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Der mann ist atemberaubend frisch geliftet. Jetzt ist nix mehr alt, nur die Musik: Mit 55 klingt Benson genau wie zu Zeiten von "Give Me The Night" - viel Lalala und Dubidu, viel gezirpte Gitarre und wenig Substanz. Der Zeitgeist ist an dem schönen George vorübergegangen, ohne ihn im geringsten zu beeindrucken. Doch Crossover dieser Sorte stirbt aus. Da liegt wohl der Haken: Musik wie diese verliert in ihrer vollendeten Perfektion auch den letzten Reiz und perlt aus den Boxen, ohne irgendetwas zu hinterlassen.
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Jazz thing (09/98)
Gleich das erste Stück der neuen Benson-CD läßt aufhorchen: Junge Musiker liefern dem Gitarristen ein schlichtes, aber modern produziertes und vor allem groovendes Fundament, auf das Benson seine auch heute noch weitschweifigen, melodiösen Linien bauen kann. Und mit dem Rhythmusgitarristen DeChown Jenkins hat Benson endlich wieder einen Partner gefunden, der ihm die Startrampe liefert für solistische Höhenflüge. Doch beim Hören der restlichen Titel stellt sich dann leider blankes Entsetzen ein: Bis auf die beiden von Kenny "Dope" Gonzales und "Little" Louie Vega (Masters At Work, NuYorican Soul) produzierten Songs ist "Standing Together" ein Sammelsurium musikalischer Banalitäten, bestehend aus schmusigem Soul und hinlänglich bekanntem, weichgespülten Jazz-Funk. Wann befreit sich dieser tolle Gitarrist endlich von vermeintlichen Zwängen des amerikanischen "Smooth Jazz"-Marktes?
© Jazz thing - Martin Laurentius