So wie sich die Warp-Geschwindigkeit der Enterprise im Laufe der Folgen Stück für Stück erhöht, so gewinnt auch die Serie immer mehr an Drive. Und das obwohl auch Staffel Eins nicht gerade langatmig war.
Glanzstück der drei Silberlinge ist die Episode "Carbon Creek". Im gleichnamigen (fiktiven) Städtchen in Pennsylvania muss im Herbst 1957 ein vulkanisches Raumschiff notlanden. Drei der vier Insassen überleben, darunter T'Pols Ururgrossmutter T'Mir (ebenfalls von Jolene Blalock) dargestellt. Ursprünglich waren die Vulkanier nur gekommen, um den Sputnikstart vom Orbit aus zu beobachten. Der erste Satellit der Menschheit im All - ein Faszinosum für die spitzohrigen Aliens. Aufgrund der Havarie sind sie aber gezwungen, sich mit den Einwohnern von Carbon Creek bekannt zu machen ' bis das Rettungsschiff kommt. Eine tolle Episode mit vielen erheiternden Momenten und einigen Überraschungen, z.B. was das Patent für den Klettverschluss angeht ...
"Marodeure" ist ein weiteres Highlight, geht es dabei um eine Weltraumvariation der "Glorreichen Sieben", wenn Archer & Co. eine von klingonischen Banditen geplagte Rohstoffförder-Kolonie zur Gegenwehr ermuntern.
Padme Lakshmi (im real life bekannt als Ex-Frau des Literaturnobelpreisträgers Salman Rushdie) ist die "Kostbare Fracht" in der gleichnamigen Folge. Entführer haben die ebenso streitbare wie attraktive Thronregentin eines Sternenimperiums in Stasis gelegt und wollen Lösegeld erpressen. Cmdr. Tucker macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Diese Episode ist eine unterhaltsame Mischung aus Dornröschen und einer Uralt-Enterprisefolge aus den 1960-ern, in der Prinzessin Elaan von Troyus ähnlich agiert. Trekkies werden einige De-ja-vus haben, auch ohne Zeitreise.
In Summe ist Season 2.1 ein gut gemachter Mix verschiedener Weltraummotive, stimmig ineinander verwoben, sodass die Saga immer mehr Gesicht gewinnt.