Sie Story ist größtenteils sehr spannend, teilweise auch emotional. Sie verbindet Einblicke in die Vergangenheit, die bekannte Gegenwart an Bord der Enterprise und die mögliche Zukunft der Crew zu einer interessanten Geschichte mit einem spannenden Handlungsbogen. Endlich erfahren wir mehr über das Verhältnis von Will Riker und Deanna Troi und wie es zu dieser Beziehung kam.
Allerdings läßt die Umsetzung des ersten Teils etwas zu wünschen übrig. Riker wird als sexbesessen und kindisch dargestellt, Deanna dagegen als Jungfrau von Orleans, die es zu erobern gilt. Als Riker Deanna im Dschungel aus den Händen von Entführern befreit, kommen sich die beiden nicht nur näher, sondern fallen im Minutentakt übereinander her. Die Story droht auf ein Groschenroman-Niveau herabzusinken.
Kein Wunder, daß sich die Drehbuchautoren stets davor scheuten, die Beziehungen zwischen Besatzungsmitgliedern wie Will und Deanna, aber auch Picard und Dr. Crusher zu vertiefen, da stets die Gefahr bestand, daß dann so etwas peinliches dabei zustande kommt.
Was dann folgt, wird wieder viel besser und spannender. Wir erleben die Zeit auf der Enterprise, in der Will und Deanna ihr Verhältnis auf Sparflamme kochen lassen, bis es zum unerwarteten tragischen Tod von Deanna durch eine mysteriöse Krankheit kommt. Will gibt sich die Schuld am Tod seiner Imzadi und zerbricht daran.
Ebenso interessant ist auch der Blick auf die Zukunft. Riker, inzwischen Admiral, ist ein einsamer alter Mann geworden. Ohne einen Sinn in seinem Leben, schlägt er die Zeit auf einer abgelegenen Raumbasis tot. Auch Deannas Mutter Lwaxanna Troi ist nach dem Tod Ihrer Tochter eine verbitterte und zornige Frau geworden, die Riker nicht einmal an Ihrem Sterbebett vergeben kann.
In einem spannenden und emotionalen Finale versucht Riker, per Zeitsprung die Vergangenheit zu verändern. Trotz kleiner Schwächen ist dies einer der besten Star Trek Romane!