Wieder einmal sind Kirk u. Co in die Fänge einer überwältigenden Übermacht geraten. Diesmal streiten sich gleich zwei Entitäten darum, Kirks Geist zu übernehmen.
Die Totalität unter ihrem Anführer Soljenov benutzt die weiblichen Angehörigen einer psionisch hochbegabten Spezies auf dem Planeten Zaran, um eine geistig- seelische Einheit aller Hominiden zu formen, in der alle Individualität ausgelöscht ist.
Auch Botschafter Gailbraith und seine Begleiter bilden eine solche Einheit.Sie befinden sich auf der Enterprise und stiften dort Unheil und Verwirrung.
Die Zaranerin und Freie Agentin Sola Thane ist die Schlüsselfigur.Da sie über die größten mentalen Kräfte ihrer Spezies verfügt, trachtet Soljenov danach, sie seiner Totalität einzuverleiben und sich ihrer Fähigkeiten zu bedienen,um seine Macht auf die ganze Galaxis auszudehnen.Da sich ihre psionischen Fähigkeiten durch Bindung an einen Lebenspartner potenzieren, setzt er sie auf James T. Kirk an,in dem Wissen, dass Sola Jim Kirk seit Jahren aus der Entfernung liebt (das überrascht den Leser nicht wirklich-auch,dass Jim Kirk hier nicht aus seiner Haut kann und ebenfalls entflammt ist).Doch Soljenov hat die Rechnung ohne Spock gemacht,der ebenfalls auf Sola reagiert.
So entwickelt sich zwischen Sola,Kirk und Spock eine Dreiecksgeschichte, die es Sola unmöglich macht,sich für einen von beiden als Bindungspartner zu entscheiden-gut für das Universum, aber auf Dauer fatal für Sola.
Die Enterprise kann nicht helfen, da die Besatzungsmitglieder zum großen Teil schon von einer der beiden Einheiten übernommen worden ist.Einzig McCoy scheint noch unversehrt geblieben zu sein und versucht auf einsamem Posten,der Situation Stand zu halten, während Kirk, Spock und Sola sich auf einem gefährlichen Dschungelplaneten wieder finden und nicht nur um ihr Überleben kämpfen, sondern auch um die geistige und seelische Freiheit der Bewohner der Galaxis.
Die Romane von Marshak und Culbreath leben davon, dass Kirk und Spock mit einer absolut überlegenen Macht diskutieren, um sich und das Universum aus deren Fängen frei zu bekommen, ohne in einer wirklichen Verhandlungsposition zu sein.
Ist "Tödliches Dreieck" auch nicht ganz so düster wie seine Vorgänger "Wie Phönix aus der Asche", "Der Preis des Phönix" oder "Das Prometheus- Projekt",so ist dieser Roman nichts wirklich Neues.
Angenehm fällt auf, dass Kirk und Spock und ihre freundschaftliche tiefe Bindung hier wieder viel Raum zur Entfaltung bekommen, und McCoy agiert ruhig, besonnen und sehr mutig.Trotzdem ist die Liebesgeschichte der drei Hauptfiguren Sola, Kirk und Spock doch sehr konstruiert und mit ihr der ganze Roman.Die endlosen Diskussionen lesen sich zäh, und die Lösung am Ende wirkt wenig überzeugend. So wirkt der ganze Roman wie eine Staffage für eine gezwungene philosophische Diskussion.Immerhin liest er sich etwas flüssiger als seine drei Vorgänger.
So hat dieser Roman einige positive Aspekte, ist aber insgesamt eher mittelmäßig.