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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das beste Buch zu Stanley Kubrick,
Von
Rezension bezieht sich auf: Stanley Kubrick Archives (Gebundene Ausgabe)
Taschen liefert uns mit Stanley Kubrick Archives einen riesigen, mehrere Kilo schweren Wälzer, der meiner Meinung nach jeden Cent wert ist. Die ersten knapp 260 Seiten sind Standbilder aus jedem Film Kubricks. Darüber, ob diese unbedingt notwendig sind, lässt sich streiten, es bietet einem jedenfalls die Möglichkeit während der Lektüre sich immer wieder die Bilder aus den Filmen vor Augen zu halten.Der Kern dieses Buches ist aber der zweite Teil. Hier wird Schritt für Schritt jeder Film behandelt. Die Kapitel beginnen jeweils mit einem Essay eines Kubrick Spezialisten (Early Work bis Dr. Strangelove von Gene D. Phillips, 2001 von Carolyn Geduld, A Clockwork Orange von Michel Ciment und Barry Lyndon bis Eyes Wide Shut von Rodney Hill). Danach findet man jeweils kurze Texte oder Briefe von Kubrick, Interviews zu seinen Filmen oder etwa auch technische Artikel aus American Cinematographer. Viele dieser Texte sind auch in anderen Publikationen zu finden (wie z.B. Kubrick von Michel Ciment oder Stanley Kubrick: Interviews von Gene D. Phillips) und die einführenden Informationen in den Essays sind größtenteils ebenfalls anderswo zu finden (wie etwa in der Biographie von Vincent LoBrutto oder der teilweise etwas bösartigen Biographie von John Baxter). Somit ist dieses Buch vom Text her betrachtet kein besonderes Neuland für Kubrick Kenner, ich traue mich aber zu behaupten, dass der kreative Prozess Kubricks noch nie so lebendig und nachvollziehbar wie hier dargestellt wurde. The Stanley Kubrick Archives strahlt nämlich in erster Linie durch die unzähligen Illustrationen. Man erhält einen Blick auf die frühen Fotografien Kubricks (die ich hier sogar besser ausgewählt finde als in Rainer Crones Drama & Shadows), Blicke hinter die Kulissen seiner Filme (z.B. Kubrick am Set von Spartacus mit drei Fotokameras, als ob er als Regisseur nichts besseres zu tun hätte), unzählige Drehbuchseiten inklusive Notizen und unzählige Produktionsfotos (so kann man etwa die berühmt berüchtigten Nummern sehen, die Kubrick den Leichen am Schlachtfeld von Spartacus zugewiesen hat um ihnen genaue Instruktionen geben zu können). Vor allem diese kleinen Details haben dieses Buch für mich faszinierend gemacht. Welche Kameras hat Kubrick verwendet? Welche Musik kam für ihn noch infrage (z.B. findet man in einer Notiz zu Barry Lyndon eine Liste möglicher Musik, inklusive Nino Rota und Ennio Morricone). Welche Bücher hat er noch gelesen (The Destruction of the European Jews war ja klar, aber wer kennt schon Eric Brighteyes)? Das alles schafft einen unglaublichen Einblick in die Gedankenwelt und Arbeitsweise Kubricks und man kann gar nicht genug davon bekommen. Nur schade, dass das noch viel größere Napoleon Buch von Taschen so viel kostet... Fazit: Für Liebhaber der Filme Kubricks eine uneingeschränkte Empfehlung! Wer viel Theorie erhofft, wird aber vielleicht enttäuscht werden (siehe Rezension von Karl B), hier geht es in erster Linie um den Menschen Kubrick, sein Leben und seine Arbeit. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Könnte besser sein,
Rezension bezieht sich auf: Stanley Kubrick Archives (Gebundene Ausgabe)
Es gibt jede Menge Szenen in Kubricks Filmen aus denen ich gerne einzelne Bilder auf Papier anschauen würde. Dieses Buch hat jede Menge Bilder aus seinen Filmen aber die Auswahl ist völlig unmotiviert, langweilig und uninteressant. Die Hälfte der Bilder und dafür bessere Motivauswahl hätte das Buch zu einem Highlight gemacht. Außerdem sind die Bilder zu dunkel, viele Details sind einfach nicht sichtbar. Der Textteil ist leider auch nicht so interessant. Kubrick kauft ein Haus, Kubrick bekommt ein Kind, Kubrick beauftragt jemand um ein Drehbuch zu verfassen, usw. (gähn) Auch geht das Buch nicht in die Tiefe. Zum Beispiel wird geschreiben, daß sich Kubrick und Kirk Douglas oft bei den Dreharbeiten zu Spartakus stritten aber man erfährt nicht weshalb. Keine Hinweise auf was für Theorien seine Bildästhetik beruht. Der Kauf dieses Buches war eine Reisenenttäuschung für so einen großen Kubrickfan wie mich.
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