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Drei Jahre dauerte der Kampf eines gewissen Eugene Wesley Roddenberry, um ein ehrgeiziges Science-Fiction-Projekt an ein Studio und an einen Fernsehsender zu verkaufen. Ein Pilotfilm wurde bestellt, gedreht -- und vom Fernsehsender NBC abgelehnt. Die Begründung des Senders für den Korb zum ersten Piloten ist seit Jahrzehnten legendär: zu niveauvoll, zu anspruchsvoll, zu wenig konventionell. Was jedoch bislang noch nie geschehen war, passierte: NBC gab einem abgelehnten Serienkonzept eine neue Chance und siehe da: Aus dem toten Entlein wurde doch noch ein Schwan. Star Trek, in Deutschland besser als Raumschiff Enterprise bekannt, feierte Premiere. Mit 29 Episoden hochwertiger Science Fiction.
Die vorliegende erste Staffel der Serie präsentiert diese ersten 29 Episoden, die unter anderem auch die mit einem Hugo-Award für das beste Drehbuch prämierte Folge "Griff in die Geschichte" (mit einer blutjungen Joan Collins) für den Zuschauer bereithält. Aber auch die anderen Abenteuer von Captain Kirk, Mr. Spock, Pille und Scotty sind nicht zu verachten und auch heute noch feine Science Fiction aus einer Zeit, als Star Trek zu Recht für Kult stand. --Mike Hillenbrand
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Der aufkommenden Euphorie - Star Trek- Schöpfer Gene Roddenberry selbst wollte sich sogar erstmals seit Beginn der Serie wieder stärker um sein 'Kind' kümmern und wieder selbst produzieren - folgte bald die große Ernüchterung: Der schlechte Sendeplatz, seit Season 2 freitags um 18.30 Uhr, wurde noch schlechter: freitags um 22.00. Jeder wusste, dass die Serie, die ihr Zielpublikum damit kaum noch erreichen konnte (von Episode 1 bis 79 sanken die Zuschauerzahlen dann auch um über 50 %) , endgültig auf der Abschussliste stand. Statt eines verstärkten Engagements zog sich Roddenberry als "ausführender Produzent" noch mehr zurück.
Season 3 erreichte unterm Strich nicht mehr ganz die Qualität der ersten beiden Staffeln, die von vielen Höhen und manchen Tiefen geprägt waren, sondern schleppte sich über weite Strecken im Mittelmaß durch. Ein Grund hierfür war, dass der 'auslaufenden' Serie nochmals bei steigenden Schauspielerbezügen und weniger inklusiven Leistungen das Budget gekürzt wurde (von 193 500 $ in der 1. über 187 500 $ in der 2. auf 178 500 $ in der 3. Staffel). Man musste noch stärker auf "Location"- Drehs verzichten, Drehbücher vereinfachen, weniger Sets einsetzen... Noch schwerwiegender war aber der Substanzverlust hinter den Kulissen. Schon seitdem Drehbuchgenie Gene Coon während Season 2 ausstieg hatte man Probleme mit kreativen Skripts. Vor Season 3 kündigte Herbert Solow, der von Beginn an für Produktion, Qualität und Verkauf der Serie zuständig war, wegen des kommerziellen Drucks und der daraus erwachsenen Querelen mit einem neuen Management. Das Herz war weg, und die Seele folgte: nach zwei Dritteln der dritten Season ging ausgepowert und demotiviert durch den stetigen Qualitätsverlust der Serie auch Co-Produzent Bob Justman, der die komplette Serie de facto als Produzent pflegte, aber nie offiziell als solcher ausgezeichnet und gewürdigt wurde. Seit Beginn von Season 3 bekam er den sehr fähigen Fred Freiberger als Produzenten vorgesetzt, der aber, unerfahren mit Science Fiction, nicht das notwendige Gespür und Herzblut für die Star Trek- Philosophie mitbrachte und das wankende Schiff Star Trek schließlich ins Trockendock führte.
Ein Glücksfall für Season 3 war jedoch, dass Gene Coon, der mit seiner Kreativität für viele der besten Episoden und Konzepte in Season 1 und 2 verantwortlich war (er erfand u.a. die Klingonen), vor seinem Abschied zugesichert hatte, noch ein paar Drehbücher abzuliefern. Unter dem Pseudonym Lee Cronin schrieb er z.B. SPECTRE OF THE GUN, das in einer unwirklichen Westernkulisse spielt. Einfache Hausfronten ohne Seiten machten die Budget-Not zur Tugend, indem sie sogar die gewollt surrealistische Atmosphäre verstärkten. Zusätzlich war es die erste Episode, die Chekov in den Vordergrund rückte. Und gerade in dieser Hinsicht, der tiefer gehenden Behandlung von Charakteren, zeigte die 3. Season einige Stärken. Das außergewöhnliche ALL OUR YESTERDAYS z.B. haben sich die Bewohner eines Planeten kurz vor ihrer Auslöschung durch eine Supernova durch ein Portal in verschiedene Epochen ihrer Vergangenheit befördert. Nachdem Kirk durch das Tor springt, wollen Spock und McCoy helfen, landen anders als ihr Captain aber in der Eiszeit, wo Spock selbst von früheren Evolutionsstufen seines Volkes erfasst wird und starken Emotionen verfällt. Auch für McCoy gibt es eine starke Episode mit FOR THE WORLD IS HOLLOW AND I HAVE TOUCHED THE SKY. Davon überzeugt, unheilbar krank zu sein, verliebt er sich auf einem Asteroiden, der sich als gewaltiges Generationenschiff entpuppt, in eine Frau und ist in Versuchung, nicht zur Enterprise zurückzukehren. Eine weiter starke Folge, und wieder auf einer Idee von "Lee Cronin" beruhend, ist LET THAT BE YOUR LAST BATTLEFIELD. Bereits früh in der Tradition, ganz irdische und menschliche Probleme symbolisch auszudrücken, zeigt Star Trek hier die Unsinnigkeit rassistischen Hasses: Zwei Welten haben sich gegenseitig ausgelöscht, nur, weil die einen auf der linken und die anderen auf der rechten Seite ihres Gesichts schwarz bzw. weiß sind - wiederum also stark und symbolträchtig ausgedrückt durch einfachste, budgetfreundliche Mittel. Rassismus wird auch in PLATO'S STEPCHILDREN, einer der berühmtesten Episoden der Serie, zum abseits der eigentlichen Handlung vieldiskutierten Thema. Die Episode brach mit dem ersten TV-Kuss zwischen einem weißen Mann und einer farbigen Frau ein Tabu, obwohl die Intimität zwischen Kirk und Uhura unter Zwang von Telekinese stattfand. In einigen Südstaaten der USA wurde die Episode nicht ausgestrahlt. Trotz einiger Lichtblicke, darunter auch das spannende THE THOLIAN WEB, wo Kirk auf der driftenden Defiant in eine fremde Dimension gerissen zu werden droht, während die Enterprise von den geheimnisvollen Tholianern bedroht wird, oder THE MARK OF GIDEON mit dem interessanten 'Problem' einer überbevölkerten Gesellschaft, in der keine Krankheiten existieren, erinnert man sich bei Season 3 auch an Ausfälle wie der flachen und nervigen Folge AND THE CHILDREN SHALL LEAD, SPOCK'S BRAIN, das mit der legendären Gehirnmopserei eine unterirdisch schlechte Science Fiction- und erst recht Star Trek- Episode darstellt oder THE WAY TO EDEN mit Weltraum-Hippies auf der Suche nach dem Paradies (zudem später Inspiration für den schwächsten Trek-Film "Star Trek V - The Final Fontier").
Natürlich ist Season 3 natürlich ebenso Kult wie alle 79 Episoden. Und was zunächst für viele Unbeteiligte als überfälliges Ende einer erfolglosen Serie erschien, war lediglich die Geburt eines Phänomens. Star Trek wurde zum Selbstläufer, als die billig verkauften Episoden Anfang der 70er von immer mehr regionalen TV-Stationen zielgruppengerecht täglich am frühen Abend immer und immer wieder ausgestrahlt wurden, von Mal zu Mal erfolgreicher. Der rasante Wachstum der Fangemeinde zeigte sich im Januar 1972 bei der ersten Star Trek-Convention, als statt wie erwartet einiger hundert über 3000 Fans herbeiströmten - und das war erst ein ganz kleiner Anfang.
Die Desilu-Studios, in denen Star Trek geboren wurde, wurden für 17 Millionen Dollar verkauft. Allein bis 1994 hatte Paramount durch die Vermarktung des einstigen Schnäppchens mitsamt Büchern, Fanartikeln, Kinofilmen und Nachfolgeserien schätzungsweise mehr als 1,4 Milliarden mit Star Trek verdient.
Übrigens: Ironischerweise sechs Wochen, nachdem TURNABOUT INTRUDER ausgestrahlt wurde, die letzte Episode von Star Trek, das in seinen Beginnen von Kritikern seinerzeit als unendlich unrealistisch abgetan wurde, landeten die ersten Menschen auf dem Mond...
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