Acht Monate nach der Schlach um Endor und kurz nach der Mission auf Eiattu wird Wedge Antilles mit seinen Rogues auf die Suche nach dem vermissten Sternenkreuzer Starfaring geschickt. Nachdem er sich von Plourr Ilo verabschiedet hat werden die Rogues im Malrev-System fündig und begeben sich nach Malrev 4. Doch plötzlich werden sie von TIE-Fightern angegriffen und Wedge sogar abgeschossen. Die Schiffscrew hält ihn bereits für tot, aber die Rogues wollen ihren Staffelführer nicht einfach so aufgeben. Wie sich herausstellt treibt eine Art von Bestien ihr Unwesen im umliegenden Wald, welche einen Großteil der Schiffscrew und Passagiere getötet hat. Irgendetwas stimmt mit dem Planeten nicht und auch die Crew der Starfaring scheint eigene Ziele zu verfolgen, denn die angeblich gestrandeten Touristen sind in Wirklichkeit keine, wie die Rogues bei einer Schlägerei mit ihnen herausfinden müssen.. Als es zu einem Angriff durch die Bestien" kommt, entdecken die Rogues dass die Einheimischen nicht nur über imperiale Waffen verfügen sondern auch von einer geheimnisvollen Macht kontrolliert werden...
Anders als viele Romane über die Zeit nach der Schlacht um Endor, kommt der Comic Requiem für einen Rogue nahezu ohne Imperiale und schweres Kriegsgerät aus. Was irgendwie nicht überrascht ist dass sich viele lokale Kriegsherren und abtrünnige Imperiale ehemaliger Stützpunkte und Waffendepots bemächtigt haben, um nun jeder für sich ein eigenes Imperium zu errichten. Der Fokus dabei liegt, wie für X-Wing typisch, auf der Rogue Sqadron, die nicht nur gegen ihre Feinde sondern oft auch Verschwörungen auf Seiten der Rebellen kämpfen muss und die sich im Zuge dessen nicht selten nur auf die Verbundenheit und den Zusammenhalt der Piloten stützen kann.
Wie auch Sonderband 30 X-Wing Schlachtfeld Tatooine und Sonderband 34 X-Wing Die Thronerbin gehört auch Requiem für einen Rogue zu den wiederaufgelegten Carlsen-Comicsammelbänden, welche auf Wunsch und Drängen der Fans zum 30. Jubiläum von Star Wars neu veröffentlicht werden.
Genau wie Die Thronerbin wurde auch Requiem für einen Rogue von Michael Stackpole erdacht, der zusammen mit Aaron Allston bereits an den X-Wing-Romanen über das Rogue Squadron und deren Ableger die Gespensterstaffel geschrieben hat. Der Band setzt also gekonnt diese alte Tradition fort und führt auch die Macht als Handlungselement ein. Einziges Manko, die Kürze des Bandes, der mit 100 Seiten nicht gerade viel zu bieten hat.
Fazit:
Ein gelungener Band, der aber vielleicht ein bisschen zu kurz geraten ist.