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Star Trek - Einzelschicksale
 
 

Star Trek - Einzelschicksale [Kindle Edition]

Keith R.A. DeCandido , Anika Klüver
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

Das Sequel zur "Destiny"-Trilogie!

Die Zukunft bringt Veränderungen ...

Die verhängnisvollen Ereignisse in "Star Trek - Destiny" haben den bekannten Weltraum verwüstet. Welten sind gefallen. Leben sind zerstört worden. Und in den unruhigen Wochen, die dieser Katastrophe folgen, werden die Überlebenden des Holocaust weiterhin bis an die Grenzen der Belastbarkeit getrieben.

Doch seltsame und geheimnisvolle Vorkommnisse bringen die kampfesmüden Verbündeten sogar noch mehr aus dem Gleichgewicht. In der Föderation werden die Bemühungen, schwindende Ressourcen aufzufüllen, um Millionen von Evakuierten Hilfe zu leisten immer wieder vereitelt. An den Grenzen des zerschlagenen Klingonischen Imperiums wittern die verschlagenen Kinshaya eine Schwäche - und eine Gelegenheit. Im romulanischen Raum befindet sich das bereits zerbrochene Imperium gefährlich nah an einem Bürgerkrieg.

Als sich die Ereignisse, die die Bemühungen des Quadranten, sich selbst zu heilen, untergraben, immer weiter verbreiten, beginnt ein Mann zu begreifen, was wirklich geschieht. Sonek Pran - Lehrer, Diplomat und gelegentlicher Berater des Föderationspräsidenten - erkennt in der scheinbaren Willkürlichkeit ein Muster. Und während sich die Beweisstücke nach und nach zusammenfügen, beginnt ein beunruhigendes Bild, das die halbe Galaxis einschließt, Form anzunehmen. Die Föderation und ihre Alliierten sehen sich einer Herausforderung gegenüber, die völlig anders ist, als alles, dem sie sich bisher stellen mussten.

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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Kerstin Wiedemann TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Eines gleich vorweg: Wer "Einzelschicksale" lesen möchte, sollte unbedingt die "Destiny"-Romane kennen, denn die Handlung dieser Trilogie wird hier nahtlos weitergeführt. Wer "Destiny" noch vor sich hat, liest jetzt besser nicht weiter, um nicht in die Spoilerfalle zu tappen!

Zum Inhalt: Die Borg sind geschlagen, aber sie haben eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Durch die Borginvasion wurden die Karten neu verteilt: Ehemals mächtige Welten wurden an den Rand ihrer Existenz gedrängt, andere hingegen wittern ihre Chance, endlich zu den Großen im Universum zu gehören. Letzteres trifft auf die Kinshaya zu, die den klingonischen Flüchtlingsplaneten Krios angreifen. Auch an anderen Orten kommt es zu Unruhen: Auf Zalda wird aus einem nicht ersichtlichen Grund ein Schiff voller Flüchtlinge abgewimmelt, während auf Capella IV der Abbau des dringend benötigten Topalin sabotiert wird. Eben jene Ressourcenknappheit stellt auch die Föderation vor ein Problem, da sie nicht länger das von Tal'Aura geführte Romulanische Sternenimperium unterstützen kann. Hilfe könnte von der anderen Hälfte des nunmehr zweigeteilten romulanischen Reiches kommen, dem Imperialen Romulanischen Staat, an dessen Spitze Tal'Auras Todfeindin Donatra steht. Der Geschichtsprofessor Sonek Pran erhält sein altes Amt als politscher Berater wieder, als er im Auftrag der Föderation zwischen beiden Parteien vermitteln soll. Dabei drängt sich ihm der Verdacht auf, dass zwischen den jüngsten Zwischenfällen ein Zusammenhang besteht...

"Einzelschicksale" ähnelt in Aufbau und Stil stark dem Roman "Die Gesetze der Föderation", der ebenfalls von Keith R. A. DeCandido geschrieben wurde. Dieser stark politisch angehauchte Roman war ganz sicher nichts für den Massengeschmack: Für die einen stellte er einen hochinteressanten Blick hinter die Kulissen des Föderationsrates dar, andere empfanden ihn als eine zähe Angelegenheit, die ungefähr genauso viel Spannung verbreitete wie das "heute-journal" im ZDF. Dass sich "Einzelschicksale" wie eine Fortsetzung zu "GdF" liest, mag also nicht jedem Leser gefallen. Ich finde jedoch, dass dieser Stil mit seiner leicht distanzierten Sichtweise ideal ist, um die Auswirkungen der Borg-Krise in ihrer Gesamtheit zu verdeutlichen. Aus der Perspektive einer Raumschiffcrew wäre das Ergebnis nicht halb so wirkungsvoll geworden. Wie schon in "GdF" werden die Ereignisse an vielen Schauplätzen vorangetrieben. Die Haupthandlung wird von eingestreuten Zeitungsberichten, Mitschnitten politischer Talkshows, Briefen oder auch einer Liste mit Todesopfern ergänzt (letztere dürfte bei so manchem Fan für einen ziemlichen Schock sorgen!)

Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist Sonek Pran, der Historiker auf diplomatischer Mission, der allein schon durch seine vulkanisch-bajoranisch-batazoidisch-menschliche (!) Abstammung ein recht ungewöhnlicher Charakter ist. Weit weniger ungewöhnlich ist aber ein Handlungselement, dass man schon unzählige Male gelesen oder gesehen hat: Wieder mal ist es eine Person, in diesem Falle Pran, die als einzige einer Verschwörung auf die Schliche kommt, deren Vermutungen ansonsten niemand Glauben schenken will, sich aber am Ende natürlich als goldrichtig erweisen! Pran ist zwar eine nicht unsympathische Figur, allerdings als Charakter auch recht austauschbar. Schön hingegen ist das Wiedersehen mit einigen Figuren aus "Die Gesetze der Föderation" wie Nan Bacco oder Esperanza Piñiero, die mir in der Zwischenheit schon ziemlich ans Herz gewachsen sind.

Wie es inzwischen bei den neueren Star Trek-Romanen gang und gäbe ist, baut der Autor auch hier jede Menge Details aus anderen Romanen ein. Das kann ganz nett sein oder auch abschrecken, je nachdem, ob man die anderen Romane gelesen hat oder nicht. Ich für meinen Teil habe mich jedenfalls über den Chefingenieur Lolo von der U.S.S. Musgrave gefreut, eine Hommage an den hinreißend liebenswerten Belandriden Obo ("Llllleicht zu rrrrrreparieren!") aus "Das Pandora-Prinzip", einem meiner liebsten ST-Romane überhaupt. Weiterhin stammt der Name des Hauptsitzes des Imperialen Romulanischen Staates, Achernar Prime, ebenfalls aus jenem Roman, jedenfalls kam dort ein Romulaner namens Achernar vor. Übrigens kann man ausnahmsweise mal nachlesen, aus welchen Romanen und Episoden sich DeCandido bediente, in den Danksagungen sind diese nämlich aufgelistet.

Fazit: Dieser Roman hat nach der epischen "Destiny"-Trilogie die undankbare Aufgabe, erstmal ein wenig Ruhe einkehren zu lassen - vielleicht sogar ein bisschen zuviel Ruhe. Ich war jedenfalls überrascht, die Situation nach der Borginvasion doch einigermaßen entspannt vorzufinden, jedenfalls nicht halb so apokalyptisch, wie ich erwartet hatte. Nach der dramatischen Borg-Schlacht kommt "Einzelschicksale" natürlich weit unspektakulärer daher. Wenn man es mal mit Kinofilmen vergleichen will, ist "Destiny" der Mega-Blockbuster, "Einzelschicksale" eher Independent Movie. Da hier aber der Grundstein für die "Typhon-Pakt"-Romane gelegt wird, ist es eine recht wichtige Star Trek-Geschichte, an die andere Romane aufbauen werden und die man sich allein schon deshalb nicht entgehen lassen sollte. "Einzelschicksale" ist zwar kein Buch, bei dem man mitfiebern kann, für mich persönlich war es jedenfalls sehr erfreulich, dass "Die Gesetze der Föderation" mit seinem ungewöhnlichen Stil kein einmaliger Ausreißer war.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Geier kreisen... 12. November 2010
Format:Taschenbuch
Der Alpha-Quadrant liegt in Schutt und Asche und ist ein einziges Katastrophengebiet. Die Föderation, die Klingonen und die Romulaner haben die größten Probleme damit die Situation unter Kontrolle zu halten. Doch es scheint auch Gegenkräfte zu geben, die die extreme Situation ausnutzen um sich ihrer Feinde zu entledigen. Sogar ein Bürgerkrieg im romulanischen Raum steht kurz bevor.
Ein Mann erkennt hinter den scheinbar willkürlichen Angriffen ein Muster und kämpft darum, dass seine Stimme gehört wird...

Die Figuren aus "Die Gesetze der Föderation" und der "Destiny"-Trilogie tauchen wieder auf. Von den Verheerungen entsprechend gebeutelt machen sie sich an die Stabilisierung und den Wiederaufbau. Der Autor Keith R.A. DeCandido schlägt wie bereits in "Die Gesetze der Föderation" einen großen Bogen durch das Trek-Verse. "Politik - Teil 2" drängte sich mir auf, als ich die Inhaltsangabe las. Und plötzlich kam in mir das ungute Gefühl hoch, dass nach der wunderbaren "Destiny"-Trilogie ein fader und drohend langweiliger Abschluss auf mich wartete. Diese Erwartung wurde, zu meiner eigenen Freude, bereits nach den ersten Seiten enttäuscht.

DeCandido beschränkt sich nicht nur auf Politik. Er gestaltet im wahrsten Sinne des Wortes eine literarische Collage. Ich war begeistert! Plötzlich hatte dieser Autor den richtigen Ton gefunden und das Lesen machte großen Spaß. Bisher der Beste Roman von DeCandido!

Als Extra liegt im Anhang ein Essay von Julian Wangler mit dem Titel "Das Spiel mit den Glaskugeln - Eine kleine Geschichte der intergalaktischen Beziehungen" bei. Sehr empfehlenswert!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Andreas Suchanek (Media-Mania) TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Nach der fesselnden und alles verändernden "Destiny"-Trilogie präsentiert "Einzelschicksale" die Nachwirkungen des großen Krieges gegen die Borg. Um den Schaden zu verdeutlichen, den die kybernetischen Feinde angerichtet haben, wird jedes Kapitel von einem kurzen Brief, Bericht oder Logbuch-Eintrag eingeleitet, das einzelne Schicksale beleuchtet. Ein trauriges, von Verlusten und Tod geprägtes Bild zeichnet sich ab und vermittelt dem Leser gekonnt den Abgrund, an dem die Föderation und ein Großteil der Bürger sich befinden.

Die verschiedenen Anschläge, die vielerorts den Neuaufbau des Völkerbundes bedrohen, werden recht schnell als perfide eingefädelter Plan deutlich, doch wohin soll dieser führen? Dies bleibt bis zum Finale des Buches im Dunkeln. Während die Geschichte zu Beginn nur sehr langsam an Fahrt gewinnt und die Handlung weite Teile vor sich hinplätschert, versteht Keith R. A. DeCandido es am Ende, die Spannung noch einmal aufzubauen, bevor der Drahtzieher der Attacken enthüllt wird.
"Einzelschicksale" setzt eine Reihe von Ereignissen in Gang, die in den kommenden "Star Trek"-Reihen und einem weiteren "Quadrologie"-Event bei Cross Cult noch Beachtung finden werden. Fällt die Geschichte auch in Geschwindigkeit und Action, wie nicht anders zu erwarten, gegenüber der "Destiny"-Trilogie stark ab, werden in ihr doch Grundpfeiler für die zukünftige Entwicklung im Alpha-Quadranten gelegt und die Machtverhältnisse gehörig durcheinander gewirbelt.
Mit Ezri Dax steht zudem ein Charakter aus der "Deep Space Nine"-Reihe im Vordergrund, was Spaß macht. Die Trill entwickelt sich zunehmend zur Kommandantin, wächst in ihre Rolle hinein und macht sich gut auf der Brücke des neuen Experimentalraumschiffes.

Fazit:
Behäbig schreitet die Handlung voran und das Finale besticht nicht durch Action und Raumschlachten. Hiervon bot die "Destiny"-Trilogie jedoch genug. "Einzelschicksale" ist eine Charakter-Geschichte, die das große Ganze zeigt und wichtige Grundlagen schafft. Fans sollten nicht darauf verzichten.
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