Ein Handlungsstrang, der immer nur nebenbei angeführt worden ist und schon im ersten Teil begann und im letzten sein Ende erfuhr, erhält mit "So der Sohn" seinen Hintergrund.
Die Geschichte schildert die Reise Jake Siskos bis zum Treffen mit der Defiant (bekannt schon aus Teil 4 der Mission-Gamma-Reihe). Die Erzählung selbst ist sehr interessant gewählt, da Jake gezwungen ist, sich mit sich selbst, seiner Beziehung zu seinem Vater und der Wirkung anderer auf ihn aufgrund der Berühmtheit seines Vater auseinanderzusetzen. Hierbei ist besonders sein innerer Konflikt mit seinem Für und Wieder hervorzuheben, da sie einen tiefen und auch spannenden Einblick in die Psyche Jakes erlauben.
Auch die Präsentation einer Crew, die Jakes Weg begleitet ist tiefgründig und plastisch gelungen, auch wenn die vielen Namen und Verwicklungen zu Beginn etwas verwirrend sind. Dies schafft jedoch keinen Abbruch, sondern fördert eher meiner Meinung nach den Tiefgang dieser Darsteller. Die Interaktionen zwischen dieser Crew und Jake, der seine Probleme natürlich projeziert, sind sehr sehr gut aufeinander abgestimmt.
Auch das Ende zeugt von gehörigem und nachvollziehbarem Tiefgang, welcher einen Selbstfindungsprozess, wie er nur im Star Trek Universum zu finden ist, seine Fortsetzung gibt.
Kritikpunkte inhaltlich sind in manchen kleineren Handlungssträngen7 Erzählperspektiven zu sehen, die scheinbar keinem Ziel untergeordnet sind.
Ein weiterer Punkt, der sich gegen das Cover richtet, ist die Darstellung Kai Opakas, was leider vorwegnimmt, dass diese wichtige Figur ihren Auftritt findet. Somit wird eine überraschende Wendung entfernt.
Insgesamt ist "So der Sohn" jedoch eine sehr gelungene Fortsetzung der Geschichte um Jake mit einem überzeugenen Tiefang, welcher sich nahtlos in die 8. Staffel anfügt.