Peter David bastelt weiter an der "Star Trek - New Frontier" Reihe.
Star Trek - New Frontier 1: Kartenhaus ist in 2 Handlungsstränge unterteilt. Zum einen Captain Calhoun mit der Excalibur, die von einem fremden Raumschiff angegriffen werden. Zum anderen Sicherheitschef Zak Kebron und Si Cwan, die sich mit der Besatzung des Wissensschaftschiffes, welches in "Kartenhaus" einen Notruf absendete, und nun einen Hinterhalt für Si Cwan plant, auseinandersetzen müssen.
Der Teil um Calhoun, das fremde Schiff, die Flüchtlinge, nimmt erst mal eine überaschende Wendung, welche nicht uninteressant ist, danach flacht dieser Handlungsstrang stark ab. Er wird vorhersehbar, surreal, irgendwie typisch amerikanisch'("wir verhandeln nicht mit Terroristen..."), und zum Abschluss auch noch viel zu einfach aufgelöst. Einziges Licht am Tunnel hier: das Werben des Hermaten Burgoyne um die vulkanische Doktorin Selar, die sich in einer sogenannten biologischen Krise befindet .
Da sind die Geschehnisse um Si Cwan und Kebron, ereignisreicher, spannungsgeladener, und sprühen teilweise vor Humor. Schöne Action, schöne Wortspiele zwischen den Charakteren, um Längen besser als der erste Handlungsstrang.
Leider flacht nach dem Zusammenführen der 2 Handlungsstränge das ganze Buch ab. Es hängt zwar alles miteinander zusammen, aber irgendwie passt es nicht in mein Verständnis von SF. Teilweise werden nicht nachvollziehbare Handlungen seitens der Charaktere durchgeführt. Mir erschliesst bis jetzt nicht warum Führungspersonal der Sternenflotte sich auf Duelle einlassen muss / soll / kann???
Alles in allem ein nicht aus der Menge herausstechender SF-Roman, teilweise mit wirren Geschehnissen, teilweise recht actiongeladen, aber insgesamt nicht wirklich gut... (für mich als nicht Trekkie)