Nach dem Beinahe-Desaster "Treffen der Generationen", bei dem das titelgebende Zusammentreffen der beiden STAR TREK-Captains Kirk und Picard mehr ratlose als begeisternde Gesichter zurück ließ, sollte nun endgültig das erste, alleinstehende Kinoabenteuer der TNG-Crew realisiert werden. Um den Vorgängerfilm in allen Punkten zu übertreffen (was kein außerordentliches Problem darstellte, war dieser Film zwar kinokassenmäßig erfolgreich, qualitativ aber sehr fragwürdig), wurde ein Mann auf den Regie-Stuhl gesetzt, der nicht nur bestens mit der TNG-Materie vertraut war, sondern auch aktiv mitgewirkt hat:
"William Riker"-Darsteller Jonathan Frakes, der mit "Der erste Kontakt" sein Hollywood-Regie-Debut ablieferte. Und diese Entscheidung sollte sich in jederlei Hinsicht als kluger Zug der Studiobose abzeichnen, denn Frakes lieferte hier den besten und erfolgreichsten aller TNG-Filme ab.
Die Föderation steht im Krieg mit den Borg - einer feindlich gesinnten Alien-Rasse, die ausschließlich das Ziel verfolgt, andere Völker in ihr Kollektiv zu assimilieren, deren Wissen und Technologien zu übernehmen und so ganze Welten zu erobern.
Während der Schlacht erzeugen die Borg einen Zeitstrudel, über den diese in die Vergangenheit reisen und durch Manipulation an der Geschichte auf der Erde die Vernichtung der ganzen Menschheit und somit AUCH die gesamte Föderation droht.
Um diese Bedrohung abzuwenden, folgt die Enterprise-Crew den Borg per Zeitreise ins 21. Jahrhundert und versucht, sowohl die Invasoren zu stoppen als auch ein erd-historisches Ereignis unter allen Umständen ohne äußere Einflüsse geschehen zu lassen: den ersten Kontakt mit einer außerirdischen Spezies.
"STAR TREK - Der erste Kontakt" ist ein Sci-Fi-Abenteuer der besonderen Sorte, gefüllt mit reichlich Action und Spannung, aber auch mit viel Humor und Emotionen versehen. Die TNG-Crew läuft zur Bestform auf, jedes Crew-Mitglied wurde klug und sinnvoll in die Handlung eingebunden. Sicherlich gehört Picards persönliche Vendetta (die auf ein früheres Serien-Ereignis zurückweist) zu den Höhepunkten dieses Films, aber auch Data, Worf, Riker und Co. können auf ihre eigene Art überzeugen und teils völlig neue, ungeahnte Charakterzüge zeigen.
Der Film ist optisch, akustisch und auch inszenatorisch ein Leckerbissen, der nicht nur die Sinne des Kino-Zuschauers zu befriedigen weiss, sondern auch STAR TREK-Kennern viele Verweise auf bekannte TOS- und TNG-Serien-Elemente bietet.
All diese Zutaten machen ihn zu einem ganz besonderen Werk und kann mit einem Atemzug mit zwei weiteren, großartigen Filmen, nämlich "STAR TREK IV - Zurück in die Gegenwart" von 1986 und dem jüngsten "STAR TREK" von 2009 genannt werden, denn alle drei Filme haben folgendes gemeinsam:
1. alle drei Filme behandeln das Thema "Zeitreisen", ein sehr beliebtes Sci-Fi-Szenario,
insbesondere im STAR TREK-Franchise
2. alle drei Filme gehören mit zu den Besten der gesamten Reihe
3. alle drei Filme waren absolute Kassenschlager
Im Nachhinein muss man sich eine Frage stellen:
Ist es (besonders was Punkt 1 betrifft) ein Zufall, dass diese drei Filme auf erstaunlich ähnliche Art und Weise erfolgreich waren ? Also ich glaube das nicht ! ;-)