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81 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Ende einer "kleinen" Serie, der Beginn einer Legende, 9. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Star Trek - Raumschiff Enterprise (Classic, Staffel 3, 7 DVDs) (DVD)
Mit viel Mühe kämpfte sich Star Trek 1968 in die dritte Season: bereits zum zweiten Mal waren es die loyalen Fans selbst, die mit einer noch gewaltigeren Briefaktion als vor der zweiten Season NBC überzeugten, die Verlust eintreibende Serie fortzusetzen. Bei der gewaltigsten Fanreaktion auf eine TV-Serie aller Zeiten, begleitet von Demonstrationen hunderter von Studenten vor den NBC-Studios, musste NBC zwei zusätzliche Kräfte einstellen, nur um der Fanpost Herr zu werden. Der aufkommenden Euphorie - Star Trek- Schöpfer Gene Roddenberry selbst wollte sich sogar erstmals seit Beginn der Serie wieder stärker um sein 'Kind' kümmern und wieder selbst produzieren - folgte bald die große Ernüchterung: Der schlechte Sendeplatz, seit Season 2 freitags um 18.30 Uhr, wurde noch schlechter: freitags um 22.00. Jeder wusste, dass die Serie, die ihr Zielpublikum damit kaum noch erreichen konnte (von Episode 1 bis 79 sanken die Zuschauerzahlen dann auch um über 50 %) , endgültig auf der Abschussliste stand. Statt eines verstärkten Engagements zog sich Roddenberry als "ausführender Produzent" noch mehr zurück. Season 3 erreichte unterm Strich nicht mehr ganz die Qualität der ersten beiden Staffeln, die von vielen Höhen und manchen Tiefen geprägt waren, sondern schleppte sich über weite Strecken im Mittelmaß durch. Ein Grund hierfür war, dass der 'auslaufenden' Serie nochmals bei steigenden Schauspielerbezügen und weniger inklusiven Leistungen das Budget gekürzt wurde (von 193 500 $ in der 1. über 187 500 $ in der 2. auf 178 500 $ in der 3. Staffel). Man musste noch stärker auf "Location"- Drehs verzichten, Drehbücher vereinfachen, weniger Sets einsetzen... Noch schwerwiegender war aber der Substanzverlust hinter den Kulissen. Schon seitdem Drehbuchgenie Gene Coon während Season 2 ausstieg hatte man Probleme mit kreativen Skripts. Vor Season 3 kündigte Herbert Solow, der von Beginn an für Produktion, Qualität und Verkauf der Serie zuständig war, wegen des kommerziellen Drucks und der daraus erwachsenen Querelen mit einem neuen Management. Das Herz war weg, und die Seele folgte: nach zwei Dritteln der dritten Season ging ausgepowert und demotiviert durch den stetigen Qualitätsverlust der Serie auch Co-Produzent Bob Justman, der die komplette Serie de facto als Produzent pflegte, aber nie offiziell als solcher ausgezeichnet und gewürdigt wurde. Seit Beginn von Season 3 bekam er den sehr fähigen Fred Freiberger als Produzenten vorgesetzt, der aber, unerfahren mit Science Fiction, nicht das notwendige Gespür und Herzblut für die Star Trek- Philosophie mitbrachte und das wankende Schiff Star Trek schließlich ins Trockendock führte. Ein Glücksfall für Season 3 war jedoch, dass Gene Coon, der mit seiner Kreativität für viele der besten Episoden und Konzepte in Season 1 und 2 verantwortlich war (er erfand u.a. die Klingonen), vor seinem Abschied zugesichert hatte, noch ein paar Drehbücher abzuliefern. Unter dem Pseudonym Lee Cronin schrieb er z.B. SPECTRE OF THE GUN, das in einer unwirklichen Westernkulisse spielt. Einfache Hausfronten ohne Seiten machten die Budget-Not zur Tugend, indem sie sogar die gewollt surrealistische Atmosphäre verstärkten. Zusätzlich war es die erste Episode, die Chekov in den Vordergrund rückte. Und gerade in dieser Hinsicht, der tiefer gehenden Behandlung von Charakteren, zeigte die 3. Season einige Stärken. Das außergewöhnliche ALL OUR YESTERDAYS z.B. haben sich die Bewohner eines Planeten kurz vor ihrer Auslöschung durch eine Supernova durch ein Portal in verschiedene Epochen ihrer Vergangenheit befördert. Nachdem Kirk durch das Tor springt, wollen Spock und McCoy helfen, landen anders als ihr Captain aber in der Eiszeit, wo Spock selbst von früheren Evolutionsstufen seines Volkes erfasst wird und starken Emotionen verfällt. Auch für McCoy gibt es eine starke Episode mit FOR THE WORLD IS HOLLOW AND I HAVE TOUCHED THE SKY. Davon überzeugt, unheilbar krank zu sein, verliebt er sich auf einem Asteroiden, der sich als gewaltiges Generationenschiff entpuppt, in eine Frau und ist in Versuchung, nicht zur Enterprise zurückzukehren. Eine weiter starke Folge, und wieder auf einer Idee von "Lee Cronin" beruhend, ist LET THAT BE YOUR LAST BATTLEFIELD. Bereits früh in der Tradition, ganz irdische und menschliche Probleme symbolisch auszudrücken, zeigt Star Trek hier die Unsinnigkeit rassistischen Hasses: Zwei Welten haben sich gegenseitig ausgelöscht, nur, weil die einen auf der linken und die anderen auf der rechten Seite ihres Gesichts schwarz bzw. weiß sind - wiederum also stark und symbolträchtig ausgedrückt durch einfachste, budgetfreundliche Mittel. Rassismus wird auch in PLATO'S STEPCHILDREN, einer der berühmtesten Episoden der Serie, zum abseits der eigentlichen Handlung vieldiskutierten Thema. Die Episode brach mit dem ersten TV-Kuss zwischen einem weißen Mann und einer farbigen Frau ein Tabu, obwohl die Intimität zwischen Kirk und Uhura unter Zwang von Telekinese stattfand. In einigen Südstaaten der USA wurde die Episode nicht ausgestrahlt. Trotz einiger Lichtblicke, darunter auch das spannende THE THOLIAN WEB, wo Kirk auf der driftenden Defiant in eine fremde Dimension gerissen zu werden droht, während die Enterprise von den geheimnisvollen Tholianern bedroht wird, oder THE MARK OF GIDEON mit dem interessanten 'Problem' einer überbevölkerten Gesellschaft, in der keine Krankheiten existieren, erinnert man sich bei Season 3 auch an Ausfälle wie der flachen und nervigen Folge AND THE CHILDREN SHALL LEAD, SPOCK'S BRAIN, das mit der legendären Gehirnmopserei eine unterirdisch schlechte Science Fiction- und erst recht Star Trek- Episode darstellt oder THE WAY TO EDEN mit Weltraum-Hippies auf der Suche nach dem Paradies (zudem später Inspiration für den schwächsten Trek-Film "Star Trek V - The Final Fontier"). Natürlich ist Season 3 natürlich ebenso Kult wie alle 79 Episoden. Und was zunächst für viele Unbeteiligte als überfälliges Ende einer erfolglosen Serie erschien, war lediglich die Geburt eines Phänomens. Star Trek wurde zum Selbstläufer, als die billig verkauften Episoden Anfang der 70er von immer mehr regionalen TV-Stationen zielgruppengerecht täglich am frühen Abend immer und immer wieder ausgestrahlt wurden, von Mal zu Mal erfolgreicher. Der rasante Wachstum der Fangemeinde zeigte sich im Januar 1972 bei der ersten Star Trek-Convention, als statt wie erwartet einiger hundert über 3000 Fans herbeiströmten - und das war erst ein ganz kleiner Anfang. Die Desilu-Studios, in denen Star Trek geboren wurde, wurden für 17 Millionen Dollar verkauft. Allein bis 1994 hatte Paramount durch die Vermarktung des einstigen Schnäppchens mitsamt Büchern, Fanartikeln, Kinofilmen und Nachfolgeserien schätzungsweise mehr als 1,4 Milliarden mit Star Trek verdient. Übrigens: Ironischerweise sechs Wochen, nachdem TURNABOUT INTRUDER ausgestrahlt wurde, die letzte Episode von Star Trek, das in seinen Beginnen von Kritikern seinerzeit als unendlich unrealistisch abgetan wurde, landeten die ersten Menschen auf dem Mond...
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43 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
TV macht Geschichte, 18. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Star Trek - Raumschiff Enterprise (Classic, Staffel 3, 7 DVDs) (DVD)
Die Folgen sind auf den DVDs angeordnet nach der "original air date sequence"; im folgenden jedoch nach der "production sequence". Produktionsnr./Jahr folgen in Klammern jeweils nach der Titelangabe. DVD 2,2: Wildwest im Weltraum [Spectre of the Gun] (56 - 1968) Auf dem Planeten Melkot werden Kirk, Spock, McCoy, Scotty und Chekov in einen surrealen Wilden Westen versetzt. Anstelle ihrer Phaser tragen sie Revolver und können keinen Kontakt mit der Enterprise aufnehmen. Sie befinden im Jahre 1881 in der Stadt Tombstone und müssen die Rolle der Clantons übernehmen, die bei einer Schießerei am O.K. Corral von den Gebrüdern Earp (Ron Soble, Rex Holman, Charles Maxwell) und Doc Holliday (Sam Gilman) getötet worden sind. DVD 4,1: Brautschiff Enterprise [Elaan of Troyius] (57 - 1968) Die verfeindeten Planeten Elas und Troyius wollen ihren Frieden mit einer Hochzeit besiegeln. Während die Enterprise die schöne Elasianerin Elaan (France Nuyen) zum Nachbarplaneten bringt, soll Lord Petri (Jay Robinson) die launische Herrscherin mit den Sitten auf Troyius vertraut machen. Als er scheitert, bemüht sich Kirk um den weiteren Unterricht. Dabei kommt er zufällig mit den Tränen der Braut in Berührung, die unweigerlich jeden Mann in Liebe entflammen lassen. Ausgerechnet in diesem Moment nähert sich ein klingonischer Schlachtkreuzer und fordert die Übergabe der Enterprise. - Drehbuchautor John Meredyth Lucas hielt sich weitgehend an Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung". DVD 1,3: Der Obelisk [The Paradise Syndrome] (58 - 1968) Bei einer Expedition auf dem idyllischen Planeten Amerind verliert Kirk sein Gedächtnis. Von den einheimischen Ureinwohnern wird er als Gott "Kirok" verehrt. Dabei sind ihm vor allem die Priesterin Miramanee (Sabrina Scharf) und Stammeshäuptling Goro (Richard Hale) zugetan, während der Medizinmann Salish (Rudy Solari) vor Eifersucht tobt. Als es für Kirk gefährlich wird, kann die Enterprise nicht helfen, da sie vordringlich damit beschäftigt ist, einen Asteroiden zu stoppen, der auf den Planeten zurast. - In dieser Folge werden die "Preserver" erwähnt, die vor Zeiten verschiedene Kulturen von der Erde auf andere Planeten ausgesetzt haben, um ihnen die Gelegenheit zu geben, sich ungestört weiterentwickeln zu können. DVD 1,2: Die unsichtbare Falle [The Enterprise Incident] (59 - 1968) Kirk scheint den Verstand verloren zu haben! Er steuert die Enterprise mitten in die Neutrale Zone, bis sie von romulanischen Kriegsschiffen eingekesselt ist. Subcommander Tal (Jack Donner) gibt Kirk eine Stunde, sich zu ergeben, doch die romulanische Kommandantin (Joanne Linville) ist nicht an der Zerstörung der Enterprise interessiert. - In "The Enterprise Incident", Höhepunkt der dritten Staffel, ist das erste Mal von einer romulanisch-klingonischen Allianz die Rede. DVD 1,4: Kurs auf Markus 12 [And the Children Shall Lead] (60 - 1968) Alle Mitglieder der archäologischen Exedition auf dem Planeten Triacus findet man tot - bis auf die Kinder. Während sich Kirk und Spock die Aufzeichnungen durchsehen, kümmert sich Schwester Chapel (Majel Barrett) um die Weltraumwaisen. Sie wirken merkwürdig unbeschwert, stehen aber unter dem Bann eines Wesens namens Gorgan (Melvin Belli), der die Enterprise zur Eroberung der Kolonie Marcos XII einsetzen will. Um das Schiff zu kontrollieren, treibt der "Freundliche Engel" die Erwachsenen in den Wahnsinn. DVD 1,1: Spocks Gehirn [Spock's Brain] (61 - 1968) Ein fremdes Raumschiff nähert sich der Enterprise. Urplötzlich materialisiert sich eine unbekannte Frau auf der Brücke und lähmt die Crew. Als alle wieder erwachen, ist Kara (Marj Dusay) mit Spocks Gehirn verschwunden. In 24 Stunden wird sein Körper sterben. Kirk folgt der Spur des feindlichen Schiffes und erreicht den 6. Planeten im System Sigma Draconis. Auf der Oberfläche leben die primitiven Morg (u.a. James Daris), aber unter der Erde existiert die hochentwickelte Zivilisation der Eymorg, die durch einen Zentralcomputer gesteuert wird. "Spocks Gehirn" wurde dringend als Ersatzteil benötigt. - Von allen Folgen ist diese die schlechteste: die Geschichte ist unglaubwürdig, das Drehbuch geschlunzt, die Effekte billig. DVD 2,1: Die fremde Materie [Is there in Truth No Beauty?] (62 - 1968) Die Enterprise soll Kollos, den Botschafter der Medusen, in seine Heimat zurückbringen. Dr. Miranda Jones (Diana Muldaur) begleitet das Wesen und hält telepathischen Kontakt mit ihm. Da Medusen so schrecklich aussehen, dass jeder Mensch bei ihrem Anblick wahnsinnig wird, hat Lawrence Marvick (David Frankham), der Konstrukteur der Enterprise, eine besondere Schutzbrille entwickelt. - "Is There in Truth no Beauty" präsentiert das wichtigste Symbol im Star Trek-Universum: "Infinite Diversity in Infinite Combinations" (IDIC). DVD 3,4: Der Plan der Vianer [The Empath] (63 - 1968) Kirk, Spock und McCoy werden von den Vianern Lal (Alan Bergman) und Thann (William Sage) gekidnappt und als Versuchskaninchen missbraucht. Zusammen mit der taubstummen, aber hoch empathischen "Gem" (Kathryn Hays), die Verletzungen anderer übernehmen und dann auflösen kann, werden sie immer grausameren Experimenten ausgesetzt. Gleichzeitig stehen die Planeten im System Minara vor der Auslöschung, da sich auf dem Zentralgestirn eine Nova ankündigt. - "The Empath" ist eine der umstrittensten Folgen und wurde z. B. im britischen Fernsehen nicht gesendet! DVD 3,1: Das Spinnenetz [The Tholian Web] (64 - 1968) Kirk ist beim Beamen auf das Schwesterschiff Defiant in einer instabilen Region des Alls verschwunden. McCoy sucht verzweifelt nach einem Gegenmittel, um die Crew-Mitglieder zu retten, die aufgrund der instabilen Raumstrukturen schwere Anfälle bekommen. Und Spock muss sich mit den beiden tholianischen Raumschiffen beschäftigen, die gleichzeitig ein Netz aus Energiestrahlen um die Enterprise weben. - Wegen der hervorragenden Trickeffekte gewann "The Tholian Web" einen Emmy Award. DVD 2,4: Der verirrte Planet [For the World Is Hollow, And I Have Touched the Sky] (65 - 1968) McCoy hat eine unheilbare Blutkrankheit. Er muss in einem Jahr sterben. Auf einem Asteroiden, der von Gängen und Höhlen durchzogen ist, lernt er die Hohepriesterin Natira (Kate Woodville) kennen und lieben. Er bleibt bei ihr und erfährt, dass es sich bei ihren Leuten um die Nachkommen der Fabrini handelt, deren Heimatstern vor einigen tausend Jahren zur Nova wurde und seine Planeten vernichtete. Um einen Teil ihres Volks zu retten, bauten die Fabrini aus dem Asteroiden das computergesteuerte Emigrationsschiff Yonada. DVD 2,3: Das Gleichgewicht der Kräfte [The Day of the Dove] (66 - 1968) Nach einem Halt auf dem Planeten Beta XII-A hat sich auf der Enterprise ein Energiewesen eingenistet, das sich von feindseligen Emotionen nährt. Als eine klingonische Mannschaft an Bord kommt, beginnt ein heftiger Kampf. Chekov überfällt die Klingonin Mara (Susan Howard), um sich für den Tod seines Bruders Piotr zu rächen. Doch dem klingonischen Captain Kang (Michael Ansara) gelingt es, den Maschinenraum in seine Gewalt zu bringen. - Autor Ferome Bixby gelang eine Folge mit einem intelligenten Ende, bei der man auch viel über die Klingonen erfährt. DVD 3,2: Platons Stiefkinder [Plato's Stepchildren] (67 - 1968) Die Humanoiden auf Platonius hatten vor Jahrhunderten das antike Griechenland besucht und tief beeindruckt ihre eigene Kultur auf den Ideen Platos aufgebaut. Doch da niemand mehr altert, sind König Parmen (Liam Sullivan) und seine Frau Philana (Barbara Babcock) launisch und sadistisch geworden. Mit Hilfe ihrer telekinetischen Kräfte demütigen und quälen sie ihre Gäste von der Enterprise. - Berühmtheit erlangte die kontroverse Folge durch die Kuss-Szene zwischen Uhura und Kirk - das erste Mal in der Fernsehgeschichte, dass ein weißer und ein farbiger Mensch sich küssten! DVD 3,3: Was summt denn da? [Wink of an Eye] (68 - 1968) Vulkanische Eruptionen haben das Wasser auf Scalos vergiftet, so dass der Metabolismus des Körpers extrem beschleunigt wurde. Die wenigen Bewohner leben so schnell, dass sie nicht mehr gesehen werden können und ihre Stimmen nur als insektenartiges Summen erscheinen. Als sie unbemerkt an Bord der Enterprise gelangen, versucht Deela (Kathie Browne), die Königin von Scalos, Kirk mit Hilfe des Wassers auf ihre Zeitebene zu "beschleunigen". DVD 5,1: Gefährliche Planetengirls [That Which Survives] (69 - 1969) Bei der Errichtung einer Raumstation haben die Kalandaner versehentlich einen tödlichen Virus produziert, und Losira (Lee Meriwether), die letzte Überlebende, hat den Computer programmiert, mit Hilfe von Hologrammen die Station gegen Invasoren zu verteidigen. Während Kirk mit McCoy, Sulu und dem Geologen D'Amato (Arthur Batanides) das Phänomen untersucht, wird die Enterprise durch einen gigantischen Transporter fast 1000 Lichtjahre weit in den Raum geschleudert. DVD 4,3: Bele jagt Lokai [Let That Be Your Last Battlefield] (70 - 1969) Bele (Frank Gorshin), der eine weiße und eine schwarze Gesichtshälfte hat, jagt hinter Lokai (Lou Antonio) her, dessen Gesicht gerade andersherum gefärbt ist. Beide stammen von dem Planeten Cheron. Bele erklärt Kirk, dass Lokai ein entflohener Verbrecher sei, aber der Kapitän der Enterprise ist nicht bereit, den Geflohenen auszuliefern, denn nach dessen Angaben...
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59 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Vollständig, aber verbesserungswürdig, 7. November 2004
Manche Klassiker der 50er und 60er Jahre sind inzwischen liebevoll restauriert worden, die Farben wurden aufgefrischt, störende Bildpunkte entfernt. Diese als "renewed" teils noch einmal in die Kinos gebrachten Filme wirken wie gestern erst gedreht. Leider hat man sich bei diesem Fernsehklassiker (der ja auf Filmmaterial gedreht wurde) nicht die gleiche Mühe gemacht. Das Bild wirkt zwar farbstark und kontrastreich, aber es gibt viele störende Artefakte. Ein Punktabzug ist auch dadurch gerechtfertigt, dass die Folgen zwar endlich komplett vorliegen, aber bisher in Deutschland noch nicht veröffentlichte Szenen recht lieblos nachsynchronisiert wurden. Die Folgen sind auf den DVDs angeordnet nach der "original air date sequence"; im folgenden jedoch nach der "production sequence". Produktionsnr./Jahr folgen in Klammern jeweils nach der Titelangabe. DVD 1,3: Die Spitze des Eisbergs [Where No Man Has Gone Before](02 - 1966) Das Budget für "The Cage" wurde weit überschritten, und NBC lehnte den Film schließlich ab, da er als zu anspruchsvoll für das amerikanische Fernsehpublikum galt. Immerhin genehmigte die Gesellschaft einen zweiten Pilotfilm, denn sie erkannte doch, welches Potential in der Serie steckte. Allerdings sollte der zweite Pilotfilm actionreicher und nicht so tiefsinnig sein. Der Weg für "Where No Man Has Gone Before" war geebnet. Regie führte James Goldstone. Die Musik schrieb Alexander Courage. Das Drehbuch besorgte Samuel A. Peeples: Jenseits der Grenzen des bekannten Weltraums gerät die Enterprise unter den Einfluss eines Energiefeldes. Als das Schiff das Feld wieder verläßt, verfügt der junge Offizier Gary Mitchell (Gary Lockwood) über gewaltige Fähigkeiten. Er fühlt sich als Gott.(Diese Folge enthält einen Textkommentar.) DVD 3,2: Pokerspiele [The Corbomite Maneuver] (03 - 1966) "The Corbomite Maneuver" ist die erste der regulären Star Trek-Folgen: Die Enterprise sieht sich im All plötzlich einem mächtigen Raumschiff gegenüber, dessen furchterregend aussehender Alien-Kapitän die Besatzung zur Kapitulation auffordert. Doch Kirk hat noch ein As im Ärmel. Er erklärt dem Commander der "Fesarius", dass das an Bord befindliche Corbomite explodieren und beide Schiffe vernichten würde, sollte Balok (Clint Howard) die Enterprise angreifen. - Das großartige Drehbuch schrieb Jerry Sohl. DVD 2,2: Die Frauen des Mr. Mudd [Mudd's Women] (04 - 1966) Der Schwindler Harcourt Fenton Mudd (Roger C.Carmel) kommt in Begleitung von drei umwerfend attraktiven Frauen an Bord, die dem männlichen Teil der Besatzung den Kopf verdrehen. Erst allmählich enthüllt sich das traurige Geheimnis ihrer Schönheit. DVD 2,1: Kirk:2=? [The Enemy Within] (05 - 1966) Eine Fehlfunktion des Transporters spaltet Kirk in zwei Personen: eine weichherzig zaudernde und eine von barbarischer Wildheit. Als Spock später das Phänomen enträtselt und psychologisch analysiert, stellt er fest, dass die eine Hälfte ohne die andere nicht existieren kann. - In dieser Folge verwendet der Vulkanier erstmals den legendären "Spock-Griff". DVD 1,1: Das Letzte seiner Art [The Man Trap] (06 - 1966) Kirk, McCoy und Darnell (Michael Zaslow) beamen auf den Planeten M 113, um die jährliche Routineuntersuchung an Professor Crater (Alfred Ryder) und seiner Frau Nancy (Jeanne Bal) vorzunehmen. Die Craters leben hier seit fünf Jahren und machen archäologische Ausgrabungen. Nancy ist eine alte Jugendfreundin von McCoy. In Wirklichkeit gaukelt ihm ein gestaltwandelndes Alien, das sie tötete, ihr Aussehen vor. - "The Man Trap" ist die erste Star Trek-Episode, die - am 8.9.1966 - öffentlich ausgestrahlt wurde. Der Produktionsstab inklusive der Schauspieler war über diese Wahl nicht glücklich, weil sie sie für die schlechteste bis dahin produzierte Folge hielten. Doch der Sender setzte sich durch, weil publikumswirksam ein echtes "Weltraummonster" auftauchte. DVD 1,4: Implosion in der Spirale [The Naked Time] (07 - 1966) Der Planet Psi 2000 wird bald auseinanderbrechen. Die Enterprise soll die Wissenschaftler, die auf dem eisigen Planeten stationiert sind, abholen und anschließend den Zerfall des Planeten beobachten. Spock und Lt. Joe Tormolen (Stewart Moss) beamen in die Station auf der Planetenoberfläche. Das Innere der Station ist mit einer Eisschicht überzogen, und alle sechs Besatzungsmitglieder sind tot. Anscheinend haben sie sich selbst umgebracht, und einer von ihnen öffnete die Schleuse nach außen. Spock und Tormolen kehren auf die Enterprise zurück, unwissend, dass Tormolen einen Virus auf die Enterprise eingeschleppt hat. Kurz darauf werden auch Sulu und der Navigator Lt. Riley (Bruce Hyde) mit dem Virus infiziert: hemmungslos leben sie ihre Emotionen aus. DVD 1,2: Der Fall Charlie [Charlie X] (08 - 1966) Vor 14 Jahren stürzte ein Raumschiff auf dem Planeten Thasus ab. Nur der damals dreijährige Charles Evans (Robert Walker jr.) überlebte. Das Raumschiff Antares las ihn dort auf und hat ein Rendezvous mit der Enterprise, die Charlie zur Kolonie Alpha V bringen soll. Captain Ramart (Charles J.Stewart) und sein erster Offizier begleiten den 17jährigen auf die Enterprise. Sie loben den Jungen in höchsten Tönen, haben es aber eilig, auf die Antares zurückzukehren. Bald wird klar, dass Charlie mit immensen PSI-Kräften begabt ist. DVD 4,2: Spock unter Verdacht [Balance of Terror] (09 - 1966) Einer der Erd-Außenposten, die entlang der neutralen Zone eingerichtet sind, wird von einem romulanischen Commander (Mark Lenard) angegriffen, der über einen "Warbird" mit genialer Tarnvorrichtung verfügt. Die Enterprise nimmt Kurs auf den Außenposten, während Spock die Besatzung über die Romulaner informiert. Vor 100 Jahren war die Föderation in einen heftigen Krieg mit den Romulanern verwickelt. Der Friede, der seitdem zwischen beiden Mächten besteht, ist recht unsicher. Keine Seite hat je die andere zu Gesicht bekommen. Was keiner weiß: Die Romulaner sind mit den Vulkaniern verwandt. Zu einer Zeit, als Vulkan noch in seiner barbarischen Periode war, haben sie den Planeten verlassen. - Nach einer Umfrage unter amerikanischen Fans ist "Balance of Terror" die drittbeste Folge. DVD 2,3: Der alte Traum [What Are Little Girls Made Of?] (10 - 1966) Die Enterprise nähert sich dem Planeten Exo III, auf dem sich der seit langem vermisste Dr. Roger Korby (Michael Strong), der Verlobte von Christine Chapel (Majel Barrett), zuletzt aufgehalten hat. Sie und der Captain beamen auf den vereisten Planeten. Dort treffen sie auf Dr. Brown (Harry Basch), Korbys Assistenten, und den riesigen Ruk (Ted Cassidy). Während der Koloss von den Ureinwohnern des Planeten geschaffen und mit der Fähigkeit ausgestattet wurde, die Stimme jeder Person zu imitieren, ist Brown in Wirklichkeit ein perfektes Androiden-Ebenbild aus Korbys Labor. DVD 3,1: Der Zentral-Nervensystem-Manipulator [Dagger of the Mind] (11 - 1966) Die Enterprise befindet sich im Orbit um Tantalus V, um Fracht auszutauschen. Auf diesem Planeten leitet Dr. Tristan Adams (James Gregory) eine fortschrittliche Strafkolonie, deren Zweck es ist, die Inhaftierten wieder zu rehabilitieren. Der Austausch der Güter verläuft nicht ganz problemlos, denn in einer der Kisten, die an Bord gebracht werden, hat sich Simon van Gelder (Morgan Woodward) versteckt. Er schlägt einen Techniker nieder und zieht sich dessen Overall an. Inzwischen erhält die Enterprise, die bereits wieder den Orbit von Tantalus V verlassen hat, eine Nachricht von der Kolonie, dass einer der Inhaftierten verschwunden sei. DVD 2,4: Miri, ein Kleinling [Miri] (12 - 1966) Die Enterprise empfängt einen Notruf von einem Planeten, der sehr stark der Erde gleicht. Auf dem gesamten Planeten leben nur noch die Kinder. Vor 300 Jahren machten Wissenschaftler Experimente zur Verlängerung der Lebensspanne. Sie schufen ein Virus, das das Altern verlangsamen sollte. Das Experiment funktionierte. Die Kinder altern pro Jahrhundert nur um rund einen Monat. Doch kommen sie in die Pubertät, wird das Virus aktiv, und sie erkranken an einer lepraähnlichen Krankheit, an der sie sterben. Die Kinder - angeführt von Miri (Kim Darby) - haben auch eine eigene Sprache entwickelt. Sie selbst nennen sich die "Onlies" (in der deutschen Fassung "Kleinlinge"), die Erwachsenen "Grups" ("Wachsenen"), was von "grown ups" kommt. - Adrian Spies' Drehbuch erinnert an das Märchen von Peter Pan. DVD 4,1: Kodos der Henker [The Conscience of the King] (13 - 1966) Vor 20 Jahren brach auf der Kolonie Tarsus IV eine Hungersnot aus. Gouverneur Kodos verhängte das Kriegsrecht und ließ angesichts der knappen Nahrungsvorräte die Hälfte der Kolonisten umbringen, um so der anderen das Überleben zu ermöglichen. Als früher als erwartet Nachschub eintraf, hatten bereits Tausende ihr Leben verloren. Viele nehmen an, dass Kodos bei den anschließenden Unruhen umkam, doch auf dem Planeten Q ist man davon überzeugt, dass der Massenmörder noch lebt und sich hinter der Identität des Schauspielers Anton Karidian (Arnold Moss) verbirgt, der mit seiner Tochter Lenore (Barbara Anderson) gerade eine Vorstellung gibt. - Der Titel "The Conscience of the King" ist ein Zitat aus Hamlet: "I know my course. The spirit that I have seen may be a devil... I'll have grounds more relative than this. The play's the thing wherein I'll catch...
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