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Produktinformation
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Nachdem Leonard Nimoy mit Star Trek 3 und Star Trek 4 Erfolge erzielt hatte, nutzte William Shatner seinen Vertrag, um Regie bei dieser Mission zu führen, in der ein rebellischer Vulkanier (Laurence Luckinbill) Repräsentanten der Föderation in seiner übereifrige Suche nach dem Ursprung des Lebens entführt. Ja, ihr habt richtig gehört: Star Trek 5 handelt von der Suche eines verrückten Vulkaniers nach Gott. Zu der Zeit, als Kirk, Spock und die Kohorten der Föderation das Ende der Galaxie erreicht haben, ist diese Reise in die endgültige Zukunft vom peinlichen Prolog, verbunden mit viel holpriger Handlung, zu einer absurden Lösung gekommen.
Eingefleischte Trekkies werden den Film trotzdem in ihre Videosammlung aufnehmen; sie werden ihn sich aber nur in einem unbeobachteten Moment anschauen. Nach dieser niederschmetternden Erfahrung gab Shatner den Regiestuhl an Nicholas Meyer zurück, der bereits bei Star Trek 2 - Der Zorn des Khan Regie geführt hatte. --Jeff Shannon
Zur Story:
Auf NIMBUS III, dem sogenannten „Planeten des galaktischen Friedens", werden der terranische, der klingonische und der romulanische Botschafter von einem Vulkanier namens Sybok (von dem sich herausstellt, dass er Spocks Halbbruder ist (aha!)) gefangengenommen und überzeugt, sich seiner Sache anzuschließen: Der Suche nach dem Planeten Sha Ka Ree, auf dem angeblich Gott „wohnen" soll.
Die gerade in der Ausrüstung befindliche neue ENTERPRISE - A wird mit einer Rumpfcrew an Bord zu NIMBUS III geschickt, um die drei Botschafter zu befreien. Es gelingt Sybok jedoch die ENTERPRISE zu kapern und tatsächlich den gesuchten Planeten zu erreichen. Dort angekommen muss man feststellen, dass Gott mitnichten so göttlich ist, wie man sich dies landläufig vorstellt.
Statement allgemein:
Die Kritik, die an dem Film geübt wird, ist in vielen Teilen berechtigt. William Shatner, der erstmals in einem der Filme der Reihe Regie führte, nutzte die Gelegenheit, um seine eigene Figur Kirk ungewohnt deutlich in den Mittelpunkt zu stellen. Überdies wurde er seinem Ruf („Mr. Handy-Cam") als Regisseur während der Dreharbeiten voll gerecht. Sehr viele Einstellungen wurden also mit tragbaren Kameras gedreht, worunter die Ruhe der Einstellung bisweilen etwas leidet. Auch die Special Effects sind wahrhaftig nicht vom Feinsten und entsprechen nicht dem gewohnten Standard der Serie. Als mildernder Umstand ist aber zumindest hierbei anzufügen, dass man seitens PARAMOUNT nicht das Budget für den Film bereitstellte, das eigentlich benötigt worden wäre, um das Drehbuch „ordentlich" umzusetzen.
Andererseits bietet STAR TREK V - THE FINAL FRONTIER einige „absolute Klassiker-Szenen" der Star Trek-Historie. Unvergessen sind die beiden „Camping- und Lagerfeuerszenen" zu Beginn und am Ende des Films ("Row, row, row your boat ...", „Bohnen und Bourbon; eine explosive Mischung ..."). Auch die innere Beziehung des „Kleeblatts" Kirk-Spock-McCoy wird in einer tieferen als bisher bekannten Dimension dargestellt. Die Dialoge zwischen den Dreien gehören unzweifelhaft zum Besten, was die Filmreihe zu bieten hat. Humor, Spritzigkeit und Schlagfertigkeit, sowie die bekannten Frotzeleien werden weidlich ausgelebt und geben dem Film eine eigentlich ungewohnte Lebhaftigkeit.
Eine kleine Anekdote zum Abschluss: Während der Arbeit im Schneideraum hat sich ein wunderschöner Lapsus eingeschlichen. Achten Sie mal aus Spaß auf die Reihenfolge der Numerierung der einzelnen Decks beim Durchfliegen des Turboschachts an Bord der ENTERPRISE ... Da wird das Zahlensystem ganz neu erfunden ...
Statement DVD:
Wie von den anderen Filmen der Reihe und aus dem Hause PARAMOUNT gewohnt, sind Bild und Ton wirklich sehr gut (DD 5.1). Tonspuren und Untertitel sind „in aller Herren Länder"-Ausführung vorhanden. Das Bonusmaterial hingegen ist meiner Meinung nach etwas dünn geraten.
Bewertung/Fazit:
Jenseits der optischen Schwächen in Sachen Special Effects und der „Überbeleuchtung" der Figur Kirk kann man nicht sagen, dass STAR TREK V - THE FINAL FRONTIER storymäßig oder schaupielerisch deutlich hinter anderen Teilen der Reihe zurückbleibt. Im Gegenteil finde ich den Ansatz „To boldly go where no man has gone before" mit der Idee zur Suche nach Gott eigentlich ultimativ richtig interpretiert und auch die menschliche Neugier zur Erkenntnis des Allumfassenden und zur Beantwortung der „Letzten Fragen" ist nun wirklich nicht an den Haaren herbeigezogen, sondern seit Beginn der Aufklärung und Immanuel Kant DAS zentrale Thema der menschlichen Philosophie. Insofern kann man meiner Ansicht nach wohl festhalten, dass der Film - allemal vor dem Hintergrund der schönen Zeichnung der Zentralcharaktere - primär bedingt durch das limitierte Budget - „unter Wert geschlagen" wurde. Gleichsam reiht er sich in den Geist von STAR TREK ein und bietet unterhaltsame zwei Stunden, zumal er (ähnlich wie die Teile I und VI, sofern man gesteigerten Wert auf die „alte" Crew legt) auch für sich alleine stehen kann. Demzufolge allemal empfehlenswert und für eingefleischte Trekkies sowieso ein Muss.
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