14 Kurzgeschichten bilden dieses Werk. Das sind 14 Abende, an denen sowohl Lesehunger als auch die Sehnsucht der Fans gestillt werden - denn für sie ist dieses Buch. Die 20-30 Seiten langen Storys sind durchweg auf hohem Niveau geschrieben und halten die Spannung immer hoch: Vor dem Ende einer Episode kann man das Buch einfach nicht weglegen.
Die Geschichten spannen einen weiten Bogen: Die erste beginnt, noch bevor Picard das Kommando über der Föderation ruhmreiches Flaggschiff erhält, und die letzten beiden spielen nach dem Nemesis-Film.
Es sind Geschichten, die zwar auch Humor zeigen, aber eigentlich voll und ganz auf die seelische Entwicklung und eine tiefere Charakterzeichnung der Main Crew abzielen. Man erlebt ein Wiedersehen mit Tasha Yar (Acts of Compassion), man kann Jean-Lucs Zorn und Schmerz, seine Demütigung, geradezu greifen, als er sich nach den Zeiten als Forscher auf der Enterprise D sehnt...und urplötzlich seinen cardassianischen Peiniger Gul Madred wiedertrifft - diesmal mit vertauschten Rollen, aber unerwartetem Ausgang (Four Lights), man kämpft mit Riker gegen die Verzweiflung ('Til Death) und sogar Wesley Crusher wird mit seiner Geschichte - die so völlig anders ist als die anderen, und trotzdem verdient "Star Trek" heißt - ein Stück weniger nervig, weil man ihn (so man es will) nun besser versteht (Ordinary Days). Sogar eine Geschichte über "Datas junge weibliche Freundin" ;) ist dabei, die wirklich kaum mehr ist als ein Schmankerl extra für die Fans (On The Spot).