Auf Terok Nor schleicht ein getarnter Agent im Auftrag des Generals herum. Die Cardassianer dort fallen einem seltsamen Virus zum Opfer... Aber auch die Bajoraner erwischt das Virus. Gul Dukat lässt nicht nur seinen medizinischen Offizier Narat an dem Fall arbeiten, sondern auch den bajoranischen Arzt Kellec Ton. Der ist nicht gerade davon begeistert für Dukat zu arbeiten. Im Endeffekt bleibt ihm aber nichts anderes übrig: die Sterblichkeitsrate beträgt 100 %. Trotz sämtlicher Anstrengungen bleiben die Bemühungen fruchtlos. Das Virus ist nicht in den Griff zu bekommen. Die Produktionsanlagen auf Terok Nor stehen still.
Dr. Pulaski, ehemalige Chefärztin der Enterprise sieht ihrem neuen Ziel DS5 mit gemischten Gefühlen entgegen. Nachdem Dr. Crusher die Krankenstation übernommen hat, gibt es noch keine neue Zuweisung für sie bei Starfleet. Crusher hat jedoch eine außerhalb Starfleets: Kellec Ton ist nämlich Pulaskis Ex-Mann! Der hat es geschafft, Dukat davon zu überzeugen, dass er einige Starfleetoffiziere anfordert, die das Virus vielleicht eindämmen könnten.
- Während beim Vorband Zufälle dazu führten, dass sowohl das Virus als auch die Eindämmung binnen nur zwei Tagen erfolgte, hat hier die Crew mehr Probleme eine dauerhafte Lösung zu finden, da die Cardassianer u. a. drohen nicht nur Terok Nor sondern auch Bajor zu vernichten.
Die zeitliche Einordnung lässt keinen Fehler erkennen. Die cardassianische Okkupation dauerte einige Jahrzehnte, der Roman zeigt lediglich wenige Wochen davon. DS9 gibt es ja erst seit 2369, die Cardassianer haben ja übereilt die Station verlassen (vgl. Pilotfilm DS9), davor hieß sie Terok Nor. Der Roman spielt zwischen zweiter und dritter Staffel von TNG, also 2365/2366, somit drei Jahre vor Übernahme durch die Sternenflotte.
Sehr lobenswert ist, dass nicht auf Standardcharaktere, sondern auf Randcharaktere zurückgegriffen wurde und die Hauptcharaktere wie Picard, Riker und Data nur beiläufig erwähnt werden oder Kurzauftritte haben. Das macht den Roman sehr kurzweilig. Insbesondere der Humor bei Quark, Rom und Nog ist gut getroffen. Außerdem habe ich Pulaski immer sehr gemocht. Sie war - für mich jedenfalls - die bessere Wahl als Ärztin der Enterprise. Das sehen viele Leute anders, die Crusher bevorzugten. Pulaski war für mich die bessere Wahl, da - auch wenn das als Abklatsch gewertet werden kann - sie endlich mal die Bordärztin mehr in die Geschichten vordringen ließ und sie oft eine Hauptrolle in der zweiten Staffel hatte, eine Art McCoy-Verschnitt, die Transporter nicht mochte und mit Data nur schwerlich zurecht kam. Dr. Crusher hingegen sah immer nur süß aus und stand nicht großartig im Weg rum. Viel zu melden hatte die Frau kaum, auch ihre Beziehung mit Picard wurde immer nur am Rande dargestellt und in den Kinofilmen ging sie ganz unter...
Amazon hat den Titel zur Zeit der Rezensionserstellung als "nicht auf Lager" gekennzeichnet, der Band ist aber - wie auch Starfleet Academy 1 bereits im Handel erhältlich und liegt so manchem Leser bereits vor...