Wer sich auf die deutschen Übersetzungen verlassen hatte, wurde spätestens jetzt enttäuscht. Nachdem sich herauskristallisierte, dass sich Heyne - aus welchen vorgeschobenen Gründen auch immer - vom Trek-Sektor und SF im Allgemeinen distanzierte, verringerten sich sämtliche Trek-Neuauflagen bis einige Serien ganz verschwanden und momentan sämtliche Serien auf Eis liegen. So verwundert es den -rein - deutschsprachigen Leser nicht von ungefähr, dass Calhoun auf Rikers Kommandoübernahme verweist, da er die Reihe Double Helix" nicht kennt, in der in Band 5 genau jene Kommandoübernahme verzeichnet ist. Diverse Hinweise auf Kat Mueller lassen sich nur erklären, wenn man zuvor die Reihe Captain's Table" und dort den Band 5 gelesen hat. Ebenfalls wurde in einer der vorbenannten nicht in Deutschland erschienenen Reihen erwähnt, dass Burgoyne nicht schwanger war, sondern dass er sich nur einen Scherz erlaubt hatte...
Wer immer noch darüber hinwegsehen kann, hat spätestens als - rein - deutschsprachiger Leser beim letzten Satz des Bandes ein Problem. Der Band endet mit einem nicht vorhersehbaren Knüller, einem weiteren spannenden Cliffhanger, von dem bezweifelt werden darf, dass er seine Auflösung in einem deutschen Band jemals erfahren werden wird. Die kann man dann aber getrost im Dreiteiler der US-Originalausgabe Requiem/Renaissance/Restoration" nachlesen... denn Calhouns Reisen sind noch nicht zu Ende...
Wie im letzten Band erfahren, nähert sich die Schwarze Masse dem Tulaan-System. Diese warpfähige Lebensform ist fähig, selbst Sterne zu fressen... Die gefährlichen Erlöser setzen alles daran, nicht der Zerstörung anheim zu fallen, selbst wenn dies bedeutet, sich mit der verhassten Nemesis Calhoun zu verbünden, nachdem der "weise" Höchste Gebieter ohne es zu wissen in einer genialen Szene, die an den Humor von Zucker und Zucker erinnert, seinen besten Wissenschaftler abmurkste. Doch warum sollte sich ein Captain Calhoun für die grausamen Erlöser einsetzen? Der Höchste Gebieter scheint seinen Gegner gut zu kennen, denn er hält einen ganzen Planeten mit zwei Milliarden unschuldiger Bewohner als Geiseln fest. Calhoun weiß nur zu gut, dass sich ein Erlöser auf dem Planeten irgendwo versteckt hält, der nur ein Zeichen benötigt, damit er sich umbringt, sodass das inaktive Virus in seinem Blut den Planeten in Stundenschnelle sterben lässt. Calhoun willigt widerwillig in die Forderung nach einem vorübergehenden Bündnis ein. Doch so leicht gibt sich der Xenexianer nicht geschlagen, er lässt Ensign Janos zurück, der den Erlöser suchen soll.
Unterdessen machen sich weitere Gefühle auf dem Schiff breit. So haben Cwans Schwester Kalinda und Calhouns Sohn zarte Bande geknüpft. Das sieht der adelige Si Cwan überhaupt nicht gern und so bittet er den Captain ein Machtwort zu sprechen, der alles relativ sieht. Schließlich hört sein Sohn überhaupt nicht auf ihn, da er von ihm sich verlassen fühlt. Calhoun hätte nicht einen Sekundenbruchteil daran gedacht, dass ihm seine erste sexuelle Erfahrung gerne in einer dauerhaften Beziehung gesehen hätte. Doch auch Cwan ist in Bezug auf sich blind. Die ihn anschmachtende Robin Lefler kann alles Mögliche tun, er sieht sie einfach nur als Freundin und Verbindungsoffizier.
Cwan findet die Vorstellung, den Erlösern zu helfen, grotesk. Sobald diese sich wieder aufrappeln, wird dies zu neuerlichen zwanghaften Bekehrungsversuchen führen. Außerdem hat er vor 20 Jahren bereits gesehen, was ein Dauerfeuer auf die Masse für eine Wirkung hat - nämlich keine...