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Star Trek - New Frontier: The Captain's Table - Gebranntes Kind
 
 
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Star Trek - New Frontier: The Captain's Table - Gebranntes Kind [Broschiert]

Peter David , Stephanie Pannen
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 252 Seiten
  • Verlag: Cross Cult; Auflage: 1., Aufl. (August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3942649004
  • ISBN-13: 978-3942649001
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 12 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 70.517 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Es gibt eine Bar, die sich "The Captains Table" nennt. Dort können sich diejenigen, die mächtige Schiffe jedweder Form und Ära kommandiert haben, treffen, um sich zu entspannen und ein oder zwei Drinks mit anderen ihres Schlags zu genießen. Manchmal kann es zu einer Schlägerei kommen, aber das bleibt alles mehr oder weniger in der Familie. Wichtig ist nur, dass die erste Runde Drinks immer mit einer Geschichte bezahlt wird ... selbst in thallonianischem Raum.Vor sechs Jahren, lange bevor er das Kommando über das Raumschiff U.S.S. Excalibur übernahm, diente ein junger Sternenflottenoffizier namens Mackenzie Calhoun als Erster Offizier an Bord der U.S.S. Grissom. Dann geschah eine Katastrophe, und Calhoun nahm die Schuld dafür auf sich. Ein Militärgerichtsverfahren führte dazu, dass er den Dienst in der Sternenflotte wütend quittierte ... so schien es zumindest. Nun endlich offenbart Captain Calhoun die wahre Geschichte hinter der größten Tragödie seines Lebens.

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Von Kerstin Wiedemann TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
"The Captains Table" ist eine Bar der besonderen Art: Sie ist nur für Captains oder vergleichbare Anführer aller Zeiten geöffnet. Es gibt keinen bestimmten Ort für diese Bar; von Zeit zu Zeit erscheint sie einfach irgendwo, so auch für Mackenzie Calhoun. Weil es im "Captain's Table" üblich ist, eine persönliche Geschichte zu erzählen, berichtet Calhoun, warum er vor Jahren seine Sternenflottenuniform an den Nagel hängte.

Viel mehr möchte ich vom Inhalt gar nicht verraten, weil man in dieser Geschichte schon recht früh erahnen kann, wie sie ausgeht. Schon in den ersten "New Frontier"-Romanen wurde erwähnt, dass Calhouns Kündigung irgendwie mit einem Vorfall während seiner Zeit als Erster Offizier auf der U.S.S Grissom zu tun hatte; worum es dabei genau ging, blieb allerdings unklar. Hier erfahren wir endlich alles über dieses Ereignis, und zwar aus Calhouns Sicht. Es ist eine sehr bedrückende, tragische Geschichte um Loyalität, innere Zerrissenheit und menschliche Abgründe, die wirklich an die Nieren geht. Als Peter-David-Roman ist dieses Buch zwar trotzdem nicht hundertprozentig bierernst, aber weit entfernt von den typischen Gute-Laune-Geschichten des Autors.

Dieses Werk bringt uns Mackenzie Calhoun weit näher als die bisher erschienenen "New Frontier"-Romane. Bislang wirkte er auf mich wie eine Art Superhelden-Captain, dessen Instinkte unfehlbar sind, der keinerlei Respekt vor seinen Vorgesetzten hat und der in jeder Hinsicht ein Macher ist. Hier lernen wir mal eine ganz andere Seite seiner Persönlichkeit kennen: Zunächst als jungen Rebell auf seinem Heimatplaneten Xenex, der zum ersten Mal jemanden getötet hat und dies nur schwer verarbeiten kann. Später erleben wir Calhoun als jungen Commander auf der Grissom, der sich mit seiner schroffen Art nicht überall beliebt macht, der sich Dinge schönredet, anstatt sie zu hinterfragen, der Befehle ausführt, obwohl er spürt, dass sie falsch sind. Auch die Crew der Grissom erscheint tief gespalten. Die Offiziere beäugen sich misstrauisch, es bilden sich Verbündete und Gegner - ganz anders als die üblichen Sternenflottencrews, die fast stets tadellos wie eine gut geölte Maschinerie funktionieren.

Wie schon erwähnt, ist die Handlung ziemlich vorhersehbar. Dies wurde aber vom Autor bewusst so angelegt, denn viele Kapitel enden mit einer Andeutung, dass sich etwas Schlimmes anbahnen wird. Gerade dieses Wissen ist es aber, was die Spannung gewaltig ansteigen lässt. Man zittert regelrecht vor dem, was da kommen mag. Für Action ist ebenfalls gesorgt, und vor allem das Kapitel "Der Schacht" ist mit das Spannendste, was ich jemals in ST-Romanen gelesen habe! Aber es sind vor allem die nachdenklichen Momente, die diesen Roman so stark machen: Die moralische Zwickmühle in der Calhoun steckt, ist so greifbar, dass sie schon allein vom bloßen Lesen kaum zu ertragen ist. Erfreulicherweise verzichtet Peter David hier gänzlich auf die für ihn typischen Übertreibungen, die hier einfach fehl am Platze wären. Die beklemmende Atmosphäre wird allein durch die ironischen Dialoge etwas aufgelockert, die mir beim Lesen trotz des ernsten Themas ab und zu ein Schmunzeln entlocken konnten.

Neben Calhoun sind auch die anderen Figuren wunderbar gelungen. Jede einzelne von ihnen wird so bildhaft zum Leben erweckt, dass man sie regelrecht vor sich sieht. Als erstes muss ich natürlich sagen, dass es mich freut, dass mit Katerina Müller endlich mal ein wiederkehrender deutscher Charakter einen Platz im (inoffiziellen) Star Trek-Universum gefunden hat. Zwar ist Frau Müller als typische Deutsche natürlich ein Ausbund an Förmlichkeit, Disziplin und Humorlosigkeit (man stelle sich jetzt mein genervtes Augenrollen vor), aber wirklich eine sehr coole, starke Person mit dem Herz auf dem richtigen Fleck. Gut finde ich auch, dass ihr Nachname, im Gegensatz zum Original, mit "ü" statt mit "ue" geschrieben wird.
Romeo Takahashi hingegen ist ein echter Sympathiebolzen, genau wie Mick Gold. Ich war aber schon einigermaßen überrascht zu erfahren, dass Müller, Takahashi und Gold zur Stammbesetzung der Excalibur gehören. Entweder habe ich das in den Vorgängerromanen überlesen, oder die drei wurden bisher noch nicht erwähnt. Jedenfalls würde ich mich sehr über ein Wiedersehen freuen. Am eindrucksvollsten ist aber Norman Kenyon geschildert, der Captain der Grissom. Ich würde zuviel von der Handlung vorwegnehmen, wenn ich genauer auf ihn eingehen würde, deshalb verrate ich nur, dass die Szenen mit ihm die eindringlichsten und besten im ganzen Buch sind.

Das Konzept mit dieser Bar, die sich, wenn überhaupt, nur für Captains öffnet, wirkt im Star Trek-Universum freilich ein wenig deplaziert. Ich finde ja, dass diese wunderbare Kneipe eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Haus der Familie Black oder dem Raum der Wünsche aus den "Harry Potter"-Romanen hat. Tatsächlich wäre die Bar dort besser aufgehoben als bei Star Trek, aber wenn sie als Aufhänger für solche tollen Geschichten wie "Gebranntes Kind" dient, soll es mir nur recht sein.

Fazit: "Gebranntes Kind" gehört zu den besten Peter-David-Romanen, und wenn man die fast durchweg hohe Qualität seiner Werke betrachtet, will das wirklich etwas heißen. Auf verhältnismäßig wenigen Seiten entfaltet sich eine beklemmende Geschichte mit Tiefgang und von einer beeindruckenden Intensität. Dies ist keiner der unzähligen ST-Romane, die man durchliest und abhakt, sondern der noch lange nachwirkt. Ich jedenfalls werde Mackenzie Calhoun von nun an mit ganz anderen Augen sehen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Hemeraner VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
Xenex: Als junger Mann findet Calhoun das Captain's Table. Er trinkt dort etwas, muss das Getränk demnächst aber mit einer Geschichte bezahlen.

Jahre später: Nachdem sich Calhoun darüber ärgerte, nicht im Dominion Krieg an vorderster Front zu kämpfen, sucht er das Holodeck auf. Dort findet er zu seiner Überraschung erneut das Captain's Table. Der Bartender Cap scheint keinen Tag gealtert. Nicht nur das: Es finden sich Gestalten verschiedener Ären in dem Lokal. So auch Captain Kenyon, Calhouns ehemaliger Vorgesetzter auf der Grissom. Kenyon kann jedoch nicht von Calhoun vorgewarnt werden, einer der Grundsätze in dem bizarren Etablissement. Das Schicksal des Captains ist jedoch nichts Neues. So weiß man aufgrund der Vorbände, dass irgendwas so folgenschweres auf der Grissom passiert war, dass der Captain getötet und Calhoun ein Kriegsgerichtsverfahren hatte. Calhoun hatte die Geschichte bislang niemanden erzählt. Bis heute. Er wählt sich jemanden aus und adressiert ihn direkt. Es scheint, als spräche er mit dem Leser. Die Überraschung kommt jedoch erst am Schluss...

Aufgrund der Förderung von Admiral Jellico, dem Calhoun das Leben rettete als er unter dessen Kommando diente, wird der Xenexianer zu einem Interview von Captain Kenyon gebeten, der vor kurzem bei einem Angriff seine geliebte Frau verloren hat. Sein erster Offizier hat mittlerweile ihr eigenes Kommando, sodass Kenyon einen neuen ersten Offizier benötigt. Als er sich für Calhoun entscheidet, sieht der Sicherheitschef Cray dies gar nicht gerne. Der Andorianer schielte selbst auf diese Stelle. Die einzige weitere Anwärterin, XO Katerina Mueller, hatte keine Ambitionen auf diese Stelle. Somit ist es nicht verwunderlich, dass Calhoun ihm ein Dorn im Auge ist. Calhoun hat nicht viele Freunde am Bord. Sein Führungsstil ist - gelinde gesagt - gewöhnungsbedürftig, während Kenyon von allen an Bord geliebt wird. Gerade deshalb wählt Kenyon Calhoun aus, weil dieser ihm sagt, was er denkt und Kenyon unvoreingenommen gegenübertritt. Eine heftige sexuelle Affäre hat der Xenexianer mit XO Mueller.

Eines Tages erhält die Grissom einen weiteren Auftrag. Sie sollen vermitteln zwischen zwei im Krieg befindlichen Parteien im Anzibar-System. Die friedliebenden Carvargna haben einst ein Archeschiff der Dufaux aufgenommen. Diese sind äußerst wild und kriegerisch. Als ihnen der Platz nicht reichte, nahmen sie ihn sich mit Gewalt. Also wurden sie bis auf einen Nachbarplaneten zurückgedrängt, von dem sie immer wieder aus Angriffe starten. Die Dufaux haben die waffenstärkeren Schiffe. Kenyon ist erfreut, sieht er doch seinen Bruder Byron wieder, der Botschafter ist und die Tochter des Captains Stephanie, die sofort einen Narren an Calhoun gefressen hat, der aus Achtung vor seinem Captain jedoch nichts mit ihr anfängt. Stephanies Worte, er werde es bereuen, sollen bald Wahrheit werden. Byron fordert, mit Stephanie, die nicht in die Fußstapfen des Vaters sondern ins diplomatische Korps als Attaché eingetreten ist, alleine auf Anzibar IV zu beamen, dem Planeten, auf dem sich die Dufaux niedergelassen haben. Kenyon ist alles andere als begeistert. Er entscheidet jedoch unter Rückhalt von Calhoun sich gegen sein Gewissen und lässt beide mit subkutanen Transpondern herunterbeamen. Ein folgenschwerer Fehler mit ungeahnten Konsequenzen...

Dieser Band ist etwas ganz besonderes:
1. Er markiert den Höhepunkt der Captain's Table-Reihe
2. Er ist nicht nur charakterlich stark sondern auch von der Geschichte her, die bislang in den letzten NF-Bänden zu kurz kam
3. Man erfährt endlich von den Vorgängen auf der Grissom

David versteht es, meisterhaft Calhouns Geschichte zu erzählen. Wie er denkt, fühlt... man hat nicht das Gefühl, es wäre eine erfundene Figur, sondern Gedanken eines lebenden Menschen bzw. Xenexianers. Er schildert die tragische Geschichte eines Mannes, der alles, was er geliebt hat, verloren hat und daran zerbrochen ist. Und auch wenn die bestialische Ermordung nicht ungesühnt bleiben darf, stellt sich die Frage, wie weit man mit Rache gehen darf. Es ist eine schwierige Situation und man bekommt Einblicke in beide Seiten, sogar tragische auf der Seite der Dufaux. Und man erfährt, warum Calhoun nicht unbedingt mit Starfleets Regeln klarkommt. Im Endeffekt handelt es sich größtenteils bei der Crew der Grissom - und überhaupt in Starfleet um eine Bande von Ja-Sagern, die ihren Vorgesetzten - größtenteils - loyal gegenüber sein können. So loyal, dass es in Blindheit umschlagen kann und wer Vorahnungen hat, schluckt diese runter oder überlässt den Mist jemand anderen. Calhoun handelt zunächst ganz genauso...

Verwundernswert ist, dass dieser Band aus der Reihe Captain's Table gesondert bei Cross Cult erscheint.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Andreas Suchanek (Media-Mania) TOP 1000 REZENSENT
Format:Broschiert
Nägelkauend warten die Leser auf die Fortsetzung der "New Frontier"-Reihe nach dem vorherigen Band "Die Waffe". Doch einstweilen gilt es auch weiterhin, sich in Geduld zu üben: Denn der Cross Cult Verlag hat sich dazu entschlossen, die Reihe quasi zu unterbrechen und die Einzelgeschichte "The Captain's Table" einzuschieben, die den Charakter Captain Calhouns ins Zentrum stellt. Schon oft wurde dessen Vergangenheit erwähnt. Es wurde angedeutet, dass furchtbare Dinge geschehen sind, die auch die Feindschaft zu Admiral Jellico ausgelöst haben. Hier erfährt der Leser also endlich, was wirklich geschehen ist.

Peter David verändert seine Art zu erzählen in dieser Geschichte. Während zuvor stets Action, Spannung und Twists im Vordergrund standen, entwickelt sich die Geschichte in vorliegendem Fall anfangs nur sehr langsam. Es dauert, bis der Leser mit den Ereignissen warm wird. Zu viele Zeitsprünge gibt es, zu gemächlich startet die zentrale Story. Ist es dann aber soweit, vermögen die Ereignisse sofort zu fesseln, obgleich der Hauptplot in nahezu jeder Hinsicht vorhersehbar ist und keinerlei größere Twists bietet. Dies ist aber auch nicht notwendig. Peter David beschreibt die Charaktere so tiefgehend, dass das menschliche Drama völlig ausreicht. Und immerhin wird gleich ein komplettes Volk ausgelöscht - gegen Ende ist die Action also auch vorhanden. Da die Story zudem aus der Ich-Perspektive erzählt wird - was hervorragend, weil authentisch, funktioniert -, erhält der Leser Einblick in Denkweise, Charakter und den emotionalen Zustand der Hauptfigur.

Fazit:
Eine ausgefeilte Charakterstory, die vollständig überzeugen kann. Der Leser erhält einen interessanten Einblick in die Geschichte von Mackenzie Calhoun und die Wartezeit auf den nächsten Band der Reihe wird so leicht gemacht.
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