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Star Trek
 
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Star Trek

Chris Pine , Zachary Quinto , J.J. Abrams    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (294 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Chris Pine, Zachary Quinto, Ben Cross, Winona Ryder
  • Regisseur(e): J.J. Abrams
  • Komponist: Michael Giacchino
  • Format: Dolby, PAL, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Türkisch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.40:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Paramount Home Entertainment
  • Erscheinungstermin: 2. November 2009
  • Produktionsjahr: 2009
  • Spieldauer: 122 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (294 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B002AKK6U2
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.869 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Die Enterprise kehrt zurück – so, wie man das Team um Captain Kirk garantiert noch nicht kennt!

Verantwortlich für die neue, aufregende Vision des größten Weltraumabenteuers aller Zeiten ist Regisseur J. J. Abrams („Mission: Impossible III“, „Lost“, „Alias“). Mit Hilfe der Drehbuchautoren Roberto Orci und Alex Kurtzman („Transformers“, „Mission: Impossible III“) betritt er Welten, die kein Mensch jemals zuvor gesehen hat. Und das mit einer neuen und jungen STAR TREK-Crew, die für jedes noch so große Abenteuer bereit ist.

Die Filmfiguren um Kirk, Spock, Scotty und Pille sind zwar die gleichen geblieben, doch mit der jungen Darstellerriege um Chris Pine (‚Kirk'), Zachary Quinto (‚Spock'), Simon Pegg (‚Scotty') und Karl Urban (‚Pille') legt Abrams bewusst Wert darauf, einen Generationswechsel einzuleiten. Der Film beschreibt die Anfänge der Enterprise, wie z.B. das Zusammenfinden des Teams, die Entwicklung von Kirk zum Captain der Enterprise und natürlich wird auch geklärt, was es mit der Erfindung des „Enterprise-Beamers" auf sich hat.

Doch auch die Nostalgiker werden nicht enttäuscht, denn Ur-Spock Leonard Nimoy ist in einer Gastrolle Teil der Enterprise Crew. Und mit Eric Bana als Bösewicht hat es die junge Mannschaft mit einem in allen Belangen herausragenden Gegenspieler zu tun.

Produktbeschreibungen

EAN 4010884534207 - Star Trek - Versand von ALLDVD Stuttgart

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86 von 105 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Mal eben ein ganzes Universum ausgelöscht..., 24. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Star Trek (DVD)
Der zehnte Star Trek - Kinofilm, bei dem es um einen besessenen Romulaner ging, der eine Superwaffe besitzt, mit der er die Föderation auslöschen will, floppte. Nun wollte man einen Neuanfang, für den man J.J. Abrams als Produzenten und Regisseur holte. In diesem hoffnungsvollen Neuanfang geht es um einen besessenen Romulaner mit einer Superwaffe, mit der er die Föderation auslöschen will.

Aah so ja!

Im Vorfeld wurde gesagt, daß sich der neue Film an den offiziellen Kanon (=Star-Trek-Historie) hält. Nichts davon! Im Gegenteil: Fast die gesamte bisherige Historie (alles in allem 605 Fernsehfolgen und 10 Filme, also alles mit Ausnahme der Serie "Enterprise", die vor diesen Ereignissen spielt) wurde mit einem Wisch ausgelöscht, indem durch eine Zeitreise eine neue Zeitlinie erschaffen wurde. Vulkan existiert nicht mehr, Spocks Mutter ist tot, Spock selbst existiert in zwei Versionen in der selben Zeit. Dies sind nur die gröbsten "neuen Tatsachen", mit denen sich der allgemeine Trek-Fan abfinden muß. Es gibt noch viele weitere Ungereimtheiten...

Wie schlagen sich nun die neuen Darsteller der alten Haudegen? Mehr schlecht als recht, würde ich sagen. Am Besten kommt noch Zachary Quinto als junger Spock daher, der seine Emotionen noch nicht so unter Kontrolle hat, während sein alter ego in Gestalt von Leonard Nimoy - souverän wie immer - für die wenigen starken Charaktermomente sorgt. Auch Karl Urbans Pille kann überzeugen. Weniger gelungen ist dagegen Scotty (Simon Pegg), der so gar nichts von seinem bisherigen Charakter vorweisen kann. Ziemlich aufgesetzt und unglaubwürdig erscheint die Romanze zwischen Spock und Uhura (Zoe Saldana), zumal sie für die Handlung auch völlig unwesentlich ist. Am schwierigsten ist wohl Chris Pine zu beurteilen. Daß Kirk noch ein unreifer Schnösel ist, der mehr Ärger als alles andere macht, ist ja noch plausibel. Allerdings wird dieser Aspekt doch so stark übertrieben, daß man ihm den Reifeprozeß, den er im Laufe des Films durchmacht, nicht richtig abnimmt. Enttäuscht dürften wohl die meisten vom Kobayashi-Maru-Test sein, wo der Rotzlöffel apfelessend mit einer Mir-doch-eh-egal-Attitüde durchs Set stapft. Haben wir uns nicht viel eher vorgestellt, wie Kirk ernsthaft durch die Simulation führt, um anschließend mit einem shatner'schen Grinsen in all die verblüfften Gesichter zu schauen?

Kommen wir zum Bösewicht: Nero sieht cool aus, wird von Eric Bana noch cooler gespielt, hat aber mit einem Romulaner, wie wir sie kennen, ungefähr soviel gemeinsam wie Admiral Archers Beagle mit einem Klingonen. Und seine Beweggründe sind noch fadenscheiniger als die von Shinzon im vorigen Film. Na gut, dafür sorgt er mit seiner Vendetta für ordentlich Action und einen unterhaltsamen SciFi-Film.

Denn das ist er, von einem neutralen Standpunkt aus (sprich: als Nicht-Trekkie) betrachtet. Die Special Effects sind state-of-the-art, Bild und Ton ebenso, und unterhalten wird man wirklich gut. Nur Trek-Feeling will sich nicht einstellen, mit den Ausnahmen, wenn Leonard Nimoy auf der Bildfläche erscheint. Deswegen eine getrennte Wertung: Für Star Trek Fans 2 Sterne, für alle anderen 4 Sterne.

Wie inzwischen (leider) üblich, hat die DVD nur wenig Extras zu bieten - einen Audiokommentar, ein knapp 20minütiges Making Of und eine Gagreel - wohingegen die Blu-Ray mit Extras nicht geizt. Eine 2-DVD-Edition (im Steelbook) kann da schon mehr überzeugen. Die enthält u.a. noch (kommentierte) geschnittene Szenen und einige weitere Featurettes.

Wie es mit Star Trek weitergeht, muß man abwarten. Die Schauspieler sollen jedenfalls Verträge für mehrere Filme unterschrieben haben. Nur schade, daß mit einem billigen Trick (der an eine 80er-Jahre-Soap-Serie erinnert, wo plötzlich eine ganze Staffel oder so sich als Traum eines Protagonisten herausstellte) alles, was wir kennen, auf den Kopf gestellt werden kann.

(Der alte) Spock: Ich bin es, und werde es immer sein - Ihr Freund.
Kirk: In die Vergangenheit zu reisen um die Geschichte zu verändern - das ist mogeln.
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Gene Roddenberrys schweres Erbe, 27. August 2011
Von 
Bernd Hild "FritzX" (Ludwigshafen, Rheinland Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Obwohl kein Fan der Ersten Stunde so bin ich doch seit meiner frühen Jugend der Zukunftsvision des großen Gene Roddenberry verbunden und habe so ziemlich alles gesehen was in dieser Hinsicht produziert wurde. Das meiste davon gefällt mir sehr gut, wenn auch nicht alles. Nach dem Tod des Meisters 1991 ging die Reise immer weiter in neue Richtungen und Star Trek entfernte sich zunehmend von seinen Ursprüngen. Manch einer denkt das dies der Grund dafür ist das die großen Erfolge der beiden ersten Serien nicht mehr wiederholbar waren, andere glaubten aber das einfach eine Frischzellenkur nötig war. Dieser Film sollte eben diese Kur werden und die Genregröße Star Trek zu neuem Glanz und vor allem zu kommerziellem Erfolg verhelfen; zumindest letzteres ist gelungen.

Zunächst ein par Worte zu dieser wunderschönen Sammleredition; genau das ist es was ich mir für alle Start Trek Filme wünsche, eine geniale Aufmachung, die fantasievoll und hochwertig gestalltet ist und dem zahlenden Fan genau so viel Freude bereiten soll wie der Film selbst. Dazu eine Fülle von Bonusmaterial zur Entstehung des Projektes. Das Modell, dessen Untertassensektion zur Aufbewahrung der beiden Scheiben dient, wirkt in keiner Weise billig oder fragil, ganz im Gegenteil ist es voller liebevoll gestallteter Details und lässt einem das Herz wahrlich höher schlagen; hier wurde, bis hin zum absolut annehmbaren Ausgabepreis, alles richtig gemacht;

Nun zum eigentlich wichtigsten, dem Film: Alle klassischen Charaktäre sind vorhanden und mit jungen, mehr oder weniger bekannten Gesichtern besetzt. Die meisten schaffen es durchaus zu überzeugen (Urban und Quinto im besonderen) und rufen beim Zuschauer Erinnerungen an die Originale wach. Allerdings sind ein par der Charaktäre auch gnadenlos überspitzt und passen nicht zu ihren Vorbildern. Der größte Mißgriff ist Simon Pegg als Montgomery Scott! Er hat rein gar nichts mit dem liebenswerten, kauzigen Schotten der original Besetzung gemein und wirkt wie ein Fremdkörper. Natürlich wäre es sinnlos gewesen die Persönlichkeiten der Alten eins zu eins zu übernehmen, doch gibt es hier einfach zu viele Szenen in denen die beteiligten Personen durch ihr albernes Benehmen der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Gleichwohl hat man blödsinnige Beziehungskisten und Animositäten unter einigen Besatzungsmitgliedern eingefügt, die bei so manchem alten Trekker befremdendes Kopfschütteln hervorrufen dürften.

Überaus gelungen sind natürlich die Spezialeffekte und in weiten Teilen auch die Austattung. Was mir in den alten Star Trek Filmen immer gefehlt hat, eine etwas realistischere und weniger sterile Darstellung der Schauplätze (Flottenakademie, der Planet Vulkan, Raumdocks usw.) wird hier im Überfluss geboten. Allerdings sind die Kulissen, welche den Innenraum der Föderationsraumschiffe darstellen zum Teil wirklich schlecht; dabei beziehe ich mich vor allem auf den Maschinenraum der Enterprise, der teilweise den Eindruck eines Kesselhauses eines Dampfschiffes vermittelt und wo tatsächlich vernietete Stahlträger Verwendung finden, wie auf der Titanic Anno 1912.

Die Weltraumkampfsequenzen haben mich gleichfalls nicht besonders beeindruckt da sie nach Schema 0815 verlaufen und die Geräusche wenn die Enterprise ihre Waffen abfeuert erinnern an ein Videospiel aus den 80ern.

Der Film ist schnell und laut, wie die meisten seiner Zeit - und Genregenossen, doch obwohl er den Zuschauer kaum zur Ruhe kommen lässt ist er nur leidlich spannend und langweilt immer wieder mit zwar optisch ansprechenden Szenen, die aber leider nur unnötige Effekthascherei sind und keinen roten Faden zulassen.

Der Film ist zeitlich vor der ersten Serie angesiedelt und soll die Anfangsjahre der Originalcrew erzählen. Ich ging mit sehr viel Vorfreude ins Kino und natürlich auch mit bestimmten Erwartungen. Auf die Handlung an sich will ich nicht näher eingehen, denn leider ist sie banal, unlogisch und was das schlimmste ist, eine Mogelpackung. Das Drehbuch ist eine Katastrophe und offenbart sehr viele Wissensdefizite der Macher. Der Hammer ist allerdings das hier, gleich zu Anfang des Films durch eine Zeitreise, der bekannte Handlungsstrang völlig verändert wird und wirklich massive Ereignisse die Folge sind, welche alles was Gene Rodenberry sich einst ausdachte in tosendem Krachen und Bersten hinwegfegen. So wird der Vulkan zerstört, wobei 99,9% der vulkanischen Rasse ausgelöscht werden. als ich das im Kino sah hat es mich noch nicht besonders geschockt, da man sowas ja gewohnt ist und zum Ende hin alles durch einen weiteren Eingriff in die Zeitlinie wieder repariert wird. Erst als der Abspann lief wurde mir klar das es hier keine Wiederherstellung der bekannten Zeitlinie geben würde. Dieses Debakel wurde mit voller Absicht angerichtet um den Murksern, die das unterirdische Drehbuch verzapft hatten bei ihren weiteren Ergüssen freie Hand zu lassen.

Für einige Fans ist dieser Film ein Schlag ins Gesicht, einige weigern sich sogar das als Star Trek anzuerkennen, für mich war er einfach nur ernüchternd. Gene Roddenberry hat einst, geprägt durch seine Kriegserlebnisse, eine lebenswerte Zukunft erdacht in der fast alle sozialen und politischen Probleme gelöst sind. Dabei hatte Roddenberry seine ganz eigene Sicht der Dinge und versuchte immer etwas Gesellschaftskritik sowie ethische, moralische und philosophische Untertöne mit einzubringen, Star Trek sollte niemals fade Mainsteamkost sein! Diese Vielschichtigkeit war es was Star Trek ausmachte und von substanzloser Knallbonbon Sci-Fi abhob. Oft sprach Roddenberry davon wie schwer ihm die Studiobosse seine Arbeit machten und wie oft er lächerliche, stupide Episoden drehen mußte weil die sich davon mehr Quote versprachen. Genau das haben die Verantwortlichen mit diesem Film wieder getan, die Substanz dem Effekt geopfert um schnelles Geld zu machen. Das ist eine Bankrotterklärung und eine Mißachtung von Gene Roddenberrys Vermächtnis. Ich kann nur hoffen das sich die Nachfolgenden Filme, die werden kommen solange man Geld damit verdienen kann, wieder mehr im Sinne des Erfinders präsentieren, denn sonst wird das dann wohl wirklich das Ende von Star Trek sein. Um das zu verdeutlichen muß man sich nur vorstellen Roddenberry hätte sich in den 60ern alles von den Geldgebern vorschreiben lassen und eine anspruchlose Serie für die breite Masse produziert. Star Trek wäre wahrscheinlich gleich zu Beginn ein kommerzieller Erfolg gewesen und nicht abgesetzt worden, doch das die Serie nach fast fünf Jahrzehnten immer noch eine riesige Fangemeinde auf der ganzen Welt hätte scheint mir unwahrscheinlich; vielmehr hätte sie sich wohl eingereiht in die Riege der vergessenen Sci-Fi Serien a'la Lost in Space und Ableger, geschweige denn Kinofilme wären niemals Produziert worden.

Abschliessend kann ich nur hoffen das man sich, jetzt da man wieder etwas Geld verdient hat, beim nächsten Projekt näher an Gene Roddenberrys Erbe orientiert auch wenn es schwer ist der Vision eines großen Mannes gerecht zu werden!
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60 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Licht und Schatten, 22. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Star Trek (DVD)
Wenn ein Film herauskommt, der auf einer Vorlage basiert - sei es nun Comic, Buch, TV Serie oder wie im Falle von "Star Trek" ein ganzes TV/Kino Franchise - dann lässt sich das Publikum grob in zwei Gruppen einteilen: Die einen, nennen wir sie einfach mal "Normalos", kennen die Vorlage wenig bis gar nicht und haben daher eine ganz andere Erwartung an den Film als die andere Gruppe, nennen wir sie einfach mal "Fans".

Passenderweise sah ich den Film mit Vertretern beider Gruppen im Kino. Die "Normalos" wurden repräsentiert durch meinen Schwiegervater in spe, der "als Kind auch mal Raumschiff Enterprise geguckt" hatte, und meine Freundin, welche die Originalserie unterhaltsam, die TNG nicht schlecht und den Rest des Franchise eher langweilig fand. Auf der anderen Seite ich mit meinen beiden Brüdern, Eigentümer sämtlicher "Star Trek" Serien auf DVD. Wir kennen uns gut im ST Universum aus, können mit Begriffen wie "Kobayashi Maru" auf Anhieb etwas anfangen und lieben es, über "Star Trek" zu diskutieren und philosophieren. Kurz: Wir sind die Fans.

Die Handlung

Kurz noch mal der Inhalt des Films: Im 24. Jahrhundert wird die Sonne der Zwillingsplaneten Romulus und Remus zerstört. Der Romulaner Nero wird zurück in die Vergangenheit geschleudert und verändert damit nachträglich den Lauf der Geschichte. Er will sich an dem gealterten Botschafter Spock rächen, den er für die Zerstörung seiner Heimat verantwortlich macht, wird. Da er jedoch einige Jahre vor Spock eintrifft, verändert er das Leben des gerade frisch geborenen James T. Kirk.

Während Nero auf die Ankunft von Spock ausharrt, sehen wir zwei unterschiedliche Persönlichkeiten heranwachsen. Auf der Erde Jim Kirk, auf Vulkan der Mensch/Vulkanier-Mischling Spock. Wir sehen Ausschnitte aus ihrer Kindheit, den Weg der sie zur Sternenflotte führte. Wir sehen auch, wie beide aneinander gerieten. Dann greift der Film wieder die Ursprungshandlung auf: Mit dem Angriff von Nero auf Vulkan.

Kritik

Wie gesagt, "Fans" und "Normalos", haben unterschiedliche Erwartungen an einen Film. Ich und meine Brüder erwarteten eine gelungene Vorgeschichte zum geliebten Franchise. Die "Normalos" wollen einfach einen gut gemachten, spannenden Actionfilm sehen. Um es vorweg zu nehmen: Beide Gruppen werden bei "Star Trek" nicht ganz glücklich.

Für die "Fans": Es gibt Dinge in diesem Film, die wirklich Spaß machen. Die kleinen Querverweise auf die späteren Ereignisse. So zum Beispiel der "Kobayashi Maru" Test, von dem wir erstmals in "Star Trek II" hörten, und der nun eine ganz andere Bedeutung erhält. Oder auch Ausschnitte aus der Jugend von Kirk und Spock, die glaubhaft zu den späteren Charakteren passen. Oder auch wie "Pille" zu seinem Spitznamen kam. Oder wenn Nimoy-Spock etwas Nostalgie in den Streifen bringt (gleichwohl der Auftritt bei wiederholtem Sehen, eher der Kategorie "Wir wollen Nimoy im Film haben, egal ob es passt oder nicht" zuzuordnen ist). Mit Ausnahme von Chekov und Sulu finde ich auch sämtliche Neubesetzungen gelungen. Und so ganz nebenbei: Man merkt deutlich, dass hier ein wesentlich höheres Budget zur Verfügung stand, als bei den letzten Trek-Filmen. Es gibt von allem mehr: Mehr Effekte, mehr Kulissen, mehr Statisten.

Richtiggehend weh tut dagegen dieses "Aufpeppen" des Filmes. Versteht mich nicht falsch, ich meine damit nicht die Warp-Pylone der Enterprise oder die Kulissen. Auch nicht den Effekt-Overkill, eher die Tatsache, dass "Star Trek" zu sehr auf unterhaltsamen, Hirn-aus-Blockbuster a'la "Transformers" geht. So eilt Chekov als Lachfigur durch den Streifen, Sulu findet den Anlasser für die Triebwerke nicht, oder Uhura, Spock und Kirk bilden plötzlich ein eifersüchtiges Liebesdreieck.

Und dann ist da ja noch die alternative Zeitlinie: Man wird den Eindruck nicht los, die Autoren haben sich dieser Quasi-Lösch-Taste bedient um alles zu eliminieren, was ihnen gerade nicht ins Konzept passte. So wird halt mal spaßeshalber Vulkan in die Luft gesprengt.

Die "Normalos" interessieren sich natürlich nicht für den Kanon oder ob Vulkan in die Luft fliegt. Aber auch sie bemerken die haushohen Logiklöcher in der Story. Mein Schwiegervater in spe genauso wie wir fragten uns, warum Nero ausgerechnet eine Wut auf Nimoy-Spock hat. Hatte dieser nicht versucht, die Sonne von Romulus zu retten. Diese Ahab-Jagd wirkt nicht wirklich glaubwürdig, nur weil Nimoy-Spock bei seinem Versucht gescheitert ist. Auch die Tatsache, dass plötzlich sämtliche Kadetten inkl. Nicht-Kadett Kirk in Kommandopositionen gehievt werden, nur weil gerade der Captain nicht an Bord ist, wirkt mehr als unglaubwürdig. Und, ganz nebenbei, hat jemand schon mal irgendetwas davon gehört, dass man ungehorsame Offiziere von Bord wirft, anstatt in den Arrestzelle?

Dann noch eine letzte Sache, die ausschließlich filmtechnischen Hintergrund hat und wohl Geschmackssache ist. Ja, ich finde es schön, dass die Enterprise so schön hell gehalten wurde, aber jede Lichtquelle, jeder Stern und jeder Laserblitz reflektiert und bricht sich in der Kamera (und damit auf jener Mattscheibe, die wir Fernseher nennen). Auf Dauer ist das höchst nervig und alles andere als ästhetisch. Das nächste Mal bitte ein paar Energiesparlampen weniger bzw. das Set gescheiter ausleuchten lassen.

Fazit: "Star Trek" ist unterhaltsam - sofern man das Hirn ausschaltet. Das alte "Star Trek" hat aber gerade immer dann am meisten Spaß gemacht, wenn das Gehirn ein bisschen angeregt wurde. Dieses Prequel/Quasi-Remake hat einige wirklich gute Momente, nette Verweise aber zuviel "Gewollt, aber nicht gekonnt" und Logiklöcher, groß genug dass selbst Nero's Monstrum von Raumschiff durchpasst.
Kommerziell gesehen hat es auf jeden Fall funktioniert und "Star Trek 2" (falls er den ST 2 heißen wird) ist in Vorbereitung. Wer weiß, vielleicht nehmen sich Abrams und seine Autorenduo die Kritikpunkte zu Herzen, und liefern uns wieder ein richtig, gutes Sternenabenteuer.
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