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am 27. Juni 2014
In den 90er Jahren habe ich viele Star-Trek-Romane gelesen und war deshalb wirklich froh, als ich erfuhr, daß Cross Cult neue Star-Trek-Bücher herausbringt. Die neuen TNG-Romane (z. B. "Mehr als die Summe") fand ich schon gut, doch die Destiny-Trilogie ist sozusagen das Sahnehäubchen: Die Geschichte, die erzählt wird, wirkt durchdacht, und trotz ihrer Länge (1200 Seiten) wird sie nie langweilig. Phasenweise ist die Destiny-Trilogie ein echter "Page-Turner". Und das liegt nicht nur an der Action, von der es in "Star Trek: Destiny" eine große Portion gibt, sondern auch daran, daß der Autor bei aller Action auf "echte Star-Trek-Gänsehaut-Momente" nicht verzichtet.

Gut gefällt mir auch, daß der Autor sich offensichtlich im Star-Trek-Universum auskennt und so auf einige Details aus den TV-Serien (z. B. Raumschiff Voyager) Bezug nehmen kann (freilich ohne es zu übertreiben). Ich empfehle das Buch daher allen, die sich schon immer gefragt haben, wie es nach Star Trek: Nemesis hätte weitergehen können. Wer bereits einige Star-Trek-Romane gelesen hat, für den ist "Star Trek: Destiny" eine echte Perle. Alle, die bisher nur die TV-Serien und die Kinofilme kennen, können ebenso bedenkenlos zugreifen. Für sie ist "Star Trek: Destiny" ein spannender Einstieg in die Welt der Star-Trek-Romane. Man sollte allerdings vorher auf jeden Fall die neuen TNG-Einzelromane der Reihe nach lesen, also "Tod im Winter", "Widerstand", "Quintessenz", "Heldentod" und "Mehr als die Summe". Der 6. TNG-Roman "Den Frieden verlieren" spielt nach (!) "Star Trek: Destiny", die anderen davor!

Ach ja, noch ein paar Sätze zum Inhalt: Die Handlung findet auf zwei Zeit-Ebenen statt:

In der Gegenwart sieht sich die Sternenflotte der größten Borg-Invasion ausgesetzt, die sie bisher erlebt hat, und es scheint, daß Widerstand wirklich zwecklos ist. Doch Captain Picard, Captain Riker und Captain Ezri Dax nehmen gemeinsam den Kampf auf. Unterstützt werden sie dabei vor allem von Seven of Nine. Die zweite Zeit-Ebene spielt in der Vergangenheit. Hier erfährt man, wie die Borg entstanden sind. Das Finale bringt beide Fäden auf geniale Weise zusammen.
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Aufgrund der Komplexität sind leichte Spoiler notwendig, im spannendsten Moment wird aber abgebrochen, damit jeder selbst in den Genuss kommt.

Worum geht es in Destiny?

Destiny 1:
Kurz vor dem Dominionkrieg trifft die U. S. S. Defiant bei einer ihrer seltenen Erkundungsmissionen im Gammaquadranten auf das abgestürzte Wrack der NX-02, Columbia. Die Crew ist nicht an Bord. Zwar hat niemand erwartet, nach 200 Jahren Überlebende zu finden, aber es können auch keine organischen Rückstände an Bord entdeckt werden. Leider muss die Forschungsmission abgebrochen werden, da sich Kriegsschiffe der Jem'Hadar nähern.

Aventine
Einige Jahre später steht erneut ein Dax-Wirt auf dem Wrack. Ezri Dax ist amtierender Captain der Aventine geworden. Die Ränge hat die junge Trill übersprungen als bei der Verteidigung des Acamar-Systems sowohl der Captain als auch der erste Offizier verstorben sind. So konnten sie und Sam Bowers das neue Gespann bilden. Die Erkundungsmission ist ihr von der Admiralität erlaubt worden. Sie glaubt, dass die Entdeckung des Rätsels wie die NX-02 in den Gammaquadranten kam, dabei helfen könnte, den Borg einen taktischen Vorteil zu nehmen. Die Kuben tauchen ohne Vorwarnung im Herzen der Föderation auf und zerstören Basen und Welten. Doch kommt man des Rätsels Lösung kein Stück weiter. Die Admiralität beordert die Aventine zurück. Diesen Befehl kann sie jedoch nicht nachkommen. Etwas an Bord der Columbia hat überlebt...

Columbia
200 Jahre zuvor begleitet die Columbia einen Konvoy. Sie wird dabei von romulanischen Schiffen aus dem Hinterhalt angegriffen, die ihre Steuerung übernehmen. Hilflos muss Captain Erika Hernandez mitansehen, wie ihr Schiff den Konvoy vernichtet. Bevor sich die Romulaner jedoch die Columbia vornehmen können, kommt der Crew eine Idee. Sie täuschen die Zerstörung vor und fliegen mit Impulsgeschwindigkeit vondannen. Ohne Möglichkeit eine Subraumnachricht abzusenden oder den Warpantrieb zu reparieren sind sie in der endlosen Weite des Alls gestrandet. Durch Auslastung des Impulsantriebes mittels eines Tricks können sie den nächsten Planeten binnen weniger Monate erreichen. In der Realzeit vergehen jedoch insgesamt 12 Jahre. Hernandez` Plan wird nicht von jedem gutgeheißen. Insbesondere die MACOs unter dem Kommando von Major Foyle sind gegen den Plan und wollten zur Erde zurückfliegen...

Enterprise
Picard hört die Borg. Mit den Transphasentorpedos gelingt es zwar die Kuben auszuschalten, aber die Menschen kommen immer später zu den Orten des Geschehens. Meistens ist schon alles gelaufen und die Zivilisationen vernichtet. Hin und wieder gelingt es einem Starfleetschiff unter großen Opfern und teilweise in Kamikazeattacken den einen oder anderen Kubus auszuschalten. Der Captain weiß, dass er die Invasion, die bevorsteht, nicht aufhalten kann und denkt bereits daran, sich seinem Schicksal zu fügen, was seine Frau Beverly und der Rest des Seniorstabes um Worf und LaForge mit großer Besorgnis zur Kenntnis nimmt...

Kritik:
Destiny hat für Furore gesorgt. Obwohl die Handlung so große Wellen geschlagen hat, dass sie auf jeden Relaunch Auswirkungen hat, ist der Ausgangspunkt geradezu einfach. David Macks Spektakel geht auf ein einziges erstelltes Bild für den Kalender Ship of the Line zurück, das die auf einem Wüstenplaneten abgestürzte Columbia zeigt. Damit ist die Story geboren worden. Damit widerspricht sie natürlich "Captain's Pleasure", die zweite Ausgabe der Reihe von IDW "The Space Between", die nahelegt, dass die Columbia intakt - offenbar in einem Museum - bis zum Jahre 2296 überstanden hat. In diesem Jahr wurde ein Shuttlepod von ihr gestohlen und es wurde von Jean-Luc Picard bei einer Ausgrabungsstätte 2368 gefunden. Ferner widerspricht es der TOS Kurzgeschichte "Make-Believe", in der die Columbia noch 2159 das Algenib-System untersucht und einige leblose Planeten erforscht. Wenn man sich die Story vor Augen hält, gleicht der lateinische Text des Columbia Abzeichens "Audentes Fortuna Juvat" (in etwa Glück bevorzugt den/die Mutigen") blanken Hohn und macht das Ganze umso tragischer.

David Mack kennt sich zwar gut im Star Trek Universum aus, er macht jedoch einen (Flüchtigkeits-?)Fehler. Picard wurde nicht am nächsten Tag befreit, als er Locutus war, der DS9 Pilotfilm zeigt zu Anfang die Schlacht bei Wolf 359 auszugsweise. Davor wurde festgestellt, dass Picard für ganze sechs Tage entführt worden ist.

Negativ fällt ins Gewicht, dass die MACOs relativ schnell dabei sind, sich den Befehlen des Captains entgegenzustellen und dass sie ziemlich fies dargestellt werden. Sicherlich hat bereits Enterprise bei dem MACOs einen anderen Zusammenhalt gezeigt, als dies bei der erforschenden Sternenflotte gewesen ist. Schließlich hat Enterprise noch keine Föderation gehabt, so ist es nicht verwunderlich, dass es ein gesondertes Militär gab, nämlich die MACOs, die sich genau wie die Marines als perfekte Soldaten auswiesen und für den Kampf geboren waren. Es zeigt auch, dass die Erde einer anderen Ära unterworfen war. Die Sternenflotte war auch eine andere. Die Menschen waren zwar geeint, jedoch gefährdeten die ständigen Bedrohungen ihre Integrität und Moralvorstellungen. Man denke an den Entereinsatz auf ein unbeteiligtes Schiff durch Captain Archer oder diverse Folterszenen in bester Guantanamo-Manier in der Serie bzw. in dem ersten Relaunchroman "Last Full Measure". Schließlich ist Enterprise auch zu einer Zeit entstanden, als die USA nach dem 11. September 2001 in eine extreme kriegerische Situation geschlittert sind. So haben die MACOs in Destiny 1 kaum Sympathieträger unter sich, sind perfekte Befehlsempfänger, kaltblütig und berechnend. Da ist es dann auch egal, wenn Städte und Millionen von Lebewesen draufgehen.

Demgegenüber steht Captain Hernandez, bei der man gleich spürt, dass sie einen anderen Schlag Captain als bisher gesehen darstellt. In Destiny 1 scheint sie sich ziemlich schnell unterzuordnen, gibt zu schnell auf. Dies soll Band 2 noch relativieren, allerdings zeichnet sich hier eine recht rasche Kapitulationsbereitschaft bzw. Resignation aus. Dieselbe Resignation macht hier ausgerechnet Jean-Luc Picard durch. Bevor er verheiratet war und ein gemeinsames Kind mit Beverly erwartete wurde aus dem so sonstigen Forscher eine Art Gelegenheitsrambo, ein kaltblütiger Killer, der ohne Rücksicht auf Verluste über Leichen geht, wie man in "First Contact" gesehen hatte. Hier schwankt der Captain zwischen Borg "ausradieren" und Resignation hin und her.
Viele merken bestimmt negativ an, dass der Roman an vielen Orten spielt, viele Personen und Schiffsbesatzungen beinhaltet. Gerade das ist eine der Stärken des Romans. Wie oft habe ich mich schon darüber aufgeregt, dass die Enterprise das einzige Schiff im ganzen Föderationsraum ist, dass die Vernichtung des Universums und aller anderen Paralleluniversen, Dimensionen und was weiß ich noch verhindern muss. Einfach lächerlich. Hier gibt es verschiedene Gesichtspunkte, unterschiedliche Stories zu erzählen, die doch alle ineinander laufen.

Während die Aventine mit Captain Dax frischen Wind ins Star Trek Universum treibt, sieht unsere Altherrenriege sehr alt aus. Ezri Dax hätte ich kein Kommando zugemutet. Viel zu oft hatte ich mich gefragt, wer führt jetzt eigentlich, Dax oder der Wirt? Wie eine Symbiose sah es in vielen Folgen gerade nicht aus, da diverse Situationen und Ausgangspunkte gerade vom Symbionten vorbestimmt zu sein schienen. So mauserte sich die schüchterne Dax nach und nach in einen ordentlichen Offizier und schnellte die Karriereleiter nach oben. Es stellt sich mir ferner die Frage, ob es Ezri Tigan auch ohne den Symbionten gelungen wäre. Aber in Destiny ist sie eher kein Problem. Sympathisch und souverän meistern Bowers und sie als neues dynamisches Duo viele Probleme und gehen selbst bei aussichtslosen Situationen in die Bresche, was sich insbesondere im Folgeband zeigen wird. Dahingegen verlieren sich Riker und die zuweilen hysterische Troi in zugegebenermaßen verständlichen familiären Problemen und lassen genau dies auf ihren Dienst einwirken, was bereits Akaar und Vale befürchtet haben. Zwar ist die Erklärung plausibel weshalb Troi und Riker kein Kind zeugen können, das hatte mich ja schon bei der Problemstellung überhaupt gewurmt, man denke zurück an Ian Andrew und Lwxana, aber hier machte der Kunstgriff dann Sinn. Allerdings ist die Geschichte um die Titan-Besatzung die noch lahmste unter den ganzen Handlungssträngen.

Das Ganze wird abgerundet mit kürzeren aber wichtigen verschiedenen Einblicken auf die Erde, verschiedenen Starbasen und Schiffen. Insbesondere macht sich innerhalb der Destiny-Reihe eine bedrückende noch nie so dagewesene Schwere spürbar, die den Dominionkrieg wie eine Buddelkistenklopperei aussehen lässt. Teilweise fragt man sich, warum die Admiralität die Transphasentorpedos nicht überall hin verteilt, weil sie tatsächlich eine schwere Waffe gegen die Borg sind. Wie sich jedoch zeigt, aus gutem Grund...

Fazit:
Für mich stellt Destiny 1 bislang den besten Cross Cult Roman dar.

Destiny 2:
Aventine/Enterprise
Die Aventine kann die Enterprise retten und fliegt mit ihr zum Azurnebel. Dort befinden sich über zwanzig Kanäle, die es alle zu erforschen gilt. Dax schlägt tatsächlich vor, die Kanäle zu erkunden, während Picard dagegen ist und alle vernichten möchte. Wie sich herausstellt, ist dies nicht möglich ohne mehrere Sektoren zu zerstören. Also muss tatsächlich auf die harte Tour eine Erkundung durchgeführt werden...

Kritik:
Der zweite Teil hat ganz ruhige Untertöne. Er gehört wohl mit diversen Szenen zu den charakterstärksten Romanen, die ich jemals lesen durfte. Seien es die kurzen Szenen zwischen Worf und Dax oder endlich mal den Versuch einer Beziehung für den armen Kumpeltypen LaForge... auf jeden Topf passt ein Deckel. Sei es eine Szene, in der Kadohata verschlüsselt ihren Mann zu verstehen gibt, er solle sich die Kinder schnappen und Cestus III und den Föderationsraum verlassen und eine "Öko"-Welt besuchen.

Am stärksten ist das Buch jedoch bei den Beziehungen unter den vier Frauen. Die psychologischen Probleme waren also sehr gut dargestellt und absolut realitätsnah. Insbesondere handelte jede Frau anders. Hernandez war mehr der Stockholm-Syndrom-Vertreter und wollte weiterleben, schloss gar einen Pakt mit den Gefängniswärtern. Es ist ferner gut zu verstehen, dass eine der Frauen psychisch gebrochen ist und trotz ihrer Jugend zeitlebens zum Pflegefall wurde. Der körperliche Zerfall und die emotionale Trostlosigkeit drücken die Stimmung und es fällt schwer aus dieser traurigen Spirale zu entkommen. Man muss den Roman einfach weiterlesen um zu erfahren, was passiert.

Es fällt auch auf, dass sich Mack nunmehr auf das Wesentliche beschränkt. Dass die überlebenden MACOs hier überhaupt nicht mehr vorkommen, lässt nur den Schluss zu, dass Mack etwas ganz Besonderes mit ihnen vor hat und sich das Beste zum Schluss aufgehoben hat.

Die Borg schwelen hier nur im Untergrund. Sie treten kaum in Erscheinung. Wenn sie jedoch auftreten, dann mit solcher Wucht. Man hatte sich immer fragen können, weshalb sie mit einem Kubus angegriffen haben und nie in voller Stärke eingefallen sind. Ich hoffe, dass diese Frage noch geklärt wird. Ferner wünsche ich mir eine Antwort auf die Frage, was die Borg dazu gebracht hat, in einen Genozidwahn zu verfallen. Während der erste Band mit der Auslöschung der Völker noch zu wahnwitzig klang, weil sich die Borg ja gerade aus den Assimilierten Nachschub holten und schwere Verluste hinnahmen konnte man diesen Einwand bei der Masse der Invasion geradezu fallen lassen.

Vollkommen unnötig und einen Dämpfer verpasste der Roman hingegen zum Schluss der Hirogenpart. Ich denke, hier sollte Picard und Dax unnötigerweise nur so lange hingehalten werden, bis die Invasion gerade erst beginnen konnte. Und ehrlich gesagt halte ich es Picard schwer vor, dass er so ein Gemetzel zuließ und zwei Wracks Richtung Erde steuerte. Hier hätte er die Transphasentorpedos einsetzen müssen und den Hirogen ein für alle Mal das Licht ausblasen müssen. Stattdessen hatte man das bittere Gefühl, das bis auf einige Personen alle auswechselbar sind und nur so lange was zählen, wie sie zur Rettung beitragen können. Ansonsten wird über diese und jene Leiche getrampelt und eben noch ein Witz in Ehren gehalten. Recht unpassend das Ganze.

Sauberfrau Bacco hingegen dürfte der moralische Zeigefinger wohl abgefallen sein. Wie sich jetzt zeigt, erfordern auch schlimme Situationen schlimme Zugeständnisse. Sei es, dass ein Krieg mit den Tholianern riskiert wird oder diese aufs intergalaktische Abstellgleis geschoben werden. Auf Langzeitsicht ist ein Krieg mit den Tholianern unumgänglich nach diesem diplomatischen Desaster. Auch die Spaltung des romulanischen Reiches und die Anerkennung der Abtrünnigen durch die Klingonen und damit der Föderation macht es nicht einfacher. Wenn sich Bacco über die Ferengi schließlich noch zwei Spezies, die es mit stellarem Recht nicht so genau nehmen, ist sie keinen Deut besser wie Min Zife, der Nadion Impulskanonen auf Tezwa stationierte. Im Übrigen hindert jetzt die Ruhestellung von William Ross. Man hätte jetzt einen erfahrenen Kriegsveteranen in der Admiralität benötigt, auch wenn sich Jellico extrem gemausert hat. Hier öffnen sich jetzt moralische Abgründe. Wie weit geht eine Spezies, um sich vor der totalen Ausrottung zu sichern? Ist es wirklich haltbar, dass sich Abgeordnete und Spezialisten schockiert über den Einsatz von Thalaronwaffen zeigen, wenn ihre Welten den Bach runtergehen? Stirbt man mit Anstand oder tut man alles, aber auch alles, um die Borg aufzuhalten? Sicher könnte jede Waffe ins Gegenteil verkehrt werden und die Borg auch diese assimilieren, ebenso wie die bislang noch wirkungsvollen Transphasentorpedos, allerdings womit sollten die Borg ansonsten noch bekämpft werden. Ich wundere mich immer darüber, dass Phaser und Quantentorpedos oder gar Photonentorpedos gegen die Borg eingesetzt werden, weil die Transphasentorpedos nur auf die Enterprise gekommen sind. Genauso gut könnte man mit Steinen werfen.
Ein besonderer Ausblick auf die Zukunft zeigt bereits die Einführung zu Kinder des Sturms", die die Borg wohl sehr gut im Griff haben... hier dürfte noch einiges passieren.

Fazit:
Noch besser als der erste Teil trotz des Hirogenausrutschers.

Destiny 3:
Es geht in die letzte Runde. Erneut gibt es verschiedene Handlungsstränge auf diversen Zeitabschnitten.

Columbia-Überlebende
Wie bereits erwartet und nicht allzu überraschend widmet sich der letzte Roman von Destiny den übrigen Überlebenden der NX-02, nämlich Karl Graylock, Thayer, den MACOs Pembleton und seinen drei Untergebenen sowie einigen überlebenden Caelier. Diese sind knapp 4.500 Jahre vor unserer Zeitrechnung auf einer unwirtlichen Insel eines Planeten im Deltaquadranten abgestürzt. Kälte und Hunger zehren an den Überlebenden. Die Caelier schlagen eine Verbindung vor, die die Überlebenden jedoch ablehnen...

2381 stellt Picard Dax und teilt ihr mit, dass sie nicht unüberlegt den Borg entgegenfliegen soll. Außerdem gesellt sich die Titan zu den beiden anderen Schiffen. Man versorgt die Schiffe mit allem Nötigen und repariert gegenseitig. Das einzige Schiff der Flotte, das im Azurnebel sonst noch übrig geblieben ist, ist die schwerbeschädigte Voyager. Überall in der Föderation greifen die Borg an und begehen auch Angriffe gegen die Romulaner und die Klingonen. In einem verzweifelten Akt gibt Jellico die Transphasentorpedotechnik weiter. Angriffe können so bis zu einem gewissen Zeitpunkt abgewehrt werden bis sich die Borg auch daran anpassen...

...

"Sie vermuten eine Verbindung, wo keine ist. Ich bin der Anfang, das Ende, die Eine, die Viele ist. Ich bin die Borg..." Die rätselhafte Antwort der Borgkönigin an Data warf noch viel mehr Fragen auf, als sie tatsächlich beantwortete. Sicherlich konnte nicht erklärt werden, wie eine Königin das gesamte Universum umspannen konnte. Wie konnte diese ersetzt werden, wer steckt eigentlich dahinter? Mack klärt fast alle Fragen. Diejenige, warum die Borg sich tatsächlich so aggressiv verhalten, wird m. E. nicht überzeugend geklärt. Bei den Verlusten, die sie auch eingesteckt hatten, wäre eine Assimilierung schon ob der schieren Übermacht sinnlogischer gewesen. Schließlich wäre es für die Borg doch mal wichtig gewesen, wieso sich die Menschen mehrere Male gegen sie erfolgreich zur Wehr setzen konnten.

Schon jetzt braucht man keinen Spoiler, um zu erkennen, dass hier der Grundstein gelegt ist, der den Beginn der Borg zeigen wird. Bereits im ersten und zweiten Roman gab es dafür divese Ansatzpunkte. Daher war die grundsätzliche Bestätigung in diesem Roman lediglich eine Überraschung für die Protagonisten, aber keineswegs für aufmerksame Leser. Hier sammelten sich nämlich Indizien an, die keinen anderen Schluss zulassen konnten.

Leider ließen auch die Charakterisierungen gegenüber dem Vorband nach, was allerdings nur bei der Columbia-Besatzung auffiel. Manchmal konnte man hier und da den Versuch einer engeren Verbindung sehen, allerdings war dies nur bei Thayer und Graylock der Fall. Die MACOs blieben allesamt recht farblos und es war auch kaum überraschend, dass hier nach dem Prinzip der "10-kleinen-Negerlein" vorgegangen wurde bis die "bösen" MACOs alle das bekommen haben, was sie verdienten.

Dafür gibt es ganz starke Charaktermomente innerhalb der Crews und auch auf verschiedenen Planeten.

Es ist schon komisch, seine - so wie die vieler anderen auch - Ideen endlich mal offiziell auf Papier gebannt zu bekommen. Während die Borg stets mit Gegenangriffen ausgemerzt wurden, hat niemand großartig hinter die Fassade geschaut, waren die Drohnen doch genauso Opfer wie alle anderen. Wie konnte sich Picard anmaßen, alle Borg abmurksen zu wollen ohne hinter das Kollektiv zu blicken? Er war doch auch deassimiliert worden, wieso es nicht anderen gleichtun? Stattdessen kamen Sprüche bereits in First Contact zum Vorschein, die seinen zugegebenermaßen verständlichen Hass auf die Borg ziemlich eindeutig machen: "Es könnten Ihnen bereits assimilierte Offiziere der Enterprise über den Weg laufen... Sie sollten dann trotzdem schießen. Glauben Sie mir, Sie tun Ihnen einen Gefallen..." Auch hier führte Picard eine gefährliche Wandlung durch. Die Frage war ja, wie weit geht jemand um sich und seine Spezies zu retten, um die Kultur, Kunst, ja alles, was eine Spezies ausmacht, nicht ausradieren zu lassen. Wirft er seine Moral, seine Ethik über Bord? Aus den zunächst kapitulierenden, selbstzweifelnden Picard wurde langsam aber sicher die Tötungsmaschine zu der er nie werden wollte, wenn er an die Wand gedrängt wurde. Er wollte sogar die Thalaron-Waffe nachbauen lassen und schlug stattdessen andere Vorschläge in den Wind. An sich hätte die kriegsverbrecherische Waffe jedoch keinen Krieg nach sich gezogen wie hier befürchtet wurde. Den Klingonen wäre sicherlich die Ausradierung der Borg recht gewesen, auch wenn die Waffe bestimmt als nicht ehrenhaft angesehen wurde. Den Romulanern wäre ein solcher Einsatz auch recht gewesen um ihre Welten zu beschützen, schließlich haben sie die Waffe gegen ihren eigenen Senat eingesetzt. Allerdings verbieten sie ständig nur die Waffen, die ihnen selbst zu Eigen sind um einen Vorteil zu behalten.

Bemerkenswert war hier, dass auf eine Friendly Fire-Problematik eingegangen wurde. Außerdem fiel auf, dass seltsamerweise sämtliche Energiewaffen eine Assimilierung zuließen, aber stinknormale - wenn auch weiterentwickelte - Projektilwaffen ein Garant für dauerhaften Erfolg darstellten.

Die letztendliche Lösung ist eine gute. Die beste Lösung war daher hier gefunden worden um das Problem ein für alle Mal zu beenden. Damit wurde neue Star Trek Geschichte geschrieben und es bleibt genug Erzählstoff für Folgeromane. Was wird mit den Überlebenden, wie läuft der Wiederaufbau, der Erforschung des Deltaquadranten steht nichts mehr im Weg, wie reagieren die Tholianer auf den kriegerischen Akt Nan Baccos, wie entwickelt sich Tuvok weiter usw usf.

Destiny war die erfolgreichste Miniserie bei Cross Cult. Daher bekommt sie hier ihren eigenen Ziegelstein, der eine Zierde für jeden Star Trek Fan ist. Es steht zu hoffen, dass auch weitere Kassenschlager diese Sondereditionen bekommen, wie z. B. die Eugenischen Kriege, die Ende 2014/Anfang 2015 veröffentlicht werden.
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am 25. September 2014
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Cover ist schön gestaltet.
Es gab nur einen Stern weniger, da die Papierqualität nicht gut ist. Seiten sind sehr dünn und reißen dadurch auch leicht.

Der Inhalt zeigt, dass der Autor entweder selbst Star Trek Fan ist, oder wirklich gründlich für dieses Buch recherchiert hat.
An verschiedenen Stellen gibt es immer wieder Bezug zu den verschiedenen Star Trek Serien.
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am 25. Oktober 2014
Professionell und liebevoll aufgemachte Gesamtausgabe einer der besten Star Trek-Bücher überhaupt. Ich überlasse es anderen, hier auf den Inhalt des Werkes einzugehen, denn das haben auch über die Taschenbuchausgaben bereits viele andere getan. Ich bewerte hier also nur die gebundene Ausgabe. Und diese ist sensationell und im Regal sehr gut aufgehoben. Pflichtkauf.
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am 13. Januar 2016
Episches 3 teiliges Drama über die Entstehung, Entwicklung und Niedergang der Borg. Endlich wird fantasievoll eines der großen Rätsel des Star Trek Universums gelöst.
Nachdem ich die Einzelbände selbst verschlungen habe, dachte ich, der Sammelband wäre ein passendes Geschenk für einen Star Trek Fan
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am 16. September 2014
Fast 1.200 Seiten stark und zum Ende hin sehr spannend. Zwischendurch aber doch mit Längen, dennoch konnte ich das Buch kaum aus den Händen legen (man braucht schon beide, um es festzuhalten :-) ).
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am 23. September 2015
Endlich werden wir Zeugen des Schicksals diverser Charaktere und Raumschiffe im Star Trek Universum.
.. und endlich kommen diese in einem gebundenen Gesamtband daher ...
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am 7. Februar 2016
Super spannendes Buch! Wer auf Science Fiction steht macht hier nichts falsch!
Interessante Handlung und spannende Handlung. Kann den Autor nur empfehlen!
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am 26. Dezember 2014
Ich habe dieses Buch zu Weihnachten an meine Schwester verschenkt. Es sind 3 Bücher in einem Band. Ich dachte erst es kommt ein Schuber mit drei Büchern. So gehts aber auch.
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