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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
"Die Mannschaft ist der Star.",
Von Kerstin Wiedemann "Ameise" (Flensburg) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Star Trek - Deep Space Nine 8.05: Mission Gamma 1: Zwielicht (Broschiert)
Seit nunmehr 45 Jahren stößt man bei "Star Trek" mutig dahin vor, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist. Dieses Motto zog sich mehr oder weniger durch alle Star Trek-Serien. Die große Ausnahme stellte "Deep Space Nine" dar, die den Schwerpunkt vor allem auf eine umfassende politische Rahmenhandlung legte und nicht zuletzt - im besten Sinne! - mit ihrer Fülle an vielschichtigen Charakteren eine riesengroße Space Opera darstellte. Klar gab es auch in dieser Serie immer wieder Abstecher zu unbekannten Planeten im Gamma-Quadranten, aber die Erforschung des Weltalls war nie das Hauptthema von DS9."Mission Gamma", mitten in der sogenannten achten DS9-Staffel angelegt, beschreitet neue bzw. alte Wege: Nach dem Dominion-Krieg ist es wieder möglich, den immer noch weitestgehend unbekannten Gamma-Quadranten zu erforschen. Ausgerechnet das einstige Kriegsschiff Defiant wird zum Forschungsschiff umfunktioniert, und die "Mission Gamma" kann beginnen! Während ein Großteil der Stammbesatzung unter Elias Vaughns Kommando mit der Defiant durch das Wurmloch entschwindet, erhält Colonel Kira Besuch von Akaar und Shakaar (reimt sich das nicht toll?) und erkennt, dass Bajor vor einem völlig neuen Zeitalter steht... Die DS9-Crew auf großer Entdeckertour: wird hier etwa das Konzept der Serie über den Haufen geworfen? NEIN! Zugegeben, der Trip in den Gamma-Quadranten hätte auch in irgendeiner anderen Star Trek-Serie spielen können. Aber durch den Handlungsstrang um die Zukunft Bajors, den ich ausnahmsweise mal sehr interessant fand (bin nicht so der große Fan von Bajoranerstorys) kommt der DS9-typische politische Hintergrund nicht zu kurz. Das große Highlight dieses Romans ist aber die Darstellung der Figuren! Eines muss man dem Autor wirklich lassen: Wie er es fertigbringt, ausführliche Geschichten zum größten Teil von den Charakteren tragen zu lassen, ohne dass das Ganze in irgendeiner Form langweilig wird, muss ihm erstmal jemand nachmachen. Auf fast 600 Seiten erhält fast jede Figur auf Deep Space Nine ausreichend Gelegenheit, sich weiterzuentwickeln. Sei es die extrem belastete Beziehung zwischen Elias Vaughn und seiner Tochter Prynn, das nicht minder schwierige Verhältnis des andorianischen Fähnrichs Shar zu seiner Mutter und den drei Bindungspartnern, Ezri Dax' steiniger Weg zu der souveränen Person, die wir in "Destiny" erleben konnten - hier kommt wirklich niemand zu kurz. Am besten fand ich übrigens die auf den ersten Blick so unwahrscheinliche Romanze zwischen Quark und Ro Laren. Mir persönlich gefällt es sehr, dass sich die Ferengi in der Zwischenzeit von intergalaktischen Knallchargen zu einer - auch in romantischer Hinsicht - ernstzunehmenden Spezies entwickelt haben. Die Stelle, als Quark und Ro erkennen, dass sie allen Unterschieden zum Trotz in gewisser Hinsicht Seelenverwandte sind, die beide einer ungewissen Zukunft entgegenblicken, war für mich ein rührender Höhepunkt des Romans. Herrlich ist auch die Szene, als Taran'atar, der sich in der Rolle des grimmigen Soldaten gefällt, ausgerechnet von ein paar Kindergartenkindern aus dem Konzept gebracht wird. Genau diese ausführlichen Charakterentwicklungen sind eine Sache, die Deep Space Nine immer ausgemacht haben - die eingangs erwähnte Space Opera eben! Die einzige Figur, die ich nach wie vor nicht so recht einordnen kann, ist die Orionerin Treir, was mich aber auch nicht wirklich stört. Die eigentliche Handlung im Gamma-Quadranten ist, sobald sie endlich mal ins Rollen gekommen ist, durchaus spannend. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass sie für den Autor eher zweitrangig war. Nach dem langen Anlauf der Geschichte befindet sich die Defiant-Crew so urplötzlich auf einem fremden Planeten, dass ich erstmal nachprüfen musste, ob bei meinem Buch eventuell ein paar Seiten fehlten. Die neue Rasse der Vahni Vahltupali lässt sich unter der beliebten Kategorie "Aliens der Woche" einordnen, und bevor man als Leser irgendeine "Bindung" aufbauen kann, bricht auch schon eine große Katastophe herein. Auch die Auflösung ist eher unbefriedigend, da sie ziemlich versponnen und nicht so recht greifbar ist. Erstaunlicherweise können diese Schwächen den guten Eindruck des Romans kaum trüben, weil die angebliche Haupthandlung sowieso nur als Aufhänger für weitere Charaktermomente dient. So ziemlich jedes Mitglied, das an der "Mission Gamma" beteiligt ist, kann hier eine Menge über sich selbst lernen. Weil David R. George III einen wunderbar sensiblen Schreibstil hat und für rührende, aber nie kitischige Momente sorgt, kann man die eigentlich nur durchschnittliche Geschichte locker verschmerzen. Fazit: "Die Mannschaft ist der Star." - Berti Vogts vielzitierter Satz trifft auch voll und ganz auf diesen Roman zu. Angesichts der vielen, vielen Charakterszenen verkommt die eigentliche Handlung fast schon zur Nebensache. Während sich Quereinsteiger vermutlich langweilen werden, können sich treue Leser der DS9-Romane über wunderbar feinfühlig geschriebene Szenen mit den liebgewonnenen Figuren freuen. Dieser dicke Wälzer ist auf jeden Fall ein würdiger Vertreter der fast durchgängig hervorragenden achten Staffel und absolut lesenswert! (eigentlich 4,5 Sterne!) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Besser kann ein Star Trek-Roman kaum sein,
Von Sim "irrsim" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Star Trek - Deep Space Nine 8.05: Mission Gamma 1: Zwielicht (Broschiert)
Es fällt sofort auf, dass "Mission Gamma: Zwielicht", der fünfte Band im DS9-Relaunch, ein sehr umfangreicher Star Trek-Roman ist: Die fast 600 Seiten sind eng bedruckt. Somit hat er etwa die zwei- bis dreifache Länge des durchschnittlichen Star Trek-Romans, der es für gewöhnlich nur auf 300 Seiten bei größerer Schrift schafft.Tatsächlich ist der Schreibstil dann auch sehr minutiös: Sehr ausführlich werden Umgebungen, die Gedanken der Figuren und Situationen beschrieben, weit detaillierter als man es von anderen Star Trek-Romanen gewohnt ist. Dennoch habe ich dies zu keiner Zeit als langatmig oder überflüssig empfunden. Im Gegenteil ist der Roman mitreißend. Die Charakterisierungen der Figuren sind durchweg gelungen und geben ihnen eine selten erreichte Tiefe. Die Stärke des Romans liegt in der Fortführung und Charakterentwicklung der in den vier vorangehenden DS9-Relaunch-Romanen aufgeworfenen Handlungsstränge und eingeführten Figuren: Mit einem sehr guten Blick für Details und Stimmigkeit führt der Autor die Handlung um Kiras Exkommunikation fort, Kasidys Schwangerschaft und ihr Leben auf Bajor, Taran'atars Erforschung der humanoiden Lebensweise, die sich anbahnende Romanze zwischen Ro und Quark, ch'Thanes Streit mit seiner Mutter und seinen Bondmates, Ezris Wechsel vom Counselor auf die Kommandoebene, Bajors Antrag auf Aufnahme in die Föderation - ganz besonders aber das gestörte Verhältnis zwischen Vaughn und seiner Tochter Prynn. Die Haupthandlung (der Aufbruch der Defiant unter dem Kommando von Vaughn zur Erforschung des Gamma-Quadranten) dient nur als Aufhänger für diese vielfältigen Charakterszenen und ist eher nebensächlich. Deswegen eine Warnung: Wer die ersten vier Bände des Relaunches nicht, bzw. die DS9-Fernsehserie nur oberflächlich kennt, wird an "Zwielicht" wohl kein Gefallen finden, denn "Zwielicht" bezieht seine Spannung aus den bekannten Figuren, nicht aus Action oder einer faszinierenden Idee in der Haupthandlung. Auch für Einsteiger in das Star Trek-Universum ist der Roman denkbar ungeeignet, da in sehr vielfältiger Weise auf frühere Ereignisse Bezug genommen wird. Er richtet sich konsequent an treue Fans der Serie, die auch bereits die ersten 4 Relaunch-Romane gelesen und gut im Gedächtnis haben. Auch Lesemuffel im Allgemeinen werden vermutlich von den fast 600 eng bedruckten Seiten abgeschreckt sein. Fans der Reihe, die auch die notwendige Geduld haben, sich auf einen längeren Roman einzulassen, werden aber sicher voll und ganz auf ihre Kosten kommen: Wie bereits erwähnt ist die Charakterzeichnung äußerst gelungen und von einer Tiefe, die selten erreicht wird. Trotz des ausholenden Stils bezieht der Roman eine große Spannung aus seinen Charakteren. Die Haupthandlung ist zwar nicht zentral, dennoch aber durchaus gelungen. Der Autor erschafft dadurch eine sehr dichte Atmosphäre. Vor allem aber macht der Roman Appetit auf mehr - zwar wird die Haupthandlung abgeschlossen, aber viele Fragen bleiben offen. Ein rundum gelungener, mitreißender Roman, der den Relaunch großartig weiterführt. Absolut empfehlenswert! Kommentar Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der Auftakt zur "Mission Gamma" startet ruhig,
Von Andreas Suchanek Media-Mania.de "Media-Mania.de" - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Star Trek - Deep Space Nine 8.05: Mission Gamma 1: Zwielicht (Broschiert)
Es ist ungewöhnlich, was David R. George dem Leser hier präsentiert, und erinnert ein wenig an Andreas Eschbachs "Die Haarteppichknüpfer". In diesem standen einzelne Charaktere im Vordergrund, deren Werdegang in abgeschlossenen Geschichten erzählt wurde. Ähnlich hält es auch der Autor von "Mission Gamma 1: Zwielicht". Zwar sind es natürlich die altbekannten Protagonisten, die im Vordergrund stehen, doch geht es dieses Mal nicht um epische Schlachten, große Gegner und einer Gefahr für die Föderation. Unter den beiden großen Hauptthemen "Bajors Mitgliedschaft zur Föderation" und "Die Forschungsmission im Gamma Quadranten" werden die Geschichten von Kira, Quark, Ro Laren, Vaughn, Prynn und einigen anderen erzählt. Der Autor beleuchtet jeden Charakter, schildert die Auswirkungen der Veränderungen und spinnt dadurch gleichzeitig die Hauptgeschichten weiter.Gerade aufgrund dieser Art und Weise, die Geschichte zu schildern, gewinnt die Handlung nur sehr zögerlich an Fahrt. Ruhig und bedächtig werden die Ereignisse in Szene gesetzt - zu Beginn fast zu langsam. Es dauert etwas, bis der Leser von den Geschichten in ihren Bann gezogen wird. Mit 586 Seiten bietet "Mission Gamma 1: Zwielicht" jedoch eine Menge Umfang. Nach und nach beginnt dann durch die Veränderung für Bajor und die Gefahr im Gamma Quadranten das Spannungselement zu greifen, und der Leser möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Balance aus Charaktererzählungen und Spannung kommt zum Tragen, fesselt und erzählt eine Geschichte, wie sie auch in der TV-Serie hätte erfolgt sein können. Fazit: Wer große Action und epische Schlachten erwartet, sollte zur "Destiny"-Trilogie greifen. Hiermit kann der Auftakt zur "Mission Gamma" nicht aufwarten. Dafür gibt es tolle Charaktergeschichten, interessante Hauptplots und gewaltige Veränderungen für die Welt Bajor. Ein wenig Platz zum Steigern bleibt jedoch. Und so ist zu hoffen, dass die weiteren Bände an Geschwindigkeit und Spannung zulegen werden. Eine Leseprobe gibt es auf der Website des Verlags: Mission Gamma1: Zwielicht Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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