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5.0 von 5 Sternen
Frischer Wind vom Meister höchstpersönlich, 1. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Star Wars: Allegiance (Gebundene Ausgabe)
Neben seiner legendären Thrawn-Trilogie, welche mitsamt der Spinoffs Hand von Thrawn und der Outbound Flight-Duologie mittlerweile acht Bände umfasst (auf English lediglich sieben, da die Hand von Thrawn im Original nur eine Duologie ist) hat Timothy Zahn mit Allegiance nun womöglich einen Zyklus begonnen, denn Allegiance führt uns in eine Zeit nur allzu bekannt ist, die imperiale Ära, kurz nach der Zerstörung des ersten Todessterns. Wie bereits im Comicdreiteiler Mara Jade, der in Zusammenarbeit von Zahn und Michael Stackpole entstand befasst sich Allegiance ebenfalls mit Mara Jade als Hand des Imperators, nur eben zur Blütezeit der Rebellion.
Inhalt:
Auch nach der Zerstörung des Todessterns geht der Kampf der Rebellenallianz gegen die Unterdrückung durch das Imperium weiter. Han Solo ist sich jedoch nicht ganz sicher ob er sich der Rebellion anschließen oder ein möglichst neutraler Schmuggler bleiben soll. Momentan ist er mit Luke Skywalker dabei eine Rebellenzelle zu retten, doch soll das seine Zukunft sein in der er sein Leben und den Millenium Falcon Tag für Tag im Kampf für die Wiedererrichtung der Republik riskiert?
Schwere Zweifel bekommt langsam auch der Soldat Daric LaRone, als er den Befehl erhält Zivilisten zu töten, die als potentielle Sympathisanten der Rebellen gelten, was dabei nicht einmal so sicher ist. Heimlich verweigert er diesen Befehl und schießt daneben. An Bord des Sternenzerstörers Reprisal, der zwar unter dem Kommando von Kapitän Ozzel steht, aber bereits vom imperialen Geheimdienst (dem ISB - Imperial Security Bureau) kontrolliert wird, kommt es bei einem Streit mit einem hochrangigen Geheimdienstoffizier zu Handgreiflichkeiten und LaRone erschießt ihn in Notwehr. Mit vier seiner Kameren, den Sturmtruppensoldaten Quiller, Brightwater, Marcross und Grave sieht er sich gezwungen von Bord zu flüchten und kapert ein Schiff des ISB.
In einem anderen Teil der Galaxis ist die Hand des Imperators, Mara Jade, damit beschäftigt einen Antiquitätenraub in Milliardenhöhe zu untersuchen. Ihre Ermittlungen führen sie schließlich in den Shelsha-Sektor, welcher auch das Ziel der desertierten Sturmtruppen ist.
Der Shelsha-Sektor ist wohl sehr beliebt, denn auch Leia, Han und Luke sind auf dem Weg dorthin, da sich örtliche Rebellengruppen überlegen, der Allianz beizutreten. Han und Luke sollen dabei aber einem anderen Auftrag nachgehen, nämlich eine Bande Piraten auszuforschen, die immer wieder Transportkonvois der Rebellen abfangen...
Zum Inhalt:
Wenige Monate nachdem Luke von seinem Erbe als Jedi-Ritter erfahren hat ist er noch weit davon entfernt seine Fähigkeiten auch einsetzen zu können. Im Umgang mit Macht und Lichtschwert wäre ihm die Hand des Imperators zu diesem Zeitpunkt bei weitem überlegen, aber zu diesem Duell wird es Jahre später kommen. Die Besonderheit dieses Bandes liegt vor allem darauf, Mara Jade in Aktion erleben zu dürfen und endlich zu erfahren mit welchen Aufträgen sie vom Imperator betraut wurde, wie auch welche Fähigkeiten sie dabei einsetzen konnte. Ein interessantes Extra ist dass Zahn die beiden Droiden R2D2 und C3PO in der gesamten Handlung kein einziges Mal vorkommen lässt, was Fans der beiden zwar enttäuschen dürfte, aber einige sinnlose Dialoge erspart. Auch Chewie verhält sich unter Zahns Feder bemerkenswert ruhig und tritt als Charakter eher in den Hintergrund.
Genau genommen konzentriert sich die Handlung auf die Hand des Imperators und die desertierten Sturmtruppen, welche sich den Namen Hand of Judgement (Hand des Urteils oder womöglich auch Hand der Gerechtigkeit) gegeben haben - bis zu dem Punkt wo die beiden Handlungsstränge aufeinandertreffen und es darf nur eine Hand geben (zumindest aus der Sicht Mara Jades, die noch nichts von den anderen Händen des Imperators weiß). Nicht weniger Interessant sind die moralischen Beweggründe von Mara Jade und den Sturmtruppen für das Imperium zu kämpfen, denn immerhin gehören die Hände des Imperators wie auch die Sturmtruppen zu den loyalsten Agenten und Soldaten des Imperators. Die Sturmtruppen selbst beginnen nach dem Massaker an Zivlisten ja an der moralischen Überlegenheit des Imperiums zu zweifeln, doch gleichzeitig wurde ihnen beigebracht dass sie für Ordnung und Gerechtigkeit in der Galaxis sorgen, um die neue Ordnung aufrecht zu erhalten, die das Chaos schlussendlich verdrängen soll.
Ein Ausblick in die Zukunft:
Eine Rückkehr der Hand of Judgement ist nicht ganz ausgeschlossen, sollte es einigen Mitgliedern gelingen sich in den unbekannten Regionen abzusetzen, wo ja auch Thrawn lange Jahre stationiert war und die Hand von Thrawn gründen wird. Ob da vielleicht eine Verbindung besteht? Vielleicht. Ganz auszuschließen ist auch nicht dass Zahn einen neuen Zyklus über die Hand des Imperators entwickeln könnte, sofern LucasBooks dem zustimmt. Mara Jade steht in Allegiance ja noch am Beginn ihrer Karriere und es könnte noch so viel passieren, auch Thrawn als imperialer Offizier oder Großadmiral könnte in diesen Hand des Imperator-Zyklus irgendwie eingebaut werden. Ganz kann man sich in dieser Hinsicht den Fans nicht verschließen, da ja bereits die Idee zur Hand of Judgement durch Zahns Dialog mit Fans zustande gekommen ist.
Fazit:
Mit Allegiance bringt Timothy Zahn wieder frischen Wind in das Star Wars-Universum und verrät uns endlich mehr über die Hand des Imperators!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Endlich wieder ein ZAHN!, 17. Februar 2008
Wow- Was für ein Buch... es wurde aber auch Zeit, dass sich Zahn mal wieder eines Star Wars Romans annimmt. Nachdem die SW-Auftakt Trilogy um Thrawn ja wahrscheinlich nicht mehr zu toppen ist und außer einigen Kronjuwelen, wie "Darksaber" und der "X-Wing Serie", wenig lesenswertes, wie besonders die New Jedi Order Reihe oder die verunglückten Klonkrieg Reihe zustande kam, nun wieder endlich ein Buch, das mit Intelligenz und Intriquen Lust auf Star Wars macht... Für jeden Ur-SW Fan ein echtes Muss! Genau, wie "Todesstern", "Tales from Jabbas Palace" und "Tales of the Mos Eisley Cantina"...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Aus einem Mosaik wird so langsam ein Bild, 26. Mai 2008
Wer schon lange Star Wars Fan ist, so wie ich dem haben sich mit den Jahren immer wieder Fragen gestellt. Viele blieben bis zum Auftauchen der Bücher unbeantwortet.
Natürlich haben die Filme I - III vieles erreicht, dennoch konnte noch nicht alles geklärt werden. Da trifft es sich gut, dass Georg Lucas die Erlaubnis gab, sein Universum "auszudehnen". So nach und nach gibt es immer mehr Mosaik-Steine aus denen ein Bild wird - wenn auch - sehr langsam.
Einer der Meister der Mosaiksteine ist ohne Zweifel Timothy Zahn. Auch mit dem vorliegenden Band wird er wieder einmal seinem Ruf gerecht. Hier kommen einmal die tragischen "Helden" des Imperiums zu Wort. In Gestalt einer Gruppe Desertierter Strumtruppler.
Auch hier gelingt es dem Autor auf anschauliche Weise, seinen Figuren eine Persönlichkeit zu verleihen. Auch die Entwicklung der einzelnen Charaktere kann man sehr genau erkennen. Wir haben einen noch unentschlossenen Han Solo, einen sehr jungen idealistischen Luke Skywalker und eine etwas arrogante Leia Organa.
Besonders gelungen ist die Figur von Mara Jade. Hier erfahren wir wesentlich mehr über die junge attraktive Frau, die zu den gefährlichsten Waffen des Imperators gehörte. Auch die Tatsache, dass der Imperator auch mit seinen treuesten Untergebenen ein falsches Spiel treibt wird hier deutlich sichtbar. Denn, er hat mehr als nur EINE "Rechte Hand" ebenso wie er mehr als nur EINE "Linke Hand" hat. Fazit: Ein Buch das es wert ist gelesen zu werden.
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