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Star Wars: Anatomie einer Saga [Broschiert]

Laurent Jullier
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

1. Februar 2007
Star Wars ist zum gesellschaftlichen Phänomen geworden, von dem die beiden Trilogien nur einen kleinen, zentralen Teil bilden. Hunderttausende von Fans auf der ganzen Welt und Tausende Autoren von Spielen, Comics und Romanen arbeiten Tag für Tag daran, das Star Wars-Universum weiter zu verzweigen. Die Filme selbst sind nach und nach unter den Bildern, Klischees und Rekorden verschwunden. Laurent Jullier stellt sich dieser Tendenz entgegen. Allem, was direkt zu beobachten ist, gibt er in seinem kritischen Buch den Vorzug: den Filmen und den Produkten, die aus der Saga heraus entwickelt worden sind, und den Reaktionen, wie sie in Kritiken oder Diskussionsforen zutage treten. Am Ende dieses Buches weiß man nicht unbedingt, ob Mark Hammill sich zuletzt für Luke Skywalker hielt, noch geht es um Rehabilitierung oder im Gegenteil um eine Herabwürdigung von Star Wars. Jullier bleibt bei seiner Stilanalyse so weit wie möglich im Inneren der Welt des Films und macht Wiederholungen, Antinomien und Symmetrien ausfindig. In einer externen Analyse untersucht Laurent Jullier zudem die Verbindungen zwischen dem Film und der Welt, die ihn hat entstehen sehen, welche fiktionalen oder religiösen Erzählungen, welche historischen Ereignisse in der Saga anklingen und welche Art von Reaktionen sie bei Menschen auslösen kann. Mehr zum Thema AUCH unter StarWars-Union.de !

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Produktinformation

  • Broschiert: 344 Seiten
  • Verlag: Uvk; Auflage: 1., Auflage (1. Februar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896695576
  • ISBN-13: 978-3896695574
  • Originaltitel: Star Wars. Anatomie D'une saga
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 452.559 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Eine gelungene Auseinandersetzung mit dem Thema. (Celluloid 02/1.April 2007) r. 52)

Mit einer Werkzeugkiste vergleicht Jullier die Serie, für jeden ist was dabei: Politik, Ästhetik, Religion, Liebe und Freundschaft, all unsere existenziellen Probleme finden sich in dieser Box. 'Star Wars' ist mehr als eine Weltraumoper! den Beweis tritt er eindrucksvoll an, beschreibt die Anatomie der Saga als vielseitigen, auch für die Wissenschaft spannenden Astralkörper. Die Fans wird's freuen. Na dann: Es wird Zeit. Zieht die Lichtschwerter - das Jubliäum kann beginnen. (Abendzeitung, 24.05.2007)

Der französische Filmwissenschaftler hat ein höchst lesenswertes Buch geschrieben, das allen Filminteressierten im Allgemeinen und Star Wars -Fans im Besonderen uneingeschränkt zu empfehlen. (corona-magazine.de, 05.05.2008)

Über den Autor

Laurent Jullier ist Filmkritiker und Professor an der Universität Sorbonne, Paris. Rüdiger Hillmer arbeitet als Übersetzer, Dramaturg und Lektor.

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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine filmwissenschaftliche Analyse der Saga 1. Juli 2007
Von Mario Pf. HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Bevor man sich dieses Buch legt sollte man sich in vielerlei Hinsicht gut vorbereiten, zum Einen was den sprachlich sehr hoch angesetzten Stil der Übersetzung angeht, wie auch des wissenschaftlichen Anspruchs des Autors. Anatomie einer Saga ist kein Buch, dass für jeden Star Wars-Fan zu empfehlen ist, auch nicht unbedingt für den so genannten harten Kern, den Hardcore-Fans, die alles kaufen und lesen wo nur Star Wars draufsteht. Das Buch ist eine wissenschaftliche Arbeit eines französischen Professors der Filmwissenschaften und damit Lichtjahre von dem entfernt was sonst so an Büchern über die Saga kursiert.

Der Inhalt:
Die Analyse selbst ist eine genaue Abhandlung des Phänomens Star Wars, mit besonderem Fokus auf die Filme, anhand derer Jullier die ungemeine Faszination des Kriegs der Sterne begründet. Neben der Saga als Ganzem beschäftigt sich der Autor auch mit den Filmen im Einzelnen und diversen Handlungen die sich als roter Faden durch beide Trilogien ziehen. Dabei greift er gelegentlich auch auf Vergleiche mit anderen Filmen und Werken der Literatur zurück (von Ben Hur bis Faust und Flash Gordon).

Dem Vergleich mit gängigen Filmmagazinen sollte man Anatomie einer Saga natürlich nicht unterziehen, denn das Buch stellt die Filme nicht vor, es zerlegt sie in ihre kleinsten Teile und erfasst die dem Film zugrunde liegenden Elemente, wie die Charaktere, die Jullier anhand der jungschen Archetypen analysiert. Anders ausgedrückt, Jullier erklärt dadurch die Helden von Star Wars, als der junge Held", der alte Zauberer/Krieger", die schöne Prinzessin", der Schurke", der treue Gefährte" und der böse Zauberer/Bösewicht". Es sind genau diese in verschiedenen Filmen, Fabeln und Erzählungen immer wiederkehrenden Charaktertypen die laut Jullier und darin stimmt er mit teils auch weniger anspruchsvollen Experten überein, zum Phänomen beigetragen haben, da man sich durch diese bewährten Elemente wiederum mit den Charakteren so gut identifizieren kann.

Auch geht er auf den markanten Unterschied zwischen der alten" und neuen" Trilogie ein, welche er mitunter in einem geschichtlichen Kontext (dem Vietnam-Krieg und der Suche nach neuen Helden, die sich gegen das unterdrückende Establishment erheben) erklärt. All das ist jedoch nur einer kleiner Teil dessen was zur Analyse gehört, die hier aus Platzgründen nicht weiter erläutert werden soll.

Zum Buch:
Anatomie einer Saga ist wirklich verblüffend. Der Autor schafft es die Saga derart genau zu sezieren und Dinge zu enthüllen, die man sich vielleicht gedacht, aber nie ausgesprochen hat. Da er, nach eigener Aussage nie zuvor mit den Filmen in Kontakt gekommen ist, gehört er wohl auch zu den wenigen Personen die wirklich objektiv und unvoreingenommen an die Analyse herangehen können. Des wissenschaftlichen Anspruchs und hohen Niveaus ungeachtet strotzt das Buch jedoch vor Fremdwörtern und Anglizismen, wobei letztere für ein Buch welches aus dem Französischen übersetzt wurde, mitunter etwas seltsam anmuten. Die Übersetzung selbst kann man als vollen Erfolg betrachten, denn die Wortwahl und Sinnhaftigkeit des Autors dürften nahezu verlustlos erfasst worden sein. Problematisch ist jedoch, was dem langjährigen Fan wieder auffallen dürfte, dass es zu Fehlübersetzungen gekommen ist (Ein gutes Beispiel dafür ist Seite 280, wo der Originaltext aus dem Englischen, den Jullier auf Französisch vor sich hatte, wieder mitübersetzt wurde, wobei eine deutsche Übersetzung dieses Textes aus dem Englischen existiert hätte). Trotzdem, mein Lob für die Übersetzerin.

Größtes Manko des Buchs dürfte vor allem der Preis sein, der sogar weit über dem Durchschnittspreis von Hardcover-Büchern liegt. Kombiniert man das mit dem überaus hohen Anspruch des Buches, den gelinde gesagt hochtrabenden Ausdrücken, so ist vom Kauf schon eher abzuraten, denn Anatomie einer Saga" ist alles andere als ein populärwissenschaftliches Sachbuch. Gelegentlich fragt man sich sogar, für wen dieses Buch geschrieben wurde, ursprünglich wohl kaum für den einfachen" sondern filmwissenschaftlich interessierten Leser (aus französischen Akademikerkreisen). Wer sich jedoch unbedingt kritisch mit den filmwissenschaftlichen Hintergründen (mit eindeutiger Betonung auf wissenschaftlich) von Star Wars befassen will und dabei nicht auf Kosten achten muss, dem dürfte dieses Buch unter diesen Umständen Freude bereiten, wird doch so ziemlich alles geboten, was selbst hohen Ansprüchen genügt. Dennoch meine Empfehlung für all jene die es nicht lassen können, das Buch macht sich sicher gut im Regal und wirft ein gutes Licht auf seinen Besitzer, falls man einmal beweisen möchte wie gebildet man ist (selbst wenn man es nicht ausgelesen hat).

Fazit:
Ein hochkomplexes Werk, das tiefer schürft als alles zuvor, bei dessen Preis und Anspruch man es sich aber genau überlegen sollte.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Metapher "Anatomie" ist perfekt gewählt. 11. April 2007
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Zwei Textausschnitte zum Beginn, damit jeder sofort ahnt, mit welchem Kaliber er es hier zu tun hat. "Für gewisse Liebhaber der Materialität des fotografischen Films oder der vollständig analogen Künste bleibt noch das ästhetische oder philosophische Problem, das der Einsatz von Retuschierung und Synthese stellt." (Seite 91) und "Auch wenn eine solche Konzeption die Verfechter einer wirklichkeitsfremden Ästhetik zur Verzweiflung bringt, so gehen wir doch mehrheitlich ins Kino, um Emotionen zu empfinden, und zwar vorzugsweise jene, die nicht durch Alltagserfahrungen ausgelöst werden." (Seite 34). Vorsicht: Das sind bei weitem nicht die heftigsten Sätze dieses Buches!

Dieses Buch macht Spaß. Der Autor betrachtet das Phänomen Star Wars wissenschaftlich (!) und bleibt bei dieser umfassenden Analyse weitestgehend innerhalb dessen, was tatsächlich auf der Leinwand zu sehen ist. Die Metapher "Anatomie einer Saga" zu wählen zeugt vom hohen Sachverstand Julliers, denn tatsächlich scheint er mit schonungsloser Offenheit die Filme zu sezieren. Jullier zerlegt die Saga sehr gründich in ihre Einzelteile. Er wertet se nicht ab, er macht aber auch Star Wars nicht größer, als es ist, so wie unzählige andere Bücher es bis heute tun. Eine Zeitlang ist man während und nach der Lektüre als echter Fan wie betäubt. Jullier zieht die Filme aus und entblößt sie. Er sucht und findet Erklärungen für die Popularität, wertet sie im Licht der Zeit, in der sie erschienen aus und entdeckt somit auch, wie und warum sich erste und zweite Trilogie so grundlegend voneinander unterscheiden.

Jullier wertet die Saga einerseits "in sich" aus, das heißt, er bleibt engstmöglich im "Text", indem er diesen mit Parallelen aus Film und Literatur (Ben Hur, Flash Gordon und vieles, vieles mehr) vergleicht. So hält er der Saga schonungslos den Spiegel vor. Andererseits betrachtet er die Saga im Licht der auf sie eingeprasselten Kritiken, Lobhudeleien und anderer bedeutender Werke und schämt sich dabei nicht einmal, Goethes "Faust" miteinzubeziehen. Dieses Buch war längst überfällig: Ein Wek, das Star Wars ernst nimmt, ohne es zu glorifizieren. Ein Werk, das außerhalb all dessen steht, was Fans zur Saga beigetragen und über sie geschrieben haben. Ein Werk, das George Lucas auch mal "unters Röckchen" schaut, ohne die ewige Ehrfurcht, die man ihm entgegen bringt. Denn irgendwie - das ist meine persönliche Meinung - hat diese Saga sich selbst geschrieben.

"Star Wars. Anatomie einer Saga" ist eine nüchterne, ernsthafte und umfassende Metaanalyse der sichtbaren Filme selbst, nicht des Fandom und nicht des Expanded Universe. Selbstverständlich schluckt man als Fan gelegentlich, denn vor einigen "Schntzern" und Wissenslücken ist selbst Jullier nicht gefeit: Einen "Dark" Sidious gibt es nicht. Und das Muster im Gesicht von Darth Maul entspricht nicht dessen natürlcher Pigmentierung, sondern ist tätowiert (Jullier ist sich ncht sicher). Aber das ist Erbsenzählerei und fällt nur einem Freak auf. Und eben ein solcher ist Jullier nicht: Er respektiert die Saga in seiner Funktion als Anatom, der sie sorgfältig auseinander nimmt. Und das entbehrt manchmal auch nicht einer gewissen Komik. Denn - hey - Star Wars is vor allem Unterhaltug und Spaß. Aber auch diese - meine - Meinung wird in diesem Buch analysiert.
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