden Szenen sind schon zu peinlich um wirkungslos zu bleiben. Kommt noch eine doch ziemlich flache Story hinzu, mit der man bei einem Star Wars Jugendbuch schon rechnen muss.
Dessen ungeachtet ist der zweite Boba Fett Sammelband wohl durchaus reicher an Spannung und Action als der erste und bietet zudem die Highlights der Reihe. Da Geschehenes sogar wiederholt wird, wohl weil nach Terry Bisson Elizabeth Hand wieder die Autorenschaft übernommen hat und diese einen Bezug zu den Werken der Vorgängerin herstellen wollte, muss man Band 1-3 bzw. den ersten Sammelband nicht einmal gelesen haben und kann bei Interesse gleich direkt einsteigen. Zuviel erwarten sollte man natürlich nicht.