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Die größte Änderung in der dritten Staffel ist die Einführung der Defiant. Das Schiff, das ursprünglich für den Kampf gegen die Borg entwickelt worden war und einen Tarnschild besitzt, übernimmt eine führende Rolle in der Auseinandersetzung mit dem Dominion. In der Doppelfolge "Die Suche", die den Staffelauftakt bildet, reist die DS9-Crew in den Gamma-Quadranten, um Kontakt mit den Gründern, den Anführern des Dominion, aufzunehmen. Doch alle Versuche, eine friedliche Koexistenz von Föderation und Dominion zu erreichen, scheinen zum Scheitern verurteilt. Neben den düsteren, actionlastigen Folgen sorgen Ferengis und Klingonen u. a. in "Das Haus der Quark" für angenehme Kurzweil.
Dramatisch wird es in "Die zweite Haut" für Kira, die sich plötzlich auf Cardassia wiederfindet -- als Cardassianerin! In der Folge "Defiant" gibt sich Jonathan Frakes als Thomas Riker die Ehre, in "Das Festival" sorgt Lwaxana Troi (Majel Barrett) auf gewohnt köstliche Art für Furore und in "Durch den Spiegel" gibt es einen weiteren gelungenen Ausflug in das Paralleluniversum. Nach den ersten zehn Episoden startete parallel zu DS9 mit Voyager die nächste Star Trek-Serie. Vielleicht liegt es daran, dass eine weitere Star Trek-Serie kreative Ressourcen verschlang, dass einige Episoden eher durchschnittlich geraten sind. Aber gegen Ende zieht das Niveau der Staffel noch einmal deutlich an. Insbesondere der Zweiteiler "Der geheimnisvolle Garak" ist ein Highlight: Romulaner und Cardassianer verbünden sich zu einem Angriff auf das Dominion. Und nicht erst mit der abschließenden Episode "Der Widersacher" wird klar, was für ein gefährlicher Gegner das Dominion ist.
Die dritte Staffel legt in puncto Action noch einmal ordentlich zu. Der Staffelauftakt macht bereits deutlich, woher der Wind weht! Aber auch die Charaktere reifen emotional und entwickeln sich weiter. Jake (Cirroc Lofton) macht erste Erfahrungen mit der Liebe, Odo muss sich seine Gefühle für Kira eingestehen, Sisko erhält ein neues Verständnis für seine Rolle als der Abgesandte der Propheten und wird zum Captain befördert und Nog bewirbt sich als erster Ferengi bei der Sternenflotte. Gepaart mit dem richtigen Schuss Action, der sich von Staffel zu Staffel steigert, und exzellenten Spezialeffekten hat DS9 sich daher einen Spitzenplatz in der TV-Serienlandschaft nicht nur der 90er-Jahre gesichert und sich des Erbes von Gene Roddenberry würdig erwiesen, der nicht mehr an der Entstehung der Serie beteiligt war. --Birgit Schwenger
Die Zeichnung der Charaktäre und die Dichte der Erzählungen machen aus meiner Sicht DS9 zu dem, was die meisten so mögen.
Auch ich empfehle die Originalfassung. Wer des Englischen mächtig ist, sollte sich das nicht entgehen lassen. Die grössten Unterschiede gibt es aus meiner Sicht bei A. Brooks und R. Auberjonois. Die Syncronisation von Boris Tessmann, er spricht Dr. Bashir, ist nicht schlecht, kann aber mit dem Original nicht mithalten.
DS9 gewinnt mit dieser Staffel an Fahrt, eindeutig Kaufempfehlung !
Außerdem erfährt Odo endlich mehr über sein Volk, auch wenn er sich dies bestimmt auf andere Weise gewünscht hätte (u.a. in der Doppelfolge "The Search / Die Suche"). Sisko, Bashir und Dax stranden im Jahr 2024 (Doppelfolge "Past Tense / Gefangen in der Vergangenheit") und Star Trek zeigt sich in dieser Folge von seiner besten, sozialkritischen Seite. Auch gibt es die erste große Schlacht zwischen dem Dominion und Mächten des Alpha-Quadranten zu sehen ("The Die is Cast / Der geheimnisvolle Garak II").
Aber nicht nur die Doppelfolgen sind Highlights, auch die meisten der einzelnen Folgen besitzen eine sehr hohe Qualität und es sind nur ein paar weniger spannende dabei.
Doch wer sich eine komplette Fernsehserie auf DVD kaufen möchte, weiß sicher zumindest grob über den Inhalt bescheid, deshalb komme ich direkt auf die Aufmachung der DVD-Box und die Qualität an sich zu sprechen:
Die (diesmal mit Blautönen verzierte) aufklappbare Plastikbox ist recht stabil und ganz hübsch anzuschauen. Der Aufkleber der deutschen Version klebt nun unverständlicherweise wieder direkt auf der Box, es bleiben unschöne Klebespuren zurück, wenn man ihn entfernt und ins Innere der Box klebt (was durchaus sinnvoll ist, da die Boxen ja alle ineinander passen, aber eben nur ohne Aufkleber).
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