Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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226 von 350 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Viel Action, wenig Star Trek, 18. Juni 2009
Kinofilme mit einer dicken Fangemeinde lassen sich oft aus wenigstens zwei verschiedenen Blickwinkeln heraus betrachten und rezensieren. Zum einen aus dem des Insiders, der schon im Vorfeld der Veröffentlichung eine erregte Erwartungshaltung einnimmt und daher besonders leicht respektive schwer glücklich zu machen ist. Zum anderen aus dem des neutralen Zuschauers, der wahrscheinlich nicht beurteilen kann, wie gut ein bestimmtes Ereignis oder eine Figur in den jeweiligen Kanon passt, sich also einfach berieseln lässt. Das ist bei "Star Trek" nicht anders. Ich möchte mich an beiden Blickwinkeln versuchen.
1. Bizarres Handlungsgerüst
Die Handlung in J. J. Abrams Neubeginn schien mir - aus welchem Blickwinkel auch immer - ein einziges Durcheinander zu sein. Vier verschiedene Zeitzonen sind de facto eine zu viel. Dazu kommt, dass die Idee, mit Nero einen zentralen, rachsüchtigen Gegenspieler für die Crew der Enterprise zu schaffen, nach "Star Trek II - Der Zorn des Kahn" und "Star Trek X - Nemesis" schlicht ausgelutscht wirkt. Der Romulaner selbst bleibt blass, einfallslos und somit weit hinter seinen Vorgängern zurück. Besaß Kahn noch psychopathisches Charisma und entstammte der Picard-Klon noch einer interessanten, wenngleich skurrilen Idee, kommt Nero schlicht wütend aus der Zukunft.
Für Kenner womöglich langweilig, alle anderen wird es kaum stören.
2. Durchwachsene Einbindung der Hauptrollen
Dieser Part meiner Kritik dürfte vornehmlich Trekkies interessieren, wartete man als eingefleischter Liebhaber des Franchise doch aufgeregt auf die Einführung der großen Namen in die neue Ära. Die gelingt leider nicht immer zur Gänze.
So macht Chekov mit seinen zarten 17 Jahren einen geradezu putzigen Eindruck und scheint ferner weitaus cleverer und impulsiver zu sein, als ich ihn in Erinnerung hatte. Scottys Rolle wirkte, als hätte man ihn glatt vergessen und kurz vor Ende des Films noch auf Teufel komm' raus im Plot unterbringen wollen. Es fehlt ihm an Ernsthaftigkeit und Professionalität; stattdessen hangelt er wie ein Kasper von einem flachen Witz zum nächsten, wodurch sein eigentliches Talent völlig in den Hintergrund tritt.
Zachary Quinto als junger Spock hingegen scheint im Ansatz annehmbar, wenngleich ihm die herablassende Art seines ruhmreichen Vorbilds noch nicht derart anzusehen war. Auch Kirk ist trotz hier und da überspitzter Aggressivität ordentlich inszeniert. Er sollte nur für den Chefsessel auf der Brücke erst einmal erwachsen werden. Mein persönlicher Favorit: Unser aller Éomer Karl Urban alias Leonard McCoy, sprich die Besetzung, die ich zunächst als besonders gewagt empfand, weil der Darsteller nicht zuletzt im zweiten und dritten Teil der Herr der Ringe-Saga von sich reden gemacht hatte. Rasiert, gekämmt und in seine blaue Uniform gesteckt, trifft er das Original jedoch verdächtig. Urban und John Cho als Hikaru Sulu passten auch deshalb, weil sie vergleichsweise zurückhaltend und nicht krampfhaft komisch, talentiert oder aggressiv agierten, mit Abstand am besten ins Bild.
3. Viel Action, wenig Star Trek
Wer den Film gesehen hat und behauptet, er wäre nicht unterhalten worden, schwindelt wahrscheinlich. Allerdings geht es gerade Star Trek-Fans natürlich nicht nur um nackte Unterhaltung, sondern um das, was Gene Roddenberrys Universum unverwechselbar macht. Dazu gehören mitunter psychologisch tiefgreifende Dialoge und ein moralischer Pathos, den man andernorts vergeblich sucht. Kann man auf Ersteres noch verzichten, bleibt die Moral dieser fernen Zukunft eigentlich Pflicht, soll sie weiter Star Trek heißen. "Eigentlich", weil in Abrams "Star Trek" nicht viel davon geblieben ist und etliche Begebenheiten nicht in den Kanon passen, der zuletzt nur noch wenige Zuschauer in die Kinos lockte.
Man musste also etwas verändern, sollte nicht auch der elfte Teil finanziell floppen. Und das tat man. Action diktiert die Handlung in beinahe jeder Sekunde, Bilder überschlagen sich, was sich - fast klingt es paradox - negativ auf die Spannung auswirkt. Kein Scherz: Meine Star Trek-begeisterte weibliche Kinobegleitung langweilte sich zuweilen (es lag angeblich nicht an mir), weil die Dramaturgie des Films trotz Handlungsreichtum litt. Die Story ist dürftig nachvollziehbar erzählt, dafür explodiert ständig irgendetwas. Die chicen Spezialeffekte und modernen Möglichkeiten, Raumschlachten und gewaltige Schiffe darzustellen, kommen dem Thema natürlich zugute. Dann und wann wäre weniger jedoch mehr gewesen. So glich der Film in Farbe, Action und Tiefgang ein bisschen der Adaption eines Star Trek-Comics.
Echte Probleme machten mir einige Wagnisse der Drehbuchautoren. Dazu gehörte beispielsweise die Liebesbeziehung zwischen Spock und Uhura, auf die in allem, was vorher war, nicht einmal ein Indiz verwies. Andere Zeitlinie hin oder her - das macht des Vulkaniers wichtigsten Wesenszug, sein Bestreben, Emotionen zu unterdrücken und logisch zu handeln, mit einem Kuss zunichte. Was bleibt den Spock-Groupies da noch? Zudem dürfte Bewanderten ein Widerspruch beim Kobayashi Maru-Test, bei dem Kirk bekanntlich geschummelt hat, um ihn als einziger Kadett jemals zu bestehen und dafür mit einer Auszeichnung für originelles Denken belobigt zu werden, aufgefallen sein. Hier setzte es stattdessen eine disziplinarische Maßnahme.
4. Unterm Strich
Was dem Film fehlt, ist echtes Star Trek-Flair. Das mag dem einen oder anderen vielleicht entgangen sein, weil er überglücklich darüber, die bekannten Namen und einen betagten Leonard Nimoy frisch in Aktion zu sehen, die Philosophie vorherige Filme und Serien vergaß. Das wiederum macht den Film auch für Nicht-Fans und Neueinsteiger interessant. Zudem will ich dem neuen Team einen bunten Neubeginn zugestehen und darauf hoffen, dass man einige lachhafte Experimente im Keim erstickt und sich wenigstens in puncto Moral und Intelligenz der Geschichte Roddenberrys Intention besinnt. Ob der mit dem neuen Film zufrieden gewesen wäre, wage ich nämlich zu bezweifeln.
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89 von 138 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Star Trek XI - Die Zukunft hat begonnen, 5. August 2009
Gegenstand dieser Rezension ist der elfte Kinofilm des Star Trek-Franchise.
Da die DVD noch nicht erschienen ist, zunächst ein paar generelle Anmerkungen.
Paramount Pictures plant nach dem momentanen Informationsstand, drei verschiedene DVD-Sets zu veröffentlichen. Dazu gehört die hier gezeigte 1-Disc DVD-Version sowie eine Special Edition mit 2 DVDs und eine Blu-Ray-Fassung, die sogar drei Discs enthalten soll.
Die beiden zuletzt genannten Sets sollen diverses und sehr umfangreiches Bonusmaterial beinhalten. Dazu gehören sowohl die aus der endgültigen Kinofassung geschnittenen Szenen, als auch mehrere Making-Ofs zu den im Film vorkommenden Raumschiffen, Aliens usw. Ebenfalls zu sehen sein, sollen Ausschnitte des Castings, sowie Interviews mit dem Regisseur J.J. Abrams und den Produzenten, die verschiedene Themengebiete abdecken.
Soweit der kurze Überblick zu den bisher geplanten DVD-Sets.
Da hier die Einzel-DVD besprochen wird, die wahrscheinlich nahezu kein Bonusmaterial enthält, ist der Schwerpunkt der weiteren Rezension eine Kritik des Films "Star Trek".
Zunächst eine knappe Zusammenfassung der Story:
Im Film wird beschrieben, wie die Crew um Captain Kirk und Mr. Spock zusammenfindet.
Aufhänger der Story ist die Zeitreise des Romulaners Nero, der aus dem 24. ins 23. Jhdt. zurückreist, um den Planeten Vulkan und die Föderation zu vernichten. Zu diesem Zeitpunkt kommandiert noch Captain Pike die "Enterprise" und ein Großteil der Besatzung inklusive des späteren Captains James T. Kirk besucht noch die Sternenflottenakademie. Im weiteren Verlauf der Geschichte treffen die Mitglieder der originalen Crew auf der "Enterprise" ein und lernen, dass sie zusammenarbeiten müssen, um Nero zu besiegen. Der Film endet damit, dass James T. Kirk zum Captain der "Enterprise" befördert wird und mit Spock, McCoy, Uhura, Scotty, Sulu und Chekov zu einer ersten Mission aufbricht.
Meiner Meinung nach ist "Star Trek" ein durchaus gelungener Film, der insbesondere schauspielerisch überzeugen kann.
Nachdem die letzten beiden Star Trek Filme mit der "Next Generation" Besatzung um Captain Picard hinter den finanziellen Erwartungen von Paramount zurückgeblieben sind und auch die letzte TV-Serie Enterprise nicht an den Erfolg vorangegangener Serien anknüpfen konnte, entschlossen sich die Produzenten zu einem radikalen Schnitt und kehrten zu den Ursprüngen des Franchise zurück.
Als Konsequenz wurde Star Trek radikal verjüngt. Der neue Film ist voller Actionszenen und überaus humorvoll; beides Eigenschaften, die man bisher nur aus den bislang (finanziell) erfolgreichsten Star Trek Filmen ST IV "Zurück in die Vergangenheit" und ST VIII "Der erste Kontakt" kannte.
Star Trek wendet sich damit von dem früheren philosophischen Ansatz und seinen Wurzeln als Kinofilmreihe, die auf einer Fersehserie basiert, ab und vollzieht die Entwicklung zu einem modernen Sommer-Blockbuster.
Das hat durchaus einen großen Nachteil, der darin besteht, dass die Story zugunsten der Effekte und des Schauwerts stark an Aussagekraft verliert und auf ein Minimum reduziert wird.
Allerdings wird dieser negative Aspekt meiner Meinung nach bei "Star Trek" durch zwei positive Entwicklungen kompensiert.
Zum einen rechtfertigt nur der Blockbusteransatz ein großes Budget und damit die Realisierung der hervorragenden Special Effects, die wirklich State-of-the-art sind und nicht mehr wie bei früheren Star Trek Filmen (vergleiche dazu beispielsweise: Star Trek V "Am Rande des Universums" und "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug"; beide aus dem Jahr 1989) den Vergleich mit anderen aktuellen Filmen scheuen müssen.
Zum anderen ist der Cast des Films überragend. Insbesondere sind hier Chris Pine als Kirk, Zachary Quinto als Spock und besonders Karl Urban als Doktor McCoy zu nennen, die eine fantastische Darstellung liefern und die bekannten Charaktere mit ihren jeweiligen besonderen Eigenheiten hervorragende verkörpern. Auch die restlichen Rollen sind gut besetzt und vermitteln in ihrem Habitus und ihrer Interaktion TOS-Flair.
Ebenfalls positiv zu bewerten, sind die vielen kleinen Anspielungen auf die anderen Star Trek Filme und Serien wie z.B. ein versteckter Tribble usw., die Fans durchaus überraschen und erfreuen.
Abschließend kann man sagen, dass "Star Trek" durchaus ein gelungener Film mit hervorragenden Schauspielern, ein wenig Star Trek Flair und großartigen Effekten ist, der das Potenzial hat, dass gesamte Franchise wiederzubeleben. Mit diesem Film ist Star Trek wieder populär und erfolgreich. Es ist jung, dynamisch und modern. Wenn es den Verantwortlichen nun noch gelingt, in einer Fortsetzung das typische Star Trek Flair, die Anspielungen auf heutige Problem und die Aussicht auf eine bessere Menschheit, einzubauen, dann ist der Neustart perfekt.
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24 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Bild Top, Ton... bescheiden..., 31. Oktober 2009
Vorweg, ich bewerte die BluRay, und nicht den Film, da sich hier sowieso die Geister scheiden.
Also, zur BD.
Das Bild der BluRay ist nahe an der Perfektion, die Schärfe ist Grandios, die Farben und der Kontrast sind Top und es gibt nicht einmal irgendwo ein Rauschen zu sehen.
Die Schärfe an sich wird gut deutlich, wenn man Objekte im Hintergrund betrachtet, oftmals "verschwimmen" dort Lichter o.ä (auch bei BD's) hier jedoch ist das gesammte Bild von vorn bis hinten Knack scharf und wirkt wirklich Perfekt.
Fazit zum Bild: Referenz verdächtig für einen "Real" Film !
Nun zum weniger guten, dem Ton, dieser ist eher des Filmes unwürdig, denn es fehlt an Bass, selbst die DVD bietet mehr "Wums". Das ist ein bisshen Entäuschend, da auf der BluRay in Deutsch auch "nur" Dolby Digital vorliegt. Das ganze wirkt, als ob man einfach einige Frequenzbereiche "abgschnitten" hat. Und das darf eigentlich so nicht sein. Der Rest des Tones (besonders Surround Effekte) passen wieder Perfekt, aber wirken mangels Bass oftmals nicht so Kraftvoll wie sie sollten.
Fazit zum Ton: Daneben, es geht deutlich besser, dass zeigt alleine schon die DVD !
Nun zu den Extras, ich habe mir noch nicht alles anschauen können, aber es sind viele Extras vorhanden, und vorallem auch in HD !
Gesammtfazit: Empfehlenswertes Bild, aber am Ton hapert es. Wer guten Ton mag sollte zur DVD greifen, wer aber auf ein Top Bild steht und mangelnden Bass verschmerzen kann, der kann bzw. Sollte zur BD greifen !
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