Zugegeben ein nicht all zu origineller Spruch, hat er doch was wahres. Irgendwo handelt doch jeder Kinderfilm von Freundschaft. Wie auch immer, hinter Star Kid (The Warrior of Waverly Street wäre sicher ein schönerer Titel gewesen) steckt eine Menge mehr.
Zunächst ist der Film einfach ein Spaß, Unterhaltung von vorne bis hinten, der nur in ein oder zwei Szenen ein ganz kleines bisschen albern wird. Trotz seiner Gewaltlosigkeit, was für einen Kinderfilm mitunter die wichtigste Voraussetzung ist, spart er nicht an Action.
Dazu kommen einige filmische Highlights, die den Film Junkie (der nicht nur auf Titanic und Pearl Harbor steht) begeistern können. Wie zum Beispiel mehr als ordentliche, richtig liebevolle Miniatur Effekte, an denen unter anderen Screaming Mad George mitwirkte, der bereist in Stan Winstons Crew für Predator dabei war und für die schaurig schönen Monster in der Gyuver Real-Verfilmung Mutronics verantwortlich zeichnete.
Auch Star Kid kann in Form der Brood Warrior mit herrlich grausigen Monstern aufwarten, die den Helden ordentlich das Fürchten lehren, ohne bei den Zuschauern einen psychologischen Schaden zu hinterlassen.
Dann wäre da noch Nicholas Pikes (Sleepwalkers, The Shining TV-Fassung) Musik, die dem Ganzen eine gewisse Größe verleiht. Dabei setzt er große, orchestrale Themen und verspielte Variationen ein, wie man sie in einem Film dieser Art kaum zu hören bekommt.
Die DVD
Etwas Abzug für einen sonst so guten Film gibt es auf Grund der DVD von Splendid Entertainment. Diese enthält den Film nur in deutscher Sprache in Dolby Surround und das Bild im Vollformat (4:3). Untertitel gibt es keine und das Zusatzmaterial besteht aus einem Trailer des Films und ein paar mehr des Distributors. Das schafft es jedoch nicht, den Film abzuwerten und das fehlende Zusatzmaterial bzw. die fehlende Originalfassung dürfte für die Zielgruppe des Films wohl kaum relevant sein.
Als witzigen Bonus findet man auf der Rückseite des Jewel Cases einen drolligen Schreibfehler. Hier steht, die Musik sei von Christopher Pike. Dieser war zwar mal Captain der Enterprise, hat aber mit dem Komponisten Nicholas Pike nichts zu tun.