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Kritik:"Der Test" ist, wie man wohl schon an der Inhaltsangabe erkennt, ein eher actionorientierter Roman. Leider ist das Buch trotz der durchaus interessanten und vielversprechenden Ausgangssituation erstaunlich unspannend ausgefallen, die Handlung plätschert eher gemächlich vor sich hin, das Geschehen kann einen irgendwie nicht so recht packen. Vor allem die Offenbarung rund um den Verräter in den Reihen der Admirälin verfehlt die gewünschte Wirkung komplett, wirkt doch dieser schleimende Assistent bereits ab dem ersten Moment verdächtig. Auch seine anschließenden Gewissensbisse bzw. seine ständigen Streitereien mit dem Anführer der Mission wissen nicht wirklich zu überzeugen und/oder zu begeistern. Das größte Problem des Romans ist jedoch, dass die Handlung ohne viel Tiefgang erzählt wird. Anstatt sich eingehend mit den Charakteren und ihren Motivationen zu beschäftigen, zieht es Vornholt vor, eine schnelle und doch eher oberflächliche Action-Geschichte zu erzählen. Zu schade nur, dass diese recht einfallslos und unoriginell daherkommt, und die Action vor allem am Ende dann teilweise haarsträubend und viel zu übertrieben wirkt, wodurch sich jedwede eventuell vorhandene Spannung in Luft auflöst.
Was die Charakterisierung betrifft, so handeln zwar alle so, wie man es aus der Serie gewohnt ist, dennoch hat es Vornholt nicht geschafft, die Figuren richtig voneinander abzugrenzen, jeder Charakter denkt, spricht und handelt sehr ähnlich, es fehlt die persönliche Note, die Eigenständigkeit. Was ebenfalls sehr enttäuscht ist die Einfallslosigkeit, mit der Picard auf die Bedrohung reagiert, denn von einer einzigen wirklich klugen und cleveren Aktion mal abgesehen, ist das nicht gerade der taktisch kluge Captain, wie wir ihn von der Serie gewohnt sind. Etwas arg aufgesetzt und konstruiert wirkt auch die Sache mit dem Prototypen einer Diskussektion, die in einer Notsituation relativ unbeschadet auf einem Planeten landen könnte... und das nur wenige Wochen vor den Ereignissen aus "Generations". Was Vornholt wohl als Ironie des Schicksals und somit als witzig-geniale Anspielung einbauen wollte, kommt leider sehr konstruiert und wenig überzeugend daher, ja hat mich mit der Zeit sogar richtiggehend genervt... wohl nicht ganz die Reaktion, die sich Vornholt von seinen Lesern erhofft hatte...
Fazit: "Der Test" ist zwar ein durchaus kurzweiliger, aber leider auch sehr oberflächlicher und einfallsloser Roman, der nur für Fans eher actionorientierter "Star Trek"-Literatur zu empfehlen ist...
Das Buch ist wie eine gute TV Episode aufgebaut. Der Autor schafft es mit sehr wenigen Mitteln eine gute Beschreibung der Charaktere zu erreichen. Es wirkt alles rund und sich stimmig. Eigentlich ein Grund für 5 Sterne. Leider ist die Story nicht wirklich neu. Die Notlandung des Diskussegmentes liest sich so, als ob der Autor nach Star Trek: Generations einmal Lust hatte eine solche Bruchlandung selbst mal auszuprobieren. Es werden hier und da auch einige technische Details durcheinander gebracht, so wie etwa die Tatsache, das der Diskus völlig überbewaffnet ist.
Aber wer mit solchen kleinen Details leben kann wird mit einem soliden Star Trek Buch belohnt das eine prima TV Episode abgegeben hätte.
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