Wurde in "A Time To Sow" noch die Ausgangssituation geschildert und der Gegner lediglich schemenhaft dargestellt, kommt es hier nach und nach zu versteckten Anschlägen und schließlich zum offenen Showdown.
Es soll hier nicht verraten werden, wer der Gegner ist. Aber er ist ein alter Bekannter, wenn auch nicht so bekannt wie die üblichen Antagonisten, die in Star Trek aufgetaucht sind.
Besonders auffällig ist die Brutalität der Angreifer, die marodierend durch die "Lower Decks" ziehen, also die 08/15-Untergebenen nach und nach dahinmeucheln um deren Posten zu übernehmen. Da sehen dann die Captain Kirk Folgen alt aus, in denen viele Redshirts der Woche dahingerafft werden. Und damit es noch so richtig fies wird, werden die Charaktere noch kurz vorgestellt und es wird klischeehaft teilweise angedeutet, was noch sein könnte (bspw. Beziehung) nur damit es der altbekannten uramerikanischen Story dann gerecht wird: "Ich habe noch etwas vor in meinem Leben und komme deswegen nicht mal mehr an die nächste Hauswand." Es wäre nicht das erste Mal, dass irgendeiner liebevoll von seiner Rente, seiner Liebe oder einer Packung Taschentücher in einem amerikanischen Buch oder amerikanischen Film erzählt um dann effektvoll dahingemordet zu werden, damit der Gegner noch viel, viel fieser dasteht. Dabei hat man die zwirbelnden Schnurrbärte dann doch wieder schnell abgeschafft...
Dahingehend ist es dann enttäuschend, wie nach dem durchaus spannenden (wenn auch klischeereichen) Aufbau mit dem Gegner letztlich unspektakulär gehandhabt wird und die, die zunächst verbissen gekämpft haben so bereitwillig aufgeben.
Auf die Vielzahl der anderen Fragen innerhalb anderer Rezensionen hat sich mir noch mal die Frage gestellt, weshalb man nicht auch u. a. in Betracht gezogen hat, auch die Geiseln aus der Schusslinie zu bringen, indem man beispielsweise einige der Phaser auf starke Betäubung mit breiter Streuung hätte stellen können während sich die anderen auf die Geiselnehmer konzentriert hätten. Das wurde auch schon mal in der Serie gezeigt. Gut, dann wären die Geiseln auch betäubt worden, aber so what? Dann wären sie auch aus der Gefahr gewesen erschossen zu werden. Vor allem stellte sich mir auch die Frage, wie es sein kann, dass der Gegner solche Aufwendungen und technische Errungenschaften aufbringen kann (erst mal dahinzukommen...), gleichermaßen aber so verzweifelt ist, weil die Zivilisation total am A... ist...