Dieses Buch hat mich geschafft. Wie man eine (nicht besonders originelle) Grundidee, nämlich "Mädchen vom Land kommt in die große und böse Stadt/Filmindustrie" dermaßen auf Buchlänge auswalzen konnte, bleibt das Geheimnis von Frau Andersons Co-Autor Eric Shaw Quinn. Hier wird jedes Klischee aufgefahren, dass der Filmstar-Mythos so hergibt: Star hat zwei Aushilfs-Jobs, einen doofen Freund und und herzensgute Eltern/Freunde/Chefs. Sie sieht aber, oh Wunder, super aus (Ihre Haare haben die Farbe von "Manila"-Umschlägen - AUA!) und wird deshalb in einem Stadion für Bierwerbung entdeckt. Danach wird sie für ein, ähem, Herrenmagazin fotografiert und, na klar, geht nach Hollywood. Die Titelheldin stellt sich dabei die ganze Zeit so DÄMLICH an, dass man sie während des Lesens ohrfeigen und schütteln will. Stars offensichtliche Blödheit wird aber natürlich als niedliche Naivität verkauft, die, gekoppelt mit ihrer erfrischenden Ehrlichkeit (schnarch) jedes noch so große Hindernis aus dem Weg räumt. Wer dieses Buch gelesen hat, kann sofort nach Hollywood aufbrechen, was die hohle Nuss schafft, kann nicht so schwer sein. Schlimm an diesem Machwerk ist eigentlich nur a) die unfassbare Langatmigkeit der Geschichte und b) der autobiographische Aspekt. Ich kann wirlich nur hoffen, dass Pamela Anderson "Star" nicht ernsthaft als fiktionale Aufbereitung ihres Lebens sieht, wenn doch: Gute Nacht.