Mit dieser Musik hat Leonard Rosenman kein weiteres Ruhmesblatt zu seiner illustren Arbeit hinzugewonnen, denn das, was ihm bei der kongenialen Musik zu "Lord of the Rings" noch weitestgehend gelang, geht hier nicht mehr auf: Sein beschwingtes Swashbuckler-Thema lässt sich nicht in sein gewohntes Orchesteridiom - meisterhaft geschult an Berg und Schönberg - integrieren. Es wird zum Tanz auf dem Parkett, zu einem verworrenen Fixierspiel mit musikalischen Ebenen. Und nichts davon befriedigt richtig. Allein die komödiantische Seite ("Chekov's Run"; "Hospital Chase") kann überzeugen, die zwei Popnummern unterhalten. Aber der Gesamteindruck ist schal, die Erinnerung an Rosenmansche TV-Routine zu offenliegend. Wie der Score auf die Liste der Academy-Award Nominierungen geraten konnte, bleibt eines der ungelösten Geheimnisse der Oscargeschichte. Aber Qualität hat bei Nominierungen/Verleihungen bisher immer nur die zweite Geige gespielt.