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2.1. Versuchspersonen
An dem Experiment nahmen 21 Versuchspersonen teil. Sie wurden aus 75 Personen, die sich auf eine Zeitungsanzeige hin freiwillig gemeldet hatten, ausgewählt. Die Auswahl erfolgte nach Gesichtspunkten der physischen und mentalen Stabilität. Personen, die sich durch einen besonders guten physischen und mentalen Zustand auszeichneten, wurden aus der Zahl der Gesamtbewerber für das Experiment herangezogen. Von den zunächst 24 ausgewählten Probanden waren drei Personen als Ersatzteilnehmer vorgesehen, für den Fall, dass eine der Testpersonen ausfallen sollte. Die Datenanalyse basiert demnach auf der Gesamtzahl von 21 Versuchspersonen, die zufällig in zwei Gruppen unterteilt wurden. Einer Gruppe wurde die Rolle der Strafvollzugsbeamten zugewiesen, der anderen die der Gefangenen. Jedem Teilnehmer wurde eine Vergütung von 15 Dollar pro Tag ausgezahlt. Die Versuchspersonen waren gesunde, intelligente Männer, die der sozioökonomischen Mittelschicht entstammten. Keiner dieser Männer zeigte irgendwelche Verhaltensauffälligkeiten (HANEY, BANKS & ZIMBARDO, 1973).
2.2. Das Gefängnis
Um ein möglichst authentisches Gefängnisklima simulieren zu können, wurden ehemalige Gefangene und Strafvollzugsbeamte als externe Berater hinzugezogen. Das Gefängnis wurde in der Kellerebene der Universität zu Stanford eingerichtet. Der Zellenblock wurde durch zwei Wände begrenzt, der zwischenliegende Flur diente als Gefängnishof. Eine der Wände enthielt die einzige Tür zum Zellenblock, in die andere war ein Beobachtungsfeld eingelassen, durch welches Video- und Tonbandaufnahmen der Versuchspersonen gemacht werden konnten. Die Gefängniszellen wurden errichtetet, indem die Türen der Laborräume entfernt und durch speziell angefertigte Türen mit Stahlstäben und Zellennummern ersetzten wurden. Auf der den Zellen gegenüberliegenden Korridorseite befand sich ein kleiner Wandschrank, der den Namen "das Loch" erhielt und als Isolierzelle diente. Er war dunkel und eng, ca. 62 cm breit und 62 cm tief, groß genug, damit ein Gefangener darin aufrecht stehen konnte. Eine Gegensprechanlage erlaubte, die Zellen heimlich abzuhören, um die Gespräche der Gefangenen zu überwachen und allgemeine Durchsagen für die Gefangenen zu machen. Es gab weder Fenster noch Uhren und damit keine Möglichkeit, die verstrichene Zeit zu beurteilen, was später bei einigen Gefangenen zu einer Verzerrung des Zeitgefühls führte (HANEY, BANKS & ZIMBARDO, 1973).
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