Das Buch ist zweigeteilt. Im ersten Teil fasst Zahrnt die Religionskritik von Feuerbach, Freud und Marx zusammen. Im zweiten Teil verteidigt er die Religion gegen diese.
Dabei ist festzustellen, dass die Religionskritik dieser 3 großen Denker mit zusammen 22 Seiten natürlich so gut wie gar nicht wirklich beleuchtet werden kann. Es bleibt vordergründig. Dazu kommt das die Argumente für die Religion fast schon auf eine weinerliche Art und Weiße vorgebracht werden. Es wird nur bedauert, dass die großen Religionskritiker die christliche Religion ja vollkommen verschätzen. Sie ist gar nicht so schlimm wie es Marx, Freud und Feuerbach sie darstellen, nein, sie ist sogar eine Bereicherung. Größtes Argument von Zahrnt ist, das nix beweisbar ist und Religion eine Erfahrung des Menschen mit Gott ist.
Das Ganze ist schön und gut, aber man darf sich doch fragen warum dies als Oberstufen Lektüre für das Fach Religion gewählt wurde. Die Argumentation ist auf beiden Seiten ungenügend, auch weil die der Religionskritiker natürlich stark beschnitten ist, und zeitgemäß ist das Ganze schon lange nicht mehr. In der Zeit von Dawkins und Co. muss man doch nicht etwas behandeln, was so einseitig und unspannend geschrieben ist. Allein das dieses komplexe und streitbare Thema auf 58 Seiten in Din A-6 behandelt wird spricht für sich. An dieser Stelle muss sich was ändern!